
Nach einer enormen Erhöhung des eigenen Angebotes hat Entain nun über seine Tochter Bwin die Übernahme von Enlabs erfolgreich abgeschlossen. (Bildquelle: bwin)
Entain, einer der größten Online Casino Betreiber und Buchmacher der Welt, setzt seinen weltweiten Expansionskurs weiter fort. Wie der Glücksspielkonzern mitteilte, wurde die millionenschwere Übernahme von Enlabs durch die eigenen Tochter Bwin Holdings (Malta) Limited erfolgreich abgeschlossen. Nach der deutlichen Erhöhung des eigenen Angebots vor einigen Wochen haben nun mehr als die geforderten 90 Prozent der Aktionäre ihre Anteile an den neuen Besitzer abgetreten. Hiermit stärkt Entain und Bwin vor allem das eigene Geschäft in Skandinavien sowie im Baltikum mit langfristigem Blick auf ganz Osteuropa.
Übernahme von Enlabs durch Bwin kostet Entain rund 370 Millionen Euro
Zuerst wollte der Glücksspielkonzern Entain über seine Tochter Bwin Holdings (Malta) Limited nur umgerechnet rund 275 Millionen Euro für Enlabs hinblättern. Der Übernahmekandidat ist vor allem im Baltikum mit seinen Marken sowohl im Bereich Sportwetten wie auch bei Online Casinos und Poker hervorragend aufgestellt und gehört dort zu den Marktführern. Außerdem gehört Enlabs das bekannte Ninja Casino, welches in Skandinavien einen äußerst hohen Bekanntheitsgrad besitzt. Im letzten Jahr glänzte der Betreiber mit starkem Wachstum in allen Märkten und übersprang erstmals die Schwelle von rund 50 Millionen Euro beim Umsatz. Zusammen mit der geplanten Expansion in die Ukraine und nach Weißrussland gewichtige Argumente, warum sich Entain dieses kleