
Die Glücksspielsteuer in Malta wird sich drastisch ändern. Steuersätze von 15 Prozent sind für Online Casino mittlerweile beschlossen. (Bildquelle: MGA)
Für die Glücksspielbranche auf Malta gelten seit dem 1. Oktober 2026 neue Steuerregeln, über die sich mit Sicherheit nicht alle freuen werden. Die Glücksspielsteuer in Malta fällt künftig je nach Spielart unterschiedlich hoch aus. Bei klassischen Casino Angeboten erreicht die Steuer 15 Prozent. Gleichzeitig wurden die Mehrwertsteuerregeln überarbeitet, sodass sich für Online Casinos nicht nur etwas bei der Gaming Tax etwas ändert.
Grundlage für die Neuausrichtung der Glücksspielsteuer in Malta sind die Legal Notices 84 und 86 of 2026, die bereits am 1. April 2026 veröffentlicht wurden. Die Malta Gaming Authority (MGA) und die Malta Tax and Customs Administration (MTCA) hatten den Unternehmen damit mehrere Monate Zeit für die Umstellung gegeben. Vor der Reform galt eine Gaming Tax von fünf Prozent, hinzu kam eine separate Gaming Device Levy. Diese beiden Abgaben werden nun in eine neue Steuerstruktur zusammengeführt.
Glücksspielsteuer in Malta unterscheidet sich je nach Spielart
Betreiber müssen sich nun daran gewöhnen, dass die Glücksspielsteuer in Malta je nach Spielart unterschieden wird. Am höchsten werden dabei die sogenannten Type-1-Spiele besteuert. Zu diesem Typ gehören Casinospiele, die gegen das Haus gespielt werden und einen Zufallsgenerator nutzen. Außerdem gehören Lotterien, virtuelle Sportspiele und einige Pokerspiele. Der neue Steuersatz liegt nun bei 15 Prozent.
Für die Typen 2,3 und 4 gelten fünf Prozent weniger, das heißt, hierfür fallen zehn Prozent an. Welche Spiele gehören zu Typ 2,3 und 4?
- Typ 2: Festquotenwetten und Livewetten
- Typ 3: Provisionsbasierte Angebote wie Peer-to-Peer-Poker, Bingo und Wettbörsen
- Typ 4: Kontrollierte Geschicklichkeitsspiele
Bei den Angeboten in kontrollierten Spielstätten sowie bei eingestuften Junkets sind weiterhin fünf Prozent fällig.

Bei der neuen Glücksspielsteuer in Malta wird deutlich zwischen vollautomatischen Spielen und Live-Spielen unterschieden, Bei Live-Spielen müssen grundsätzlich Menschen involviert sein, die das Spiel führen. (Bildquelle: AidanHowe auf Pixabay)
Änderungen bei der Gaming Tax für Online Casinos und Live-Casino-Studios
Bei Online Casinos gibt es noch eine weitere Besonderheit. Denn hier wird es wichtig, auf welche Umsätze sich diese Steuersätze in Malta beziehen.
Eine MGA-Lizenz führt nicht automatisch dazu, dass international tätige Online Casino Betreiber 15 Prozent Gaming Tax auf das gesamte weltweite Geschäft zahlen müssen. Die Behörde macht deutlich, dass es lediglich um die Spiele geht, die in Lata angeboten werden. Bei Live-Casino-Studios ändert sich durch die Reform der Glücksspielsteuer in Malta ebenfalls etwas. Die jährliche Studio Broadcasting Levy steigt von 500 Euro auf 3.000 Euro. Diese jährliche Abgabe betrifft Unternehmen, die in Studios Glücksspiel filmen und übertragen.
Warum hat Malta die Steuergesetze geändert? Die Glücksspielbehörde begründet die Reform mit dem Ziel, die steuerlichen Regeln für die Branche klarer und berechenbarer zu gestalten. Gleichzeitig soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts erhalten werden. Für Online Casino Betreiber ist also nicht nur der erhöhte Steuersatz relevant, sondern auch, welche Art von Spielen angeboten werden.
Neue Mehrwertsteuerregeln betreffen auch Online Casinos
Neben der Gaming Tax wurde auch die bisherige Mehrwertsteuer bei der Reform der Glücksspielsteuer in Malta verändert. Steuerfrei bleiben bestimmte Low-Risk-Games und einzeln zugelassene Junket-Veranstaltungen. Auch Wetten auf reale Sportereignisse bleiben steuerfrei, aber nur, wenn die Wettmöglichkeit direkt am Veranstaltungsort angeboten wird.
Bei der Mehrwertsteuer dürfen Betreiber von Online Casinos sich zusätzlich auf eine Änderung einstellen. Für Betreiber ist es entscheidend, von wo aus der Spieler spielt. Was heißt das konkret? Ein Glücksspielunternehmen muss sich eventuell mit den Umsatzsteuerregeln aus anderen EU-Ländern auseinandersetzen, wenn der Spieler nicht aus Malta kommt.
Die neuen Regelungen zur Glücksspielsteuer in Malta können für Betreiber dazu führen, dass sie sich mit dem Vorsteuerabzug befassen müssen, wenn die Leistungen künftig umsatzsteuerpflichtig werden. Nach dem Systemwechsel gelten nun unterschiedliche Fristen zur Meldung der Leistungen und Steuern. Im September wurden noch die alten Steuerregeln genutzt. Das überarbeitete System greift dann spätestens am 1. November 2026. Die Meldungen für Oktober laufen dann also erstmals nach dem neuen System.





























