
William Hill stoppt Jackpotauszahlung nachdem das Spiel Jackpot Drop ein Fehler im Gameplay zeigte. Millionensummen gingen jedoch an Spieler raus. (Bildquelle: Evoke)
William Hill stoppt Jackpotauszahlung nach einem technischen Fehler. Seitdem wächst der Druck auf den britischen Glücksspielanbieter, der zur Evoke Gruppe gehört, deutlich. Hintergrund ist ein Fehler beim Spiel „Jackpot Drop“, durch den mehreren Spielern teils sechsstellige Summen auf ihren Konten angezeigt und in einigen Fällen sogar ausgezahlt wurden. William Hill und der Mutterkonzern Evoke berufen sich inzwischen auf Fehlgutschriften und verweisen auf die geltenden Geschäftsbedingungen. Die Frage ist nun, was passiert mit den fälschlich ausgezahlten Millionenbeträgen?
William Hill stoppt Jackpotauszahlung: Jackpot Drop sorgt für hohe Guthaben und gesperrte Konten
Im Mittelpunkt steht das Spiel „Jackpot Drop“, bei dem es durch den Fehler zu falschen Gutschriften auf mehreren Spielerkonten kam. Mehrere Spieler berichteten davon, dass ihnen nach dem Spiel plötzlich hohe Beträge angezeigt wurden, teilweise war sogar von Summen in Höhe von mehr als 330.000 Pfund die Rede. Nachdem William Hill diesen technischen Fehler bemerkte, begann das Unternehmen, die Buchungen zurückzuholen und die Spielerkonten zu sperren.
Für die betroffenen Spieler wirkte der Gewinn zunächst wie ein normaler Bestandteil des Spiels, da das Spiel „Jackpot Drop“ mit einer Mechanik arbeitet, bei der Jackpots zufällig ausgelöst werden. Das unterscheidet das Spiel von klassischen progressiven Spielautomaten, bei denen hohe Gewinne meist an bestimmte Symbole oder Bonusrunden gekoppelt sind.
Erst nachdem die Gewinnsummen sichtbar auf den Konten der Spieler auftauchten und Auszahlungen teils sogar verarbeitet wurden, wurde der technische Fehler zu einem echten Problem. William Hill reagierte auf diese Entwicklung und stoppte sofort alle Jackpotauszahlungen. Genau an diesem Punkt begann dann auch der eigentliche Streit zwischen dem Anbieter und den betroffenen Kunden. Denn für die Spieler der Echtgeldautomaten waren die Gewinne real. Es ist kaum erkennbar, ob ein Gewinn regulär entstanden ist oder durch eine Fehlfunktion.
Fraglich ist, um welche Summen es sich bei diesem Vorfall handelt? Die Zahlen aus verschiedenen Medienberichten sind vage. Bekannt ist, dass es sich um mehrere Spielerkonten handelt. Später war sogar von mehr als 35.000 Jackpot-Auszahlungen die Rede. Ob diese Zahl wirklich stimmt, hat das Unternehmen noch nicht bestätigt. Fakt ist jedoch, für das Online Casino William Hill und Evoke ist diese Entwicklung besonders belastend, weil daraus nicht nur ein technisches, sondern auch ein Imageproblem entsteht.

Die Evoke Gruppe führt unterschiedliche Online Casino Marken, darunter William Hill in Großbritannien und Mr. Green in Deutschland. Aktuell hat der Vorfall noch keine Auswirkungen auf die anderen Marken. (Bildquelle: Evoke)
Evoke will fehlerhafte Auszahlungen zurückholen
Evoke erklärte später, dass die betroffenen Beträge durch ein nicht gültiges oder ordnungsgemäß funktionierendes Gameplay entstanden seien. Das Unternehmen habe das Problem im Rahmen einer routinemäßigen Überprüfung festgestellt. Danach seien betroffene Kunden kontaktiert worden. Momentan ist bekannt, dass ausgezahlte Gelder zurückgefordert werden.
Aktuell spricht man in den Medien davon, dass William Hill seinen Kunden rund 11 % der abgehobenen Gelder erlassen möchte. Wie genau es in dem Fall weitergeht, ist derzeit noch nicht bekannt. Aktuell beharrt William Hill auf einen Fehler im Gameplay und verweist auf die eigenen Geschäftsbedingungen. Dennoch dürfte das Thema den Anbieter noch länger begleiten. Der Vorfall könnte sich am Ende auch auf Evoke ausweiten und damit indirekt auf weitere bekannte Marken aus dem Konzernumfeld wie Mr Green. Für den regulierten Glücksspielmarkt bleibt der Fall deshalb besonders spannend.





























