
Dank der beiden im letzten Jahr eröffneten Online Casinos legte die Stadtcasino Baden AG richtig starke Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 vor. (Bildquelle: pixabay by IgorSaveliev)
Die Schweizer Casinos waren in der Vergangenheit die größten Befürworter eines neuen Glücksspielgesetzes, welches sämtliche private, ausländische Anbieter von Online Casinos aus dem Land hinauswerfen sollte. Mit viel öffentlicher Überzeugungsarbeit und einem ständigen Verweis auf die hohen Abgaben an die AHV, die sie zahlen, aber die ausländischen Betreiber nicht, gelang schlussendlich der große Coup. Seit der Annahme durch die Bürger sorgt nun das Geldspielgesetz in der Schweiz dafür, dass die Spielbanken des Landes einen riesigen Markt von geschätzten rund 100 Millionen Schweizer Franken genüsslich unter sich aufteilen dürfen. Obwohl erst im vergangenen Sommer das erste, echte Schweizer Online Casino ans Netz ging, zeigen sich die positiven Auswirkungen bereits jetzt am Beispiel der Stadtcasino Baden AG mehr als deutlich. Ebenfalls werden die virtuellen Spielhallen den Spielbanken in der momentanen Krise dabei helfen, die verlorenen Bruttospielerträge wegen der Schließungen der terrestrischen Casinos einigermaßen aufzufangen.
Die beiden Online Casinos der Stadtcasino Baden AG befeuerten die Bruttospielerträge im letzten Jahr
Auch wenn der komplette Geschäftsbericht der Stadtcasino Baden AG noch nicht vorliegt, zeigt jedoch die nun veröffentlichte Pressemitteilung des Unternehmens deutlich, dass die Mission geglückt ist. Das Hochfahren virtueller Grenzen rund um die Schweiz gegenüber ausländischen Betreibern von Online Casinos und die zeitgleiche Erlaubnis für die Spielbanken des Landes selbst virtuelle Spielhallen betreiben zu dürfen, hat sich ausgezahlt. Gegenüber 2018 konnte der Glücksspielkonzern seine Bruttospielerträge im vergangenen Geschäftsjahr mit seinen zwei Spielbanken und zwei Online Casinos insgesamt nämlich um stolze 16,2 Prozent steigern. In Zahlen ausgedrückt bedeutete dies einen Sprung von vormals 64,9 Millionen Schweizer Franken auf jetzt starke 75,4 Millionen Schweizer Franken. Im terrestrischen Bereich zeigte sich das Grand Casino Baden von seiner besten Seite und die eigenen Bruttospielerträge kletterten um 4 Prozent auf jetzt 65,6 Millionen Schweizer Franken. Noch besser lief es sogar im Casino Davos, welches mit einem Wert von 2,1 Millionen Schweizer Franken sich gleich um 14,6 Prozent verbesserte, trotz rückläufiger Besucherzahlen von 2,9 Prozent. Im Grand Casino Baden hingegen fanden sich im vergangenen Jahr mit einem Plus von 3,7 Prozent deutlich mehr Gäste an den Spielautomaten und Tischen für Roulette und Blackjack ein.
Mit besonderer Spannung wurden die erstmaligen Zahlen zu den erst im vergangenen Jahr ans Netz gebrachten beiden Online Casinos erwartet und diese enttäuschten nicht. Obwohl die virtuelle Spielhalle Jackpots erst Anfang Juli 2019 als erstes, echtes Online Casino der Schweiz seine Pforten öffnete, wurden bereits 6,3 Millionen Schweizer Franken an Bruttospielerträgen eingefahren. Mit einem immer größeren Angebot und zunehmender Etablierung dürften die Zahlen sich in diesem Jahr wohl noch deutlich nach oben bewegen. Laut CEO Detlef Brose konnte Jackpots bislang seit der Eröffnung jeden Monaten höhere Umsätze generieren. Das zweite Online Casino der Stadtcasino Baden AG, welches vom Casino Davos betrieben wird, steuert zum Gesamtergebnis in 2019 immerhin 1,3 Millionen Schweizer Franken bei. Gegenüber den 2,1 Millionen Schweizer Franken aus dem terrestrischen Bereich ein stolzer Wert, wobei noch hinzukommt, dass Casino777 erst im vergangenen September öffnete und somit gerade einmal etwas mehr als ein Quartal mit einfloss. In diesem Jahr bedarf es deshalb keinerlei prophetischer Fähigkeiten vorherzusagen, dass in diesem Geschäftsjahr das Online Casino das Casino Davos wohl locker bei den Bruttospielerträgen in die Tasche stecken wird.
