
Coronavirus trifft Glücksspielbranche weltweit bis ins Mark. Warum dies so ist und welche noch gravierenden Auswirkungen kommen könnten, erfahren Sie jetzt. (Bildquelle: Pixabay by geralt)
Das neue Coronavirus hält weiterhin die Welt in Atem. Während jedoch die Zahl der Neuinfektionen im Ausbruchsland China durch die extremen Quarantänemaßnahmen langsam abflauen, verbreitet sich dafür der Krankheitserreger mit rasender Geschwindigkeit über den Globus weiter aus. Mit Erscheinen dieses Artikels gibt es bereits gemeldete Fälle in mehr als 70 Ländern auf allen Kontinenten außer der Antarktis. Eine Eindämmung des Coronavirus wird deshalb immer unwahrscheinlicher. Abseits all der persönlichen Schicksale bekommt nun zunehmend auch die globale Wirtschaft immer stärker die Auswirkungen der Pandemie zu spüren. Dabei trifft es bei Weitem nicht mehr nur die Tourismus-, Hotel- und Entertainmentbranche, sondern fast alle Sektoren stöhnen unter den heftigen Umsatzeinbrüchen. Ebenfalls massiv betroffen ist auch ein Wirtschaftsbereich, den viele Analysten eher weniger auf der Rechnung haben, dabei trifft das Coronavirus die gesamte Glücksspielbranche mit voller Wucht. Schlimmer noch, die Auswirkungen könnten in den nächsten Monaten noch deutlich gravierender werden.
Coronavirus trifft Glücksspielbranche an der empfindlichsten Stelle
Momentan kann niemand wirklich seriös vorhersagen, wie sich die momentan im Anfangsstadium befindliche Pandemie weiter entwickeln wird. Allerdings gibt es bereits Analysen, welche Auswirkungen für bestimmte Wirtschaftsbereich im besten wie auch schlimmsten Fall zu erwarten sind. Die Datenspezialisten von H2 Gambling Capital haben solch ein Prognose nun erstellt und zugleich Informationen über die bereits zu spürenden Auswirkungen veröffentlicht. Fest steht dabei schon jetzt: das Coronavirus trifft die Glücksspielbranche bereits massiv und dies an ihrer empfindlichsten Stelle, bei den Kunden. Momentan geht H2 Gambling Capital davon aus, dass für das gesamte Jahr der weltweite Bruttogewinn in diesem Sektor aus Casinos, Spielhallen und Online Casinos einen Rückgang von fast 8 Prozent zu erwarten hat. Dies wäre in den letzten 20 Jahren erst das zweite Mal, dass ein Schrumpfen des sonst so stark wachsenden Marktes eintreten würde.
In Zahlen ausgedrückt würde im besten Fall der weltweite Bruttogewinn der Glücksspielbranche nur um rund 1 Prozent sinken, sofern das Coronavirus relativ zeitnah eingedämmt werden könnte. In solchen einem positiven, aber nicht gerade realistischen Fall, täte sich der gesamte Bruttogewinn auf rund 452 Milliarden US-Dollar summieren und läge damit ungefähr auf dem Niveau von vor zwei Jahren. Gegenüber den Prognosen vor dem Ausbruch der neuen Krankheit hatten die Analysten jedoch noch 475 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2020 prognostiziert. Werden diese Zahlen herangezogen wären die 452 Milliarden Dollar sogar eine Reduzierung von fast 5 Prozent. Hierbei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass sich diese Zahlen auf das bestmögliche Szenario beziehen, ohne das Amerika, Europa und Afrika schwer in Mitleidenschaft gezogen wird. Im momentan schlimmsten Szenario hingegen, wenn das Coronavirus die ganze weltweite Glücksspielbranche trifft, könnte ein Abschmelzen des weltweiten Bruttogewinns auf bis zu 430 Milliarden US-Dollar erfolgen. Hierbei würde der gesamte Sektor auf das Niveau von 2017 zurückfallen.
