Malta: Neues Glücksspielgesetz – was ändert sich?

Neues GlücksspielgesetzBereits im Sommer des vergangenen Jahres kündigte die Malta Gaming Authority an, den gesamten Bereich der Online Casinos Lizenzen zu überarbeiten. Zusätzlich war klar, dass das maltesische Parlament sich ebenso mit den neuen Regularien innerhalb der Europäischen Union zu den Themen Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung auseinander setzen muss. All diese Veränderungen, zusammen mit dem Aufkommen völlig neuer Technologien wie Blockchain und Kryptowährungen, machen eine Überarbeitung des maltesischen Glücksspielgesetzes unumgänglich. Welche Auswirkungen dies auf die Betreiber der Online Casinos mit Lizenz aus Malta und für uns persönlich als Kunde hat, dem gehen wir jetzt etwas genauer auf den Grund.

System der Online Casinos Lizenz soll vereinfacht und die Befugnisse der mga ausgebaut werden

Nicht ohne Grund gilt die Online Casino Lizenz aus Malta als die wichtigste Konzession für virtuelle Spielhallen die ihre Slots und Live Casinos Spiele grenzüberschreitend in der EU anbieten. Allerdings ist das System der Vergabe dieser so wichtigen Online Casino Lizenz mit den Jahren anscheinend etwas zu unübersichtlich gewachsen und neue technologische Innovationen zeigen immer wieder zuvor nicht bedachte Lücken auf. Deshalb soll zuerst einmal das neue maltesische Glücksspielgesetz sämtliche bestehenden Regeln, die bisher in verschiedenen Gesetzen zu finden waren, bündeln und diese ersetzen. Zusätzlich soll die mga als Regulierungsbehörde flexibler, effizienter und vor allem durchsetzungsstärker werden. Trotz der Ausweitung der Befugnisse soll im gleichen Atemzug die Bürokratie auf ein Mindestmaß reduziert werden. Mit all dieses Maßnahmen will sich Malta weiterhin als ein Zentrum des modernen Glücksspieles im Internet behaupten und gleichzeitig den Weg frei machen regulatorisch auf zukünftige, technologische, Entwicklungen vorbereitet zu sein. Der Parlamentarische Sekretär für Finanzdienstleistungen, digitale Wirtschaft und Innovation, Silvio Schembri, äußerte hierzu: „Diese Gesetzesvorlage ist ein wichtiger Schritt, um die Steuerung aller Glücksspieldienste, die in Malta und auf allen Kanälen angeboten werden, unter der Zuständigkeit der mga zu bündeln. Die Regierung will sicherstellen, dass die Glücksspielindustrie weiterhin verantwortungsbewusst, fair und frei von kriminellen Aktivitäten geführt wird, so dass die maltesische Gerichtsbarkeit ein sicheres und gut reguliertes Umfeld bietet, in dem sich die Industrie auch entwickeln und Innovationen erbringen kann.“

„Wir hoffen, eine Menge bürokratischen Aufwand zu beseitigen, indem wir die Effizienz und Flexibilität für die Regulierungsbehörde erhöhen, die Robustheit des derzeitigen Rahmens verbessern und die Regulierung auf die Ergebnisse ausrichten“, führte Schembri weiter aus. Er erklärte ebenfalls, dass mit dem neuen Glücksspielgesetz die iGaming-Industrie in Malta um zusätzliche 4 Prozent pro Jahr wachsen könnte.

