
Online Casinos in Finnland sind bald erlaubt und das ohne Monopol. Der erste Anbieter soll seine Lizenz bereits erhalten haben. (Bildquelle: jorono auf Pixabay)
Ist die Wildz Group wirklich der erste Betreiber, der eine Lizenz für Online Casinos in Finnland erhalten hat? Wenn man den Medienberichten glauben möchte, dann scheint es wirklich so zu sein.
Der finnische Glücksspielmarkt verabschiedet sich aktuell von seinem Monopol und ist bereit, anderen Online Casino Betreibern eine Plattform zu bieten. Aktuell soll die Umstellung Mitte kommenden Jahres stattfinden. Doch schon jetzt haben sich zahlreiche Betreiber bemüht, eine Lizenz für den 1.Juli 2027 zu erhalten. Die Wildz Group soll nun der erste Anbieter mit einer Genehmigung sein.
Aktuell ist jedoch noch keine öffentliche Liste genehmigter Unternehmen verfügbar und auch das National Police Board hat Wildz bislang nicht namentlich als Lizenznehmer veröffentlicht.
Online Casinos in Finnland öffnen ab Juli 2027
Die Wildz Group hat ihren Sitz auf Malta, betreibt aber mehrere Glücksspielmarken, darunter auch in Deutschland das Online Casino Wildz.de. Dort sind unter anderem Spielautomaten von Greentube, Merkur und anderen bekannten Entwicklern verfügbar. Neben der Online Glücksspielmarke Wildz betreibt die Unternehmensgruppe außerdem die Marken Caxino, Wheelz, Spinz, Chipz und Tuplaus. Außerdem ist das Unternehmen mit Wildz Sports auch im Bereich Sportwetten aktiv.
Die Wildz Group ist also in mehreren internationalen Märkten vertreten und wird mit der Online Casino Lizenz in Finnland einen weiteren Markt für sich nutzen. Bis es soweit ist, bleibt jedoch Veikkaus der zentrale Anbieter im finnischen Glücksspielmarkt. Danach dürfen private Unternehmen mit einer Genehmigung Online Casinos in Finnland betreiben. Bestimmte Bereiche bleiben allerdings weiterhin Veikkaus vorbehalten, darunter Lotterien, Rubbellose sowie stationäre Casino- und Automatenspiele. Das Monopol verschwindet also nur teilweise.
Wie groß das Interesse an dem finnischen Online Glücksspiel Markt wirklich ist, zeigt die Masse an Anträgen. Bis zum 22. September waren beim National Police Board bereits 75 Lizenzanträge eingegangen. Hinter den Anträgen stehen aber nicht zwangsläufig auch 75 Unternehmen. Es kann sein, dass einige Anbieter mehrere Anträge gestellt haben.
Wer alles einen Antrag gestellt hat, veröffentlicht die Behörde derzeit nicht. Einige Unternehmen haben ihre Bewerbungen aber selbst bekannt gemacht. Unibet, das zu FDJ United gehört, reichte seinen Antrag bereits im Mai ein. LeoVegas bestätigte Ende Mai sogar zwei Anträge.
Wildz scheint nun allerdings der erste Anbieter zu sein, der eine positive Rückmeldung erhalten hat, wenn man den Medienberichten folgt. Bis zum eigentlichen Start bleibt trotzdem noch ausreichend Arbeit. Technische Systeme müssen vorbereitet und die regulatorischen Vorgaben erfüllt werden. Erst wenn diese Voraussetzungen stehen, können die genehmigten Online Casinos in Finnland ihren Betrieb tatsächlich aufnehmen.

Aktuell gibt es keine Begrenzung für die Anzahl der Lizenzen, die ein Betreiber beantragen kann. Jedoch muss für jede Lizenz eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 29.000 Euro entrichtet werden. (Bildquelle: Tom und Nicki Löschner auf Pixabay)
Finnland geht weiter gegen illegale Glücksspielwerbung vor
In Finnland wird sich jedoch nicht alles ändern, wenn es um Glücksspiel geht. Obwohl das Land die Monopol-Situation lockert, gelten für Glücksspielwerbung weiterhin strenge Regeln. Das National Police Board ist 2026 mehrfach gegen unerlaubte Werbung vorgegangen. Insgesamt wurden bis jetzt vier Verbotsentscheidungen ausgesprochen. In sechs weiteren Fällen mussten bereits festgesetzte Zwangsgelder gezahlt werden.
Die Verstöße betreffen unter anderem Werbung auf Webseiten, Beiträge in sozialen Netzwerken sowie Glücksspiel- und Gaming-Livestreams. Für Unternehmen kann das richtig teuer werden, denn man geht von Zwangsgeldern in Höhe von 100.000 bis 1,2 Millionen Euro aus. Ein Zwangsgeld funktioniert dabei anders als ein klassisches Bußgeld, denn es wird zusammen mit einem Verbot festgesetzt. Wer die untersagte Werbung anschließend trotzdem fortsetzt, riskiert, dass der Betrag fällig wird.
Ab kommendem Jahr werden sich allerdings auch die Regeln für die Glücksspielwerbung ändern. Bis dahin darf in Finnland weiterhin nur Veikkaus Glücksspiel bewerben. Danach können auch lizenzierte Anbieter auf ihren eigenen Webseiten und über ihre Social-Media-Kanäle werben. Grenzen bleiben trotzdem bestehen, denn auch mit den Neuregelungen bleiben ab Juli 2027 Influencer-Marketing und telefonische Direktwerbung verboten.





