Die Daten von H2 Gambling Capital sind mit Vorsicht zu genießen, da niemand voraussehen kann, wie stark sich das Coronavirus noch verbreiten wird und welche restriktiven Maßnahmen deshalb in verschiedenen Ländern unternommen werden. So könnten Quarantänemaßnahmen zu Schließungen von Casinos führen, aber eben auch genauso zu Abriegelungen ganzer Ortschaften oder Städte sowie Einreisesperren mit gravierenden Auswirkungen.
Das Glücksspielmekka Macao ist ein mahnendes Beispiel was noch kommen könnte
Um die möglichen Gefahren für die weltweite Glücksspielbranche einigermaßen abschätzen zu können, lohnt es sich einen Blick nahe an das Zentrum des Ausbruchs zu werfen, nämlich nach China, beziehungsweise ins Glücksspielmekka Macao. Das Coronavirus hat die dortige Glücksspielbranche mit voller Wucht getroffen. Aufgrund zahlreicher bestätigter Fälle wurde im Februar dieses Jahres eine extreme Quarantäne für alle Casinos, Kinos, Festivals und andere öffentliche Veranstaltung erlassen. Dies führte dazu, dass sämtliche 41 großen Casinos der Sonderverwaltungszone geschlossen wurden. Bereits im Januar zuvor hatte der gesamte Casinosektor bereits mit einem heftigen Einbruch der Besucherzahlen zu kämpfen, als in China der Ausbruch des Coronavirus so richtig Fahrt aufnahm. Für den ersten Monat in 2020 bedeutete dies einen Rückgang von gehörigen 11,3 Prozent beim Bruttoumsatz auf nur noch 22,126 Milliarden Pataca, der Währung von Macao. Umgerechnet bedeute dies nur noch einen Wert von etwas unter 2,8 Milliarden US-Dollar. War dies schon ein gewaltiger Rückgang, folgte im Februar durch das Schließen aller Casinos erst der richtige Crash. Um gewaltige 87,8 Prozent gingen in diesem Monat die Bruttoumsätze auf nur noch gerade einmal 3,104 Milliarden Pataca, beziehungsweise rund 388 Millionen US-Dollar zurück. Ein beispielloser Einbruch.
Für die ersten beiden Monate ergibt sich somit ein Umsatzrückgang von unglaublichen 49,9 Prozent und es sieht nicht danach aus, als ob sich die Situation in den nächsten Wochen substanziell entspannen würde. Zwar ist die Quarantäne und die damit verbundene komplette Schließung aller Casinos wieder aufgehoben worden, doch bleiben nun die Kunden aus. Viele Flugverbindungen innerhalb Chinas sowie zu weiteren wichtigen Kundenmärkten nach Vietnam, Südkorea oder Australien sind unterbrochen. Hinzukommt die Verunsicherung wegen möglicher Ansteckung mit dem Coronavirus, die viele Kunden davon abhält sich in die Nähe großer Menschenansammlungen zu begeben. Für die Casinos in Macao bedeutet dies, dass es wenig Sinn macht alle Spielbanken wieder zu eröffnen, weil einfach nicht genug Kunden vorhanden sind. Die Regierung von Macao stellte es deshalb den Betreibern frei, wann sie ihre Glücksspieltempel wieder für das Publikum öffnen wollen. Die stark gesunkene Anzahl an Kunden ist jedoch nicht das einzige Problem für die Glücksspielbranche, die in der Sonderverwaltungszone so hart durch das Coronavirus getroffen wurde. Es gelten ebenfalls extrem strenge Auflagen für die Betreiber, um die Kunden bestmöglich zu schützen. So müssen beispielsweise alle Gäste und die Angestellten einen Mundschutz tragen. Zusätzlich müss ebenso zwischen zwei sich in Betrieb befindlichen Spielautomaten ein ausgeschaltetes Geldspielgerät stehen, um die Kunden nicht zu nahe beieinander sitzen zu lassen. Bei den Tischspielen ein ähnliches Bild. Auch hier dürfen nur noch die Hälfte der Tische betrieben werden und zwischen den Kunden muss immer ein Stuhl frei bleiben. Nebenwetten aus der zweiten Reihe wurden sogar komplett verboten. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein entspanntes Spielgefühl. JP Morgan Securities geht deshalb beispielsweise davon aus, dass für das gesamte Jahr 2020 der Rückgang bei den Umsätzen sich auf bis zu -80 Prozent summieren könnte, je nachdem wie lange die Pandemie läuft.