Die wichtigsten Neuerungen der mga im Überblick:

  • Das Lizenzsystem wird vereinfacht und es wird in Zukunft nur noch jeweils ein Konzession für Business-to-Business (B2B) und Business-to-Consumer (B2C) vergeben.
  • Die mga bekommt neue Befugnisse zur Durchsetzung der Richtlinien zur Bekämpfung der Geldwäsche, der Terrorfinanzierung und beim Verbraucherschutz.
  • Die direkte Kontrolle und Überwachung der Lizenznehmer wird gestärkt.
  • Um den Spielerschutz und den Kampf gegen die Spielsucht zu verbessern, wird eine zentrale Sperrdatei aufgebaut, deren Daten über Selbstsperren und anderweitige Ausschlüsse allen Lizenznehmern zur Verfügung stehen und ebenso von ihnen beachtet werden müssen.
  • In Zukunft wird nach Ordnungswidrigkeiten und Straftaten unterschieden und hierfür neue, effektivere Verfahren zur Bewältigung entwickelt.
  • Verdächtige Sportwetten müssen gemeldet und der gesamte Bereich deutlich stärker von den Lizenznehmern überwacht werden, um Manipulationen von Sportwettbewerben einzudämmen.
  • Sämtliche Halter einer B2B-Lizenz werden von der Glücksspielsteuer in Malta befreit, was zu einer Stärkung dieses, für die Insel so wichtigen Wirtschaftssektors führen soll.

Ebenfalls im vergangenen Jahr machte die maltesische Regierung ebenso klar, auf die neuen Technologien wie Blockchain und Kryptowährungen setzen zu wollen. Dadurch soll Malta, genau wie zuvor bei den Online Casinos, in diesem Bereich ebenfalls zu einem Hot-Spot in Europa werden. Die kommende Regulierung, beispielsweise von Bitcoins für die Lizenznehmer und deren Internetcasinos, wird in den nächsten Monaten erwartet.

Nach den Mafia-Skandalen verlieren zahlreiche, italienische Online Casinos ihre Lizenz

In den letzten Monaten häuften sich die Probleme mit einigen, italienischen Betreibern, die mit einer Online Casino Lizenz aus Malta ihre Dienste in ganz Europa anbieten. So wurde erst im Oktober die Konzession von Phoenix International Ltd suspendiert, nachdem deren Besitzer und weitere Personen in Italien verhaftet wurden. Ihnen wird zu Last gelegt, Gelder über die Server in Malta gewaschen und Millionen an illegalen Geldern am Fiskus vorbeigeschleust zu haben. Besonders pikant hieran ist, dass es klare Verbindungen zur italienischen Mafia der Cosa-Nostra geben soll und bereits zuvor die Polizei des südeuropäischen Landes Malta davor warnte, dass diese versuche auf der Insel Fuß zu fassen. Nach anfänglichem Herunterspielen dieser Verbindungen und potentiellen Gefahren, hatte die mga eine äußert genaue Untersuchung aller Betreiber mit einer Online Casinos Lizenz aus Malta in Italien angekündigt. Diesen Prüfungen sind jedoch nun einige Firmen zuvorgekommen und haben mit sofortiger Wirkung ihre Verträge mit der mag gekündigt und damit im selben Augenblick ebenso ihren Konzessionen verloren. Obwohl die Chance hierbei äußerst gering ist, dass einige unserer Leser hier eventuelle gezockt haben könnten, wollen wir die Online Casinos und deren Betreiber nicht unerwähnt lassen. So ist beispielsweise die LB Group Ltd mit ihrer Plattform Leaderbet seit einigen Tagen nicht mehr mit der Malta Lizenz ausgestattet. Gleiches gilt für Pottery Mrc Ltd mit Potterbet, für Betting.com, Bettent.com und Giodani von Giodani Ltd. All diese Online Casinos, Plattformen für Sportwetten und dahinterstehenden Betreiber haben ihre Verträge aufgrund der Untersuchungen mit der mga gekündigt, was ein äußerst schlechtes Zeichen für deren Seriosität darstellt.

Wir können nur noch einmal ausdrücklich vor dem Spielen in diesen genannten Online Casinos oder dem Wetten auf diesen Plattformen warnen! Ohne eine gültige Konzessionen besitzen Sie keine Möglichkeit in einem Streifall Ihren Interessen zu vertreten. Deshalb schauen Sie hin und wieder auf unsere Blacklist an Online Casinos, von denen Sie lieber die Finger lassen sollten.

 

 

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