
Mit neuen Visa für Freelancer will Malta neue Fachkräfte auch aus Nicht-EU-Staaten für die heimische Glücksspielindustrie anlocken. (Bildquelle: pixabay by waldominguez)
Seit Jahren hält bereits der Boom der Glücksspielbranche mit Online Casino Betreibern und Buchmachern auf der beschaulichen Insel Malta nun schon an, kommt jedoch so langsam an gewisse Grenzen. Diese zeigen sich jedoch nicht etwa bei einer sinkenden Anzahl an Glücksspielunternehmen, die von hier aus ihre Geschäfte betreiben wollen, sondern in einem immer größer werdenden Mangel an Fachkräften. Gerade die moderne Glücksspielindustrie in Malta ist auf gut ausgebildete Angestellte und Arbeiter angewiesen, die über das Internet die digitalen Produkten und Dienstleistungen verkaufen, betreuen und weiterentwickeln. Diese oftmals als Freelancer oder digitale Nomaden arbeitende Gruppe, die theoretisch an jedem Ort der Welt mit Internetzugang arbeiten kann, will Malta nun erstmals mit speziellen Visa auch aus Nicht-EU-Staaten auf die Insel locken. Dies ist auch bitternötig, denn die bisherigen Arbeitsmigranten aus den EU-Mitgliedsländern können mit dem enormen Wachstumspotenzial der Branche kaum noch mithalten.
Die neuen Visa für Freelancer aus Nicht-EU-Staaten sollen den Fachkräftemangel von Malta lösen
Untätigkeit kann den Unternehmen, Verbänden und der Politik in Malta wahrlich nicht vorgeworfen werden, wenn es darum geht, alles Erdenkliche zu unternehmen, um die so wichtige Glücksspielindustrie des Landes zu stärken. Kaum wurde im letzten Jahr vor einem zunehmenden Fachkräftemangel gewarnt, setzten sich mit iGEN und Gaming Malta zwei äußerst wichtige Vereinigungen der maltesischen Glücksspielindustrie zusammen und kreierten die Online-Plattform WhyiGaming. Hier können sich seit September Interessenten über Jobangebote bei Online Casino Betreibern und Buchmachern in Malta informieren. Zusätzlich stehen Informationen über Visa, Einreisebestimmungen sowie den Immobilienmarkt und das kulturelle Leben auf der Insel zur Verfügung, die einen möglichen Umzug erleichtern sollen. Nach dieser Eigeninitiative vonseiten der Glücksspielindustrie folgt nun die Regierung mit der Schaffung neuer Visa, welche sich an Freelancer und digitale Nomaden aus Nicht-EU-Staaten richten wird. In der Testphase erhalten Interessenten für dieses bislang als „Nomad Residency Permit“ bezeichnete Programm zuerst ein sechsmonatiges Visum mit einer zusätzlichen Arbeitserlaubnis von einem Jahr. Später ist sicherlich mit einer einfachen Verlängerung oder einer Umschreibung in eine andere Art der Aufenthaltserlaubnis zu rechnen, sollte sich das neue Konzept als Erfolg herausstellen. Kosten werden die neuen Visa von Malta für Freelancer und digitale Nomaden aus Nicht-EU-Staaten 300 Euro, wie die Zeitschrift „Maltatoday“ erklärte und sich hierbei auf Alex Muscat bezog, den Parlamentarischen Staatssekretär für Staatsbürgerschaft.
Mit einem Anteil von mehr als 13 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung ist die Glücksspielbranche mit Online Casinos und Wettanbietern ein extrem wichtiger Sektor. Mehr als 10.000 Menschen sind bereits direkt oder indirekt in dieser Branche beschäftigt, mit stark steigender Tendenz. Dies erklärt, warum in vielen wichtigen Bereichen wie nun bei der Fachkräfteanwerbung aus Nicht-EU-Staaten durch die Visa für Freelancer und digitale Nomaden der Staat, Verbände und Unternehmen in Malta Hand in Hand zusammenarbeiten.
Alle ziehen auf der Insel an einem Strang
Erarbeitet wurde das neue Konzept zum Anwerben von hoch qualifizierten Fernarbeitern, wie die Online-Fachkräfte ebenfalls genant werden, von zwei wichtigen staatlichen Institutionen. Zum einen ist dies die Residency Malta Agency, die von Charles Mizzi geführt wird, sowie die Identity Malta Agency unter Anton Sevasta. Auf der Homepage letzterer Institution können sich in Zukunft beispielsweise Freelancer und Online-Arbeiter aus Nicht-EU-Staaten über die neuen Visa informieren und erfahren, welche Anforderungen an den Erhalt gestellt werden. Einige kleine Details sind allerdings schon jetzt bekannt wie zum Beispiel das Thema Steuern. Digitale Nomaden mit solchen neuen Visa und der damit verbundenen Aufenthaltserlaubnis müssen keine Steuern abführen, wenn sie online in anderen Ländern arbeiten und in anderen Gerichtsbarkeiten diese bereits abführen. Malta profitiert hier im Gegenzug vom Konsum auf der Insel, der ebenfalls Geld in den Wirtschaftskreislauf einspeisen wird und verschafft sich einen Vorteil beim Kampf um die besten Köpfe und Talente. Hier zu erklärte Charles Mizzi, der Chef der Residency Malta Agency: „Wenn es irgendwelche Lehren aus der Pandemie gibt, dann die, dass die Menschen mehr denn je bereit sind sich zu bewegen. Die Anzeichen wurden früh erkannt und deshalb hat Residency Malta diese neue Genehmigung eingeführt. Diese ermöglicht es digitalen Nomaden nach Malta zu kommen und hier zu arbeiten, während sie alle Vergünstigungen genießen, die Malta Ausländern bietet. Der Ablauf ist einfach und wir versprechen einen effizienten Service, den anspruchsvolle Nomaden erwarten.“
Alex Muscat, der Parlamentarische Staatssekretär für Staatsbürgerschaft in Malta, erklärte ebenfalls den weltweiten Wettbewerb um die besten Talente als Grund für die Schaffung der neuen Visa für Freelancer aus Nicht-EU-Staaten. So erläuterte er: „Mit dieser Initiative wird Malta auf den Zug der gestiegenen Nachfrage nach Fernarbeit weltweit aufspringen, da die Pandemie die Zielpfosten verschoben und neue Trends gesetzt hat. Menschen, die mit Technologie aus der Ferne arbeiten können, und Unternehmer mit einem Gespür für Reisen und das Entdecken neuer Länder und Kulturen werden in Malta willkommen geheißen.“
Hier finden Sie die Internetseiten der Residency Malta Agency sowie der Identity Malta Agency!
Jobangebote in Malta in der Glücksspielindustrie finden Sie auf der Seite von WhyiGaming!





