Für die hart getroffenen Glücksspielbranche ist das Coronavirus wohl eine der größten Herausforderungen der letzten Jahrzehnte. Wie das Wynn Resort beispielsweise mitteilte, verlor der Betreiber aufgrund der Schließungen aller Casinos allein 2,5 Millionen US-Dollar pro Tag.
Südkorea hat es ebenfalls erwischt und Singapur wackelt
Nun lässt sich natürlich schnell behaupten, dass die Entwicklung in China ein Sonderfall darstellt, da das Land immerhin der Ursprungsort des neuen Coronavirus ist. Andere Länder könnten schließlich anders reagieren und zu weitaus weniger drastischen Maßnahmen bei der Eindämmung greifen. Allerdings zeigt sich anhand des zeitlichen Verlaufs und der Zahl an Infektionen, dass ebenso in andere Staaten durchaus ganz schnell ähnliche Szenarien entstehen können. Das nahe gelegene Südkorea zeigt dies zum Beispiel stellvertretend. Durch die rasante Ausbreitung des Coronovirus wurde auch hier die Glücksspielbranche bereits hart getroffen. Noch letzten September konnte Novomatic voller stolz verkünden, dass das größte Casino des Landes seinen Bestand an Novoline Spielautomaten auf fast 20 Prozent aller Geldspielgeräte aufstocken wird. Allerdings können im Kangwon Land Casino mittlerweile seit dem 23. Februar keine Kunden mehr Book of Ra oder sonst irgend ein Glücksspiel mehr konsumieren. Die einzige Spielbank des Landes in dem auch Südkoreaner und nicht nur Ausländer spielen dürfen wurde nämlich geschlossen. Bis heute ist nicht mal ansatzweise klar, wann die Situation sich überhaupt ändern wird, denn der Staat ist kaum in der Lage das neue Coronavirus überhaupt unter Kontrolle zu bekommen. Mehrfach wurde bereits der Wiedereröffnungstermin verschoben.
Bei den beiden weiteren Casinos im Land, die nur für Ausländer geöffnet sind, sieht es ebenfalls nicht rosig aus. Diese wurden nun ebenfalls aufgefordert ihre Pforten zu schließen. Hinzukommt für Südkorea das gleiche Problem, mit dem bereits Macao zu kämpfen hat, dem Ausbleiben der Kunden, selbst wenn geöffnet wäre. Immer mehr Länder in Asien kappen ihre Verbindungen zu Luft oder zur See, um ein Überspringen des Virus möglichst zu verhindern. Reisebeschränkungen und vor allem die Angst unter der Bevölkerung werden noch für lange Zeit massiven Einfluss auf die gesamte Glücksspielbranche im Land haben.
Der dritten großen Casinometropole in Asien, nämlich Singapur, dürfte dieses Horrorszenario mit geschlossen Casinos wohl noch bevorstehen, sollten sich die Zahl der Infektionen rasant steigern. Bislang vermeldete das größte Drehkreuz im Luftverkehr in Asien etwas mehr als 100 bestätigte Fälle, was sich jedoch aufgrund des eigenen Status im Luftverkehr schnell ändern kann. Sollte es hier zu einem ähnlichen Szenario mit mehr als 1.000 Infizierten kommen, würden hier ebenfalls Veranstaltungen, Feste, Messen und Casinos geschlossen werden. Zusammen mit Macao und Südkorea wäre das der Super-GAU für die gesamte asiatische Glücksspielbranche. Ebenso darf nicht vergessen werden, dass viele große Betreiber von Spielbanken ihren Sitz in Singapur haben und schon jetzt unter der gesamten Entwicklung zu leiden haben.
Nicht nur in Singapur könnte eine komplette Schließung aller Casino bevorstehen, auch Kambodscha, die Philippinen, und Vietnam, die ebenfalls über eine große Casinolandschaft verfügen, könnten betroffen sein. Sofern die Zahlen an Infektionen weiter außerhalb Chinas zunehmen, ist ebenso nicht davon auszugehen, dass gestrichene Flugverbindungen und Einreisesperren so schnell wieder aufgehoben werden.