Die Stadtcasino Baden AG hatte neben den erfreulichen Zahlen zu den Bruttospielerträgen noch einige weitere wichtige Daten zu vermelden. Insgesamt 36,6 Millionen Schweizer Franken überwies der Glücksspielkonzern an die AHV, das Rentensystem des Landes. Einziger kleiner Wermutstropfen war der Gewinn, der von vormals 7,3 Millionen Schweizer Franken um fast die Hälfte auf nur noch 3,6 Millionen Schweizer Franken fiel. Allerdings war dieser Einbruch allein der Kosten für den Aufbau der beiden eigenen Online Casino geschuldet und somit zu verschmerzen.
Ohne die Online Casinos sehe es dieses Jahr in der Schweiz wohl ziemlich düster aus
Natürlich konnte 2018, als noch hart um die Gunst der Bürger für das neue Geldspielgesetz gekämpft wurde, niemand wissen, dass in 2020 eine Pandemie sämtliche Spielbanken des Landes zum Zusperren bringen würde. Allerdings zeigt sich nun, dass aufgrund der im Gesetz festgelegten Beschränkung, Online Casino dürfen nur von Spielbanken im Land betrieben werden, die Glücksspieltempel des Landes die Krise meistern werden. Die virtuellen Spielhallen können nämlich einen nicht gerade kleinen Teil der entgangenen Bruttospielerträge aus dem terrestrischen Sektor über das Jahr über kompensieren. Dies machte auch Detlef Brose in der Pressemitteilung deutlich. Allein bei konservativer Schätzung dürfte Jackpots Ende des Jahres bei wohl fast mindestens 15 Millionen Schweizer Franken liegen und casino777 bei wohl mindestens 5 Millionen Schweizer Franken. Zusammen mit den Umsätzen aus den ersten beiden Monaten bei den Spielbanken und dem Zeitraum nach der kommenden Wiedereröffnung werden dadurch sich die Rückgänge in Grenzen halten.
Abseits des Glücksspiels unterließ es die Stadtcasino Baden AG ebenfalls nicht, auf das eigene Engagement in Sachen Coronavirus hinzuweisen. Zum einen spendete der Glücksspielkonzern nach eigenen Angaben den eigenen Bestand an Hygienemasken an zwei Altenheime in der Nähe. Zusätzlich wurde zum anderen einer nahe liegenden Rehabilitationsklinik das kostenlose Parken auf den Flächen des Grand Casino Badens eingeräumt. Ein im Ort befindliches Krankenhaus durfte sich zudem noch über eine Geldspende in Höhe von 5.000 Schweizer Franken freuen. Während diese kleinen Hilfen im Vergleich zu den Bruttospielerträgen und dem eigenen Gewinn eher klein anmuten, sieht dies bei Sponsoring schon anders aus. Trotz geschlossener Spielbanken hat sich nämlich die Stadtcasino Baden AG dazu entschlossen, die finanzielle Unterstützung für den Sport in vollem Umfang aufrechtzuerhalten. Für viele Veranstalter und Vereine ist diese Zusagen überlebenswichtig, da diese ebenfalls in großem Umfang negativ von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen sind.
Die Stadtcasino Baden AG betreibt in der Schweiz selbst zwei Spielbanken, das Grand Casino Baden sowie das Casino Davos. Der Glücksspielkonzern befindet sich mit 51 Prozent mehrheitlich im Besitz der Stadt sowie zu 10 Prozent in den Händen von Gauselmann und zu 4,95 Prozent von Novomatic. Trotz der hohen Einnahmeverluste durch die Schließungen will das Unternehmen jedoch für dieses Jahr eine Dividende von 25 Schweizer Franken je Wertpapier ausschütten.





























