
Die Reform des Glücksspielgesetz Österreich kommt ins stocken. Bisher gibt es keine Einigung zu den aktuellen Fragen. (Bildquelle: kirill_makes_pics auf Pixabay)
Dürfen sich Online Casino Betreiber bald vom österreichischen Glücksspielmarkt verabschieden? Aktuell scheint das ein Bedenken vieler Anbieter zu sein, die auf das neue Glücksspielgesetz in Österreich hofften. Dieses sollte längst fertig formuliert sein, damit die Reform noch vor der Sommerpause beschlossen werden kann.
Doch aktuell scheint die Regierung weit von einer Einigung entfernt zu sein. Seit Monaten wird diskutiert und verhandelt, doch bisher fehlen ganz konkrete Ergebnisse, die ein Ende der Monopolstellung einläuten. Doch warum stockt die Reform gerade?
Glücksspielgesetz Österreich: Ein Blick zurück
Die Diskussionen um eine Reform des Glücksspielgesetzes in Österreich laufen nun schon einige Monate. Österreich setzt aktuell im Online-Bereich auf ein Monopolmodell. Mit win2day existiert nur ein legal lizenzierter Anbieter für Online Casino Echtgeldspiele. Dieses nicht mehr zeitgemäße System sollte ursprünglich Kontrolle über den Markt bringen und Spielerschutz bieten.
In der Praxis führte das jedoch genau zum Gegenteil. Denn zahlreiche Anbieter mit einer EU-Lizenz bedienen den österreichischen Glücksspielmarkt trotzdem. Diese Anbieter agieren demnach ohne nationale Konzession und gewinnen immer mehr an Marktanteilen. Das heißt nicht, dass diese Glücksspielanbieter sich nicht an den Spielerschutz halten, denn sie besitzen eine EU-Lizenz, aber eben keine offizielle aus Österreich. Das Monopol gerät also ins Wanken.

Das neue Glücksspielgesetz Österreich ist mehr als eine technische Gesetzesanpassung. Es entscheidet darüber, ob das Land am Monopol festhält oder sich in Richtung eines regulierten Mehrlizenzsystems bewegt. ( Bildquelle: MountainDweller auf Pixabay)
Die Regierung unter Zeitdruck
Die Reform des neuen Glücksspielgesetzes sollte vor der Sommerpause beschlossen werden. Doch selbst grundlegende Fragen stehen immer noch zur Diskussion, wodurch es immer unwahrscheinlicher wird, dieses Vorhaben umzusetzen. Sollte es keine Einigung geben, wird es bei einer Online Casino Lizenz in Österreich bleiben, wo durch andere Anbieter den Markt weiterhin nicht bedienen.
Medienberichten zufolge werden immer noch grundlegende Fragen wie IP-Blocking und Payment-Blocking besprochen. Damit sollten nicht lizenzierte Online Casinos unterbunden werden.
Gleichzeitig steht die Idee im Raum, eine eigenständige Glücksspielbehörde zu gründen, die künftig den Markt transparent überwacht. In vielen Ländern existiert eine solche Behörde schon länger.
Aufgrund der Verzögerung gab es jedoch auch schon einiges an Kritik, vor allem von Prof. Gert Schmidt, einem österreichischen Publizisten und Novomatic Lobbyisten. Er sieht im langen Warten auf das neue Glücksspielgesetz vor allem einen Vorteil für bestehende Lizenzinhaber. Solange keine Neuausschreibungen erfolgen, bleibt die Marktstruktur unangetastet.
Für potenzielle neue Anbieter im Bereich Online Casinos oder digitale Echtgeldspiele bedeutet das Stillstand. Gleichzeitig wächst der illegale Glücksspielmarkt in Österreich.
Welche Auswirkung hat das auf Spieler und die Branche. Wer sich für Online-Slot-Spiele oder andere Echtgeldangebote interessiert, findet eine Vielzahl an Plattformen, doch nicht alle unterliegen denselben Standards. Gerade beim Thema Spielerschutz, Limitsysteme und transparente Auszahlungsquoten ist eine klare Regulierung entscheidend. Da der Markt in Österreich nicht offen für andere Anbieter ist, werden immer mehr illegale Anbieter den Weg in diese Region finden.
Sollte sich die Reform durchsetzen, könnte sich der Markt für andere legale Anbieter öffnen, wodurch Spieler mehr Zugriff auf Spielautomaten hätten. Das wiederum senkt die Abwanderung zu illegalen Anbietern.





























