Automatenknacker in Spielhallen

In der letzten Woche haben Räuber, Einbrecher und Diebe erneut in deutschen Spielhallen zugeschlagen. Viele Spielorte wurden so zu Opfern der Verbrecher.

Spielhallen werden immer wieder zum Ziel von kriminellen Menschen, die die Spielstätten überfallen, dort einbrechen oder sich auf anderen Wegen dort Geld holen wollen. In der vergangenen Woche gab es daher leider auch wieder zahlreiche Überfälle, Einbrüche und sogar einen Diebstahl, der unglücklicherweise erst spät bemerkt wurde. Die Vorgehensweise der Täter ist dabei meist immer gleich, Schrecken verbreiten, Schäden anrichten und dann schnell mit der Beute verschwinden. Nicht selten werden insbesondere Mitarbeiter der Spielhallen auch verletzt, selbst wenn sie die Forderungen der Räuber erfüllen. Der Polizei sind zudem oft die Hände gebunden. Die Tätersuche gestaltet sich nämlich schwierig und ist leider nicht immer erfolgreich.

Diverse Überfälle überschatteten die letzte Woche in Spielhallen

In der vergangenen Woche kam es wieder zu zahlreichen Überfällen auf Spielhallen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde eine Spielhalle in Oldenburg überfallen. Gegen 0:30 Uhr betrat ein unbekannter Mann die Räumlichkeiten und ging dort auch gleich auf den Tresen zu. Dort hielt sich zu diesem Zeitpunkt eine 57-jährige Angestellte auf, die von dem unbekannten Täter auch sogleich bedroht wurde. Er forderte die Frau auf, ihm die Kasse zu öffnen und das Bargeld auszuhändigen. Allerdings wollte die 57-Jährige dieser Aufforderung scheinbar nicht einfach nachkommen, sodass die Kasse erst einmal verschlossen blieb. Der Täter drängte sich dann an der Frau vorbei und öffnete die Kasse schließlich selber. Er entnahm das Geld und bevor er aus dem Tresenbereich verschwand, sprühte er der 57-Jährigen noch Reizgas entgegen. Erst dann verschwand er aus der Spielhalle in unbekannte Richtung. Wie hoch die Beute war, die er bei diesem Überfall erzielen konnte, ist nicht bekannt. Die Polizei wurde zwar direkt eingeschaltete und leitete auch Fahndungsmaßnahmen ein, doch diese verliefen erfolglos. Die 57-jährige Mitarbeiterin der Spielhalle wurde durch das Reizgas leider leicht verletzt und sicherlich trug sie zudem noch einen großen Schrecken davon.

In Wolfenbüttel kam es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ebenfalls zu einem Überfall auf ein Spielcasino. Hierbei soll gleich ein Trio zugeschlagen haben. Gegen 2:45 Uhr kamen zwei maskierte männliche Personen in das Spielcasino und gingen dort gleich auf die 20-jährige Angestellte zu, während ein dritter Täter an der Eingangstür Schmiere gestanden haben soll. Mit einer Schusswaffe bedrohten die beiden Räuber die Angestellte und forderten sie auf, ihnen das Bargeld zu geben. Dies war der Angestellten aber nicht möglich, da sie das Geld bereits in den Tresor gelegt hatte. Als die Täter das registrierten, flüchteten sie ohne Beute aus dem Spielcasino. Zusammen mit dem Schmiere stehenden Täter flüchtete das Trio dann in unbekannte Richtung. Die Polizei wurde zwar umgehend alarmiert, aber die Täter konnte sie auch trotz einer sofortigen Fahndung nicht mehr stellen. Sie konnten entkommen. Wenigstens haben sie keine Beute gemacht. Die 20-jährige Angestellte und ein Zeuge, der sich zur Tatzeit im Spielcasino aufhielt, kamen zum Glück mit einem Schrecken davon.

In Halle an der Saale wurde am Donnerstag eine Spielothek überfallen. Am Vormittag betrat dort ein unbekannter maskierter Täter die Räumlichkeiten und ging sofort auf die Angestellte der Spielothek zu. Mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedrohte er die Frau und forderte sie auf, ihm das Bargeld auszuhändigen. Der Täter bekam das Geld in Höhe von mehreren Hundert Euro schließlich auch von der Frau übergeben. Mit dieser Beute flüchtete der Räuber anschließend sofort aus der Spielothek in unbekannte Richtung. Die verständigte Polizei konnte den Täter auch in einer Fahndung nicht mehr ausfindig machen. Er konnte entkommen. Die Mitarbeiterin der Spielothek erlitt durch den Überfall einen Schock und musste an Ort und Stelle noch ambulant versorgt werden.