Coronavirus könnte auch die europäische Glücksspielbranche treffen
Machen wir einen Sprung nach Europa, dem Kontinent, in dem die Pandemie gerade so richtig ins rollen kommt. Italien hat sich als Hauptort für einen großen Ausbruch herauskristallisiert und fast alle Länder auf dem Kontinent melden stündlich steigenden Infektionen. Obwohl mit der Lombardei sowie Venetien und weiteren kleineren Gemeinden bislang nur wenige Gebiete unter Quarantäne gestellt worden, sind auch hier bereits die ersten Auswirkungen spürbar. Je höher die Fallzahlen steigen, umso stärker wird das Coronavirus die Glücksspielbranche treffen, da die zunehmende Angst die Menschen immer mehr dazu bringen wird, Menschenansammlungen zu meiden. Casinos sowie Spielhallen fallen hierunter genauso wie Kinos oder anderweitige Veranstaltungen. Dies wird sich in einer zunehmenden Anzahl an ausbleibenden Kunden niederschlagen und so die Umsätze gewaltig nach unten drücken. Italien ist in Europa das Land mit den meisten aufgestellten Spielautomaten.
Bislang ist ebenfalls noch nicht abzusehen, ob mit steigenden Infektionen mit dem neuen Coronavirus womöglich doch noch strikte Quarantänemaßnahmen auf die europäische Bevölkerung zukommen. Dann wären neben den Spielbanken und Spielhallen ebenfalls die Hersteller beispielsweise von Spielautomaten betroffen. Schon jetzt dürften sich weggebrochene Lieferung von wichtigen Gütern für die Produktion bemerkbar machen. Kommen dann noch Quarantänen hinzu, dürften auch hier viele Fabriken wochenlang stillstehen, was mit herben Einbrüchen beim Umsatz und Gewinn einhergehen würde. Doch bereits jetzt kann es schnell die ein oder andere Firma treffen. Ein einziger Nachweis eines Mitarbeiters mit dem Coronavirus reicht aus, um theoretisch eine gesamte Abteilung lahmzulegen. Je höher dabei die Zahl der Erkrankten steigt, umso höher ist auch die Chance, dass so ein Fall schlussendlich auch tatsächlich eintrifft.
Bislang hat sich noch kein großer Spielautomatenhersteller zu den Auswirkungen der Pandemie geäußert. Weder Gauselmann, noch Novomatic oder Bally Wulff haben bisher erklärt, ob die Krise negative Folgen auf die eigene Produktion haben könnte. Auszuschließen ist dies jedoch in der globalen Wirtschaft mit seinen ausufernden Lieferketten mit Sicherheit nicht.
In den USA schließt das erste Casino wegen dem Coronavirus
Auch hinter dem großen Teich herrscht zunehmend Sorge darüber, dass das Coronavirus auch die Glücksspielbranche der USA massiv treffen könnte. Wie jetzt erst bekannt wurde, gab es bereits die erste Schließung eines Casinos, weil ein Mitarbeiter positiv getestet wurde. Hierbei handelt es sich um das Wildhorse Resort and Casino im Bundesstaat Oregon, welches vom dortigen Indianerstamm in deren Reservat betrieben wird. Brisant ist hieran weniger die niedrige Zahl an gemeldeten Infektion von gerade einmal drei Personen im ganzen Bundesstaat, sondern die Tatsache, dass bei zwei Infizierten der Ursprungsort nicht zurückverfolgt werden kann. Dies bedeutet nichts anderes, als dass das Coronavirus bereits in der dortigen Bevölkerung unerkannt zirkuliert. Dies bestätigte Dean Sidelinger, der staatliche Gesundheitsbeauftragte und Staatsepidemiologe gegenüber der Presse. Sollte diese Annahme sich bewahrheiten, dürften die bislang gemeldeten Fälle in den USA wohl nur die Spitze des Eisbergs abbilden.
