Phoenix International Ltd.Die Mafia und das Glücksspiel sind seit jeher miteinander auf die ein oder andere Weise miteinander verbunden. Doch dabei geht es schon lange nicht mehr um stickige, verrauchte Hinterzimmer, in denen illegal am Pokertisch gezockt wird, wie der neuste Fall der Phoenix International Ltd. leider aufzeigt. Die italienische Mafia hat für sich schon längst die Online Casinos entdeckt, in denen Millionen an Euro gewaschen oder mit allerlei Tricks Unsummen an den zuständigen Finanzbehörden illegal vorbei geleitet werden. Doch hierfür braucht es selbstverständlich gierige Betreiber, denen die legalen Einnahmen aus ihren eigenen Online Casinos immer noch nicht auszureichen scheinen. Eine dieser zwielichtigen Gestalten ist wohl Benedetto Bacchi, der Chef von Phoenix International Ltd., der nun in der Region Palermo im Zuge der Anti-Mafia-Operation „Game Over“ verhaftet wurde. Besonders pikant ist hieran, dass die Spuren der Kriminellen schon wieder nach Malta führen, denn das Unternehmen hat seine Lizenz von renommierten Malta Gaming Authority. Mittlerweile wurde diese jedoch vorerst suspendiert.

Mehrere Online Casinos und Sportwettenanbieter der Phoenix International Ltd. betroffen

Mehr als 200 Polizisten rückten vor wenigen Tagen in mehr als 40 Wettshops in der italienischen Umgebung von Palermo zu einer großangelegten Razzia mit dem Namen „Game Over“ an und verhafteten dabei insgesamt 23 Personen. Darunter befindet sich auch der Italien als „Wettkönig“ bekannte Benedetto Bacchi, der Besitzer von Phoenix International Ltd., einem Anbieter von Sportwetten und Online Casinos. Ihm und seinen mutmaßlichen Komplizen wird zur Last gelegt, illegale Glücksspielgewinne aus diesen Wettshops generiert zu haben. Die betroffenen Wettbüros sind an Datenübertragungszentren angeschlossen, die wiederum von bekannten Glücksspielunternehmen wie eben Phoenix International Ltd. betrieben werden. Durch die Zusammenarbeit der Glücksspieltempel und dem Betreiber des Datenzentrums konnten somit Millionen Euro illegaler Einnahmen vor dem Fiskus versteckt werden. Von diesen Machenschaften jedoch ahnten die Kunden in den firmeneigenen Online Casinos des Unternehmens wie B2875.com, Bsport24.com und B28sport.com nichts, die sich nach Herzenslust hier austobten. Allerdings dürfte es wohl jetzt Bauchschmerzen bereiten, wenn sie wissen, dass ein Teil der eigenen verloren Moneten in den Hände der Cosa-Nostra landete.

Die betreffende Staatsanwaltschaft geht davon aus, das Phoenix International jeden Monat rund 1 Million Euro an nicht deklarierten Einnahmen zu verzeichnen hatte. Ein großer Teil dieses Geldes wiederum soll später zurück an Mitglieder der italienischen Mafia Cosa-Nostra geflossen sein. Am Freitag erschienen er und seine mutmaßlichen Komplizen erstmals vor Gericht und wurden in den Punkten Geldwäsche, Mitgliedschaft in der Mafia, Betrug und zahlreichen weiteren Straftaten angeklagt.

Die mga hat zwar die Lizenz sofort suspendiert, doch der Imageschaden ist gewaltig

Nicht nur Phoenix International Ltd. hat nun seit der Anti-Mafia-Operation „Game Over“ ein gewaltiges Problem am Hals, auch die mga, die Malta Gaming Authority, dürfte dieses mal mit mindestens einem Blauen Auge aus der Sache gehen. Zwar hat die Glücksspielbehörde sofort nach der Verhaftung von Benedetto Bacchi die Lizenz von Phoenix International Ltd. suspendiert , doch ist es nicht das erste mal das ein eigener Lizenznehmer mit der Mafia verstrickt ist. Denn gerade einmal rund 2 Monate ist es her, da erschütterte der Skandal um Medialive Casino den k#leinen Inselstaat. Und auch hierbei ging es um Geldwäsche und illegale Gewinne aus nach Malta vernetzten Spielautomaten in Italien. Nun könnte die mga natürlich versuchen sich herauszureden und von der Professionalität der Mafia in diese Dingen schwadronieren, doch hat sich die Kontrollbehörde diesen eleganten Ausweg selbst abgeschnitten. Schon Ende November machte die Malta Times auf den Vorfall mit Medialive Casino aufmerksam, worauf wir damals hier eingingen und zog die Verbindung zur italienischen Mafia. Zudem wurden Stimmen laut, die behaupteten, die Mafia hätte ein verstärktes Interesse im maltesischen Online Casinos Bereich einzusickern. Doch anstatt diesen Behauptungen nachzugehen, entschied sich die mga Anfang Januar dazu, die Aussagen in einer Stellungnahme ins Lächerliche zu ziehen. So schrieb sie davon, dass dies alles nur böswillige Unterstellungen wären um der Online Casinos Branche von Malta zu schaden und bezeichnete die Artikel als sinnlos. Ebenfalls lobte die Behörde die eigenen Regularien und Kontrollmaßnahmen über den Klee, die es unmöglich machen würden, die Mafia bei Lizenznehmer einsickern zu lassen. Wie die mga sich nun aus selbst verursachten Klemme herausmanövrieren will, bleibt abzuwarten.

Sollten einige unserer Leser in diesen Online Casinos gespielt oder eventuell Sportwetten getätigt haben, sollten sich an die Malta Gaming Authority unter der Email-Adresse [email protected] wenden.

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