In Erlensee/Langendiebach kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag zu einem versuchten Überfall auf eine Spielhalle. Gegen 3:00 Uhr betrat ein bislang unbekannter Mann die Räumlichkeiten der Spielhalle und ging dort auf den Mitarbeiter zu. Bevor er jedoch von dem Angestellten die Herausgabe des Bargeldes verlangte, sprühte er dem Mann Reizgas ins Gesicht. Der Angestellte fing daraufhin an, den Täter mit Gegenständen zu bewerfen, was diesen derart abschreckte, dass er von seinem Überfallplan abließ. Ohne Beute flüchtete der unbekannte Täter aus der Spielhalle in unbekannte Richtung. Die Polizei wurde umgehend alarmiert, schaffte es jedoch nicht, den Täter ausfindig zu machen. Der Angestellte der Spielhalle wurde durch das Reizgas leider leicht verletzt.

Einbrecher waren auch wieder unterwegs

Nicht nur Überfälle wurden in der vergangenen Woche zum Problem einiger Spielhallen. Auch Einbrüche gab es leider wieder. In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es in Laupheim zu einem Einbruch in eine Spielhalle. Bislang unbekannte Täter verschafften sich über das Dach des Gebäudes Zutritt zu den Räumlichkeiten der Spielhalle. Dort angekommen fackelten sie scheinbar auch nicht lange und brachen insgesamt 17 Spielautomaten auf. Das darin befindliche Bargeld stahlen sie. Anschließend flüchteten sie vom Tatort in unbekannte Richtung. Der Polizei fehlt leider noch jede Spur zu den Einbrechern. Die Höhe der Beute wurde nicht genannt, aber insgesamt soll ein Sachschaden von rund 25.000 Euro entstanden sein.

In Heidenau kam es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu einem Einbruch in ein Spielcasino. Bislang unbekannte Täter verschafften sich dabei gewaltsam Zutritt zu den Räumlichkeiten des Spielcasinos. Dort hatten es die Einbrecher allerdings nicht auf die Spielautomaten abgesehen. Sie durchwühlten scheinbar nur den Tresenbereich und stahlen dort Bargeld. Wie viel Geld sie dabei einstecken konnten, wurde nicht genannt. Anschließend verschwanden die Täter in unbekannte Richtung vom Tatort. Die Polizei hat die Ermittlungen eingeleitet, jedoch wohl noch keine Spur zu den Einbrechern. Die Höhe des Gesamtschadens wurde noch nicht bekannt gegeben.

Einen Einbruch in eine Spielothek gab es zudem noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Hilden. Gegen 3:00 Uhr nachts wurden Zeugen durch lautes Klirren und Knallen aufgeschreckt, das die etwa acht bis zehn Täter beim Einbruch in die Räumlichkeiten der Spielothek verursachten. Anschließend versuchten die Einbrecher, einen Tresor zu stehlen, was ihnen aber nicht gelang. So flüchteten sie ohne Beute aus der Spielothek in Richtung eines Waldes, wie die Zeugen beschrieben, die natürlich auch schon die Polizei alarmiert hatten. Diese kamen jedoch nicht mehr rechtzeitig an der Spielothek an, sodass die Täter verschwinden konnten. Von ihnen fehlt leider bislang auch noch jede Spur. Zwar konnten die Einbrecher keine Beute machen, einen Gesamtschaden im fünfstelligen Bereich hinterließen Sie in der Spielothek aber dennoch.

Ein dreister Diebstahl wurde erst spät bemerkt

Zu einem sehr dreisten Diebstahl kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag n einer Spielhalle in Braunschweig. In der Zeit zwischen 23:57 Uhr und 0.41 Uhr haben bislang unbekannte Täter während der Öffnungszeiten der Spielhalle zwei Spielautomaten aufgebrochen und das darin befindliche Bargeld aus den Geldkassetten gestohlen. Anschließend verwischten sie noch ihre Spuren des Automatenknackens, sodass der Diebstahl zunächst nicht auffiel. Erst am Montagmorgen, als ein Mitarbeiter die beiden Geldkassetten leeren wollte, fiel der Diebstahl auf. Die Polizei wurde daraufhin alarmiert und sicherte Spuren. Bisher gibt es aber wohl noch keine Hinweise zu den Tätern. Fest steht jedoch, dass diese eine Beute im vierstelligen Eurobereich machen konnten. Ein Sachschaden an den betroffenen Spielautomaten ist zudem bestimmt auch noch entstanden.

 

Quelle: Presseportal.de