Die Chance, dass es bei dieser einen Schließung eines Casinos in Oregon bleiben wird, tendieren nahezu gegen null. Die Situation in Europa hat bereits gezeigt, dass es kaum noch möglich ist das Coronavirus zu stoppen, sofern es sich einmal in der Bevölkerung festgesetzt hat. Deshalb richtet sich nun zunehmend der Blick nach Las Vegas, dem zweitgrößten Glücksspielmekka der Welt. Sollten hier die ersten Infektionen gemeldet werden, dürfte es ganz schnell vorbei sein mit der herrlichen blinkenden Glitzerwelt. Casinos können nämlich wie Brandbeschleuniger für eine globale Verbreitung wirken, da gerade in den Glücksspielmetropolen Menschen aus allen möglichen Ländern auf engem Raum zusammenkommen. Allein diese Tatsache könnte dafür sorgen, dass ein Casino nach dem anderen unter Quarantäne gestellt werden wird. Ob jedoch die Verantwortlichen genauso weit gehen werden, wie ihre Kollegen in Macao ist noch nicht abzusehen. Dies dürfte maßgeblich davon abhängen, ob die weltweiten Seuchenschutzbehörden überhaupt noch eine realistische Chance sehen das Coronavirus irgendwie einzudämmen. Fest steht allerdings schon jetzt, dass selbst bei der Aufrechterhaltung des Glücksspiels in Las Vegas auch dort die Besucherzahlen massiv in den Keller gehen werden.
Das Coronavirus trifft die Glücksspielbranche nicht nur bei den Casinos, Spielhallen und Produzenten von Spielautomaten und anderweitigem Zubehör. Die Industrie wird ebenfalls massiv durch den Wegfall oder das Verschieben von wichtigen Glücksspielmessen negativ in Mitleidenschaft gezogen. So hat erst gestern die G2E Asia, die größte Glücksspielmesse in Asien den Termin für die Veranstaltung auf den 28. Juli verschoben. Eigentlich sollte diese am 19. Mai stattfinden. Ob jedoch der 28. Juli wirklich als neuer Termin gehalten werden kann, steht ebenfalls noch in den Sternen.
Die Online Casinos sind wohl der einzige Profiteur vom Coronavirus
Bei all den negativen Entwicklungen in der globalen Glücksspielbranche stellt sich natürlich die Frage, warum H2 Gambling Capital für das Gesamtjahr im schlimmsten Fall nur von einem Rückgang beim gesamten Bruttogewinn von -8 Prozent ausgeht. Dies hat zwei Gründe. Zum einen geht selbst das schlimmste Szenario nicht von einer kompletten Schließung aller Casinos in Las Vegas, den USA und in Europa aus. Zum anderen werden die Online Casinos einen nicht gerade kleinen Anteil an den Einbrüchen kompensieren können. Die Datenanalysten gehen davon aus, dass der globale Anteil der Online-Glücksspielindustrie in diesem Jahr von 13,4 Prozent auf 14,7 Prozent klettern könnte. Kunden, die sich nicht mehr an belebte Orte begeben wollen oder deren Casinos in der Nähe geschlossen sind, werden eher zum Smartphone greifen und somit die Online Casinos befeuern. Sollte die Pandemie möglicherweise bis weit über das zweite Quartal andauern, könnte der Anteil sogar auf über 15 Prozent ansteigen, so H2 Gambling Capital.
Allerdings dürften nicht alle Betreiber vom Coronavirus gleichermaßen profitieren. Während Anbieter von Spielautomaten, Bingo und Ähnlichem recht sicher sind, sieht es bei den Buchmachern sowie bei Live Casinos schon weniger rosig aus. Die Anbieter von Sportwetten könnten hart von Spielabsagen getroffen werden. In der Schweiz wurde beispielsweise der komplette Betrieb der 1. und 2. Liga bereits eingestellt und dies bis mindestens Anfang April. Italien ist ebenfalls ein Wackelkandidat, der aufgrund seiner weltbekannten Clubs ein deutlich größeres Schwergewicht ist. In Sachen Live Casinos könnten ebenfalls Probleme auf die Anbieter sowie auch auf die Produzenten zukommen. Sollte es beispielsweise in den Studios von Evolution Gaming zu Infektionen bei den Mitarbeitern kommen, könnten ganz schnell schwarze Bildschirme die Folge sein.






























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