
In wenigen Tagen bereits wird das zweite Novoline Casino in Liechtenstein seine Pforten öffnen, sehr zum Leidwesen des Schweizer Casinos in Bad Ragaz. (Bildquelle: pixabay by stockpic)
Nach mehr als 170 der Abstinenz rollte im kleinen Fürstentum Liechtenstein Ende 2017 endlich wieder die Kugel durch den Kessel beim Roulette. Im Wettrennen, wer als erster nach fast zwei Jahrhunderten das Glücksspiel zurückbringen wird, setzte sich am Ende Novomatic gegenüber dem ebenfalls aus Österreich stammenden Glücksspielkonzern Casinos Austria AG durch. Die erste Spielbank war deshalb ein waschechtes Novoline Casino in Liechtenstein. Beim jetzigen, inoffiziellen Wettbewerb um die Eröffnung eines zweiten Glücksspieltempels hat ebenfalls Novomatic wieder deutlich die Nase gegenüber der CASAG vorn. Wie jetzt mitgeteilt wurde, soll nämlich das zweite Novoline Casino in Liechtenstein bereits am kommenden 20. November seinen Pforten für Kunden öffnen. Die CASAG hingegen darf wohl noch bis weit ins nächste Jahr warten, bevor auch hier das zweite eigene Etablissement den Betrieb aufnehmen kann.
Mit dem neuen Novoline Casino in Liechtenstein steht es 2:0 für Novomatic
Irgendetwas scheinen die Damen und Herren bei Novomatic in der Planung und Umsetzung in Bezug auf neue Casinos in Liechtenstein deutlich besser hinzubekommen als ihre österreichischen Kollegen von der CASAG. Nicht nur ging das prestigeträchtige Wettrennen um die Eröffnung der ersten Spielbank im Fürstentum nach mehr als 170 Jahren positiv für den Novoline Spielautomatenhersteller aus, sondern nun auch der zweite, inoffizielle Wettbewerb. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten, wird Novomatic bereits am kommenden 20. November sein zweites waschechtes Novoline Casino in Liechtenstein feierlich eröffnen. Geboten wird den Kunden in Triesen ab diesem Tag ein reichhaltiges Angebot diverser Glücksspiele. Neben den beliebten Slots, die hauptsächlich aus den aus eigener Produktion stammenden Novoline Automatenspielen bestehen sind dies vor allem typische Tischspiele. Hierbei setzen die Österreicher größtenteils auf Roulette, bei dem es sowohl Tische für das automatische Spiel sowie gegen den Live Dealer gibt. Insgesamt werden am 20. November in diesem zweiten Novoline Casino in Lichtenstein rund 80 Geldspielgeräte, 2 Anlagen für Automatic Roulette sowie noch vier Tische für Roulette und Blackjack für jede Menge Nervenkitzel sorgen.
Während Novomatic somit bereits kurz vor seiner zweiten großen Einweihungsparty steht, rechnet die CASAG in Balzers nicht vor nächstem Jahr mit dem Beginn des Betriebs des eigenen, zweiten Casinos im Fürstentum. Dort wehren sich seit Monaten einige Anwohner erbittert gegen das Projekt und verzögerten mit Einsprüchen und Klagen immer wieder den Startschuss der Umbauarbeiten. Sofern alle Probleme endlich vor Gericht ausgeräumt worden, hofft die CASAG die Eröffnung endlich in ein paar Monaten feierlich vollziehen zu können. Wie bereits beim Wettrennen zuvor, geht auch dieser Wettbewerb klar an Novomatic. Solcherlei Probleme, wie sie nun die Casinos Austria AG hat, gab es bei der Planung und Umsetzung der beiden Novoline Casino in Liechtenstein bislang nicht zu beobachten. Während somit Novomatics großer Konkurrent aus dem eigenen Land weiterhin zum Warten auf neue Kunden verdonnert ist, wird der Spielautomatenhersteller mal wieder schon vorher den großen Reibach entgegennehmen.
