Leuchtender Spielautomat als Symbolbild zur Merkur Casino Lizenz Österreich

Kommt bald die Merkur Casino Lizenz Österreich? Das Glücksspielunternehmen aus Deutschland kämpft um eine weitere Glücksspiellizenz. (Bildquelle: AidanHowe aif Pixabay)

Die Ausschreibung der Casino-Lizenzen in Österreich lässt weiter auf sich warten. Doch mit der Merkur-Gruppe hat sich nun ein Unternehmen klar zu Wort gemeldet, das bei der Vergabe mitmischen möchte. Der deutsche Glücksspielkonzern will sich um eine Lizenz bewerben, sobald das Verfahren startet. Damit rückt die Merkur Casino Lizenz Österreich schon vor dem offiziellen Beginn der Ausschreibung in den Mittelpunkt.

Für Merkur wäre der Schritt nach Österreich kein ganz neues Kapitel. Bereits vor mehr als zehn Jahren hatte die damalige Gauselmann Gruppe versucht, im österreichischen Casinogeschäft Fuß zu fassen. Am Ende wurde daraus jedoch nichts. Heute geht der Konzern mit einer anderen Ausgangslage in das Thema. Merkur hat in den vergangenen Jahren mehrere Spielbanken in Deutschland übernommen und dort eigene Konzepte umgesetzt.

In Deutschland kennen viele Spieler die Marke vor allem durch die Merkur Spielhallen, bekannte Spielautomaten und digitale Angebote wie das Merkur Online Casino. Dazu kommen inzwischen auch Erfahrungen aus dem klassischen Spielbankengeschäft. Genau diese Mischung kann bei einer möglichen Bewerbung in Österreich wichtig werden. Denn eine Casino-Lizenz bedeutet längst nicht nur, dass irgendwo Automaten und Spieltische stehen. Es geht ebenso um Personal, Standorte, Spielerschutz und ein Angebot, das die Gäste auch wirklich erreicht.

Merkur Casino Lizenz Österreich: Unternehmen bereitet sich auf die Ausschreibung vor

Wie die Ausschreibung in Österreich genau aussehen wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Das macht die Vorbereitung nicht gerade einfacher. Trotzdem beschäftigt sich Merkur bereits mit dem Markt, den möglichen Standorten und den bestehenden Strukturen. Grundsätzlich zeigt der Konzern Interesse an allen Casino-Lizenzen in Österreich. Je nach Verfahren könnten also zwölf bis 15 Standorte betroffen sein.

Besonders interessant wird die Frage, ob die Lizenzen einzeln oder in Paketen vergeben werden. Für Merkur wäre eine Einzelausschreibung der Standorte aus Wettbewerbssicht wohl die bessere Lösung. Dann könnten Bewerber gezielter antreten und für einzelne Casinos eigene Konzepte vorlegen. Sollte sich der Staat für eine andere Variante entscheiden, will Merkur aber auch darauf vorbereitet sein.

Ein Thema sind auch die heutigen Standorte. Nicht jedes Casino lässt sich ohne größere Veränderungen moderner aufstellen. Manche Häuser sind für neue Unterhaltungsangebote, mehr Service oder ein anderes Raumkonzept nur bedingt geeignet. Merkur würde es deshalb begrüßen, wenn Standorte innerhalb der Gemeinden verlegt werden könnten. Ähnliche Erfahrungen sammelt der Konzern bereits in Niedersachsen, wo mehrere Casino-Standorte übernommen wurden und nun Schritt für Schritt verbessert werden sollen.

Sollte Merkur in Österreich tatsächlich zum Zug kommen, dürften auch die Mitarbeiter eine wichtige Rolle spielen. Der Konzern geht davon aus, bestehende Teams zu übernehmen. Das wäre auch naheliegend, denn Spielbanken brauchen erfahrenes Personal. Zusätzlich könnten neue Mitarbeiter notwendig werden, wenn Tischspiele, Service und Unterhaltung stärker ausgebaut werden.

Merkur Group kämpft um österreichische Glücksspiellizenz.

Merkur verweist beim Casinogeschäft auf deutliche Erfolge in Deutschland und sieht genau diese Erfahrung auch für Österreich als wichtigen Vorteil. Durch ein neu ausgerichtetes Spielangebot und automatisierte Casino-Management-Systeme sollen die Mitarbeiter mehr Zeit für die Gäste haben. (Bildquelle: Merkur Group)

Österreich bleibt für Merkur ein spannender Markt

Die Merkur-Gruppe sieht im österreichischen Glücksspielmarkt weiterhin Potenzial. Viele Spielbanken wirken heute noch sehr klassisch geführt. Genau hier könnte der Konzern ansetzen. Der Besuch im Casino soll wieder stärker als Erlebnis wahrgenommen werden. Nicht nur Spielautomaten, nicht nur Spieltische, sondern ein Angebot, das für die Gäste mehr bietet.

Dazu gehören bessere Serviceangebote, moderne Spielbereiche und Unterhaltungsformate, die zum jeweiligen Standort passen. Es muss nicht überall eine große Bühne stehen. Wichtiger ist, dass Raum, Personal und Konzept zusammen funktionieren. Gerade in Wien sieht Merkur offenbar Möglichkeiten, solche Ideen umzusetzen.

In Deutschland verweist das Unternehmen bereits auf eigene Erfolge. In Nordrhein-Westfalen wurden ehemals staatliche Casinos übernommen. Dort sollen sich die Gästezahlen und Einspielergebnisse deutlich verbessert haben. Auch in Sachsen-Anhalt spricht Merkur von einer starken Entwicklung. Dort sollen sich die Gästezahlen seit dem Einstieg des Konzerns fast verzehnfacht haben.

Neben den Spielbanken spielt auch die digitale Erfahrung eine Rolle. Viele Spieler kennen Merkur heute nicht nur aus der Spielhalle, sondern auch durch das Online Casino und bekannte Merkur Spielautomaten. Diese Verbindung aus stationärem Glücksspiel und digitalen Angeboten kann bei einer modernen Ausrichtung der Casinos ein Vorteil sein.

Ein wichtiger Punkt bleibt zudem der Spielerschutz. Bei der Vergabe der Lizenzen dürfte genau darauf besonders geachtet werden. Merkur verweist auf eigene Konzepte, externe Zertifizierungen und eine international besetzte Spielerschutzkommission. Gefährdetes Spielverhalten soll früh erkannt werden, damit rechtzeitig gehandelt werden kann.

Wann die Ausschreibung wirklich startet, ist noch offen. Merkur rechnet aktuell mit dem Herbst und hofft auf klare Regeln. Ob die Merkur Casino Lizenz Österreich am Ende wirklich kommt, muss sich also erst zeigen. Sicher ist aber, dass sich mit Merkur ein starker Bewerber in Stellung bringt.