Die beiden Novoline Casino in Lichtstein ab 20. November 2019:
- Casino in Ruggel
- Casino in Triesen
Der Casino-Boom in Liechtenstein ist für das Schweizer Casino Bad Ragaz ein Albtraum
Während die Neueröffnung des zweiten Novoline Casinos in Liechtenstein für Novomatic ein Grund zum Feiern ist, entwickelt sich der losgetretene Boom für das Schweizer Casino Bad Ragaz immer mehr zum Albtraum. Wie bereits zuvor bekannt wurde, hat die Spielbank in der Nähe zum Fürstentum allein in den letzten drei Jahren rund 30 Prozent des Umsatzes verloren, was zusätzlich zu einem Abbau von 10 Arbeitsplätzen führte. Dieser jetzt schon nicht zu unterschätzende Druck beruhte bislang auf nur zwei Casinos in Liechtenstein und dürfte noch deutlich stärker werden, wenn alle weiteren geplanten oder im Bau befindlichen Spielbanken ihren Betrieb aufnehmen. Noch schlimmer für Bad Ragaz ist zudem, dass sowohl das neue Novoline Casino in Liechtenstein in Triesen sowie das geplante Casino der CASAG in Balzers sich in extremer Grenznähe zur Schweiz befinden werden. Dies dürfte die bereits eingesetzten Wanderungsbewegungen weiter anfeuern.
Wie stark tatsächlich die neue Konkurrenz dem altehrwürdigen Schweizer Casino Bad Ragaz zusetzt, wird am ehesten durch ein paar Zahlen und Fakten der bereits existierenden Casinos im Fürstentum mehr als deutlich. Nach nur wenigen Monaten entschloss sich beispielsweise Novomatic aufgrund des Ansturms an Kunden, sein erstes Novoline Casino in Liechtenstein ordentlich auszubauen und die Spielfläche fast zu verdoppeln. Gewaltige Bruttospieleinnahmen in Höhe von 34,8 Millionen Schweizer Franken waren das Ergebnis und dieses Jahr dürfte der Wert sogar noch einmal deutlich drüber liegen. Bei der CASAG das gleiche Bild, denn auch hier haben sich die Besucherzahlen immer positiver entwickelt. Kamen noch in 2018 rund 275 Gäste im Schnitt pro Tag zum großen Spiel an den Slots und beim Roulette, so konnte der Konzern nun in 2019 bereits im Durchschnitt 350 Kunden begrüßen. Eine Steigerung von ordentlichen rund 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf der Seite der Bruttospielerträge konnte zudem das erste Casino der CASAG in 2018 mit einem Einspielergebnis von rund 18,7 Millionen Schweizer Franken ebenfalls von einem Erfolg sprechen. Für das Schweizer Casino Bad Ragaz sind diese positiven Nachrichten von Novomatic und der CASAG natürlich weniger erfreulich, geht doch deren Wachstum auch auf Kosten des Glücksspieltempels in Grenznähe. Mit der nun kommenden Eröffnung des zweiten Novoline Casinos in Liechtenstein wird die Situation noch schlimmer und es bleibt abzuwarten, ob es Bad Ragaz mit neuen Konzepten womöglich gelingen kann, gegen diesen Trend anzukommen. Einfach werden dürfte dies sicherlich nicht, die rund 40 Prozent der Kunden aus der Schweiz, die im Fürstentum nun ihr Glück versuchen, zurückzuholen.
Trotz großer Diskussionen über den Casino-Boom in Liechtenstein will die Regierung des Fürstentums die Erteilung von Konzessionen nicht begrenzen. Sie glaubt, dass der Markt automatisch für eine Eindämmung in Zukunft sorgen wird. Hierbei wird es jedoch maßgeblich davon abhängen wie viel Marktanteile die Casinos in Liechtenstein der Konkurrenz in Österreich sowie in der Schweiz noch abnehmen können. Bislang ist hierbei noch kein Ende des Booms im Fürstentum absehbar, sehr zum Leidwesen der Schweizer Casinos, die anders als die CASAG die Entwicklung im Fürstentum völlig verschlafen oder unterschätzt haben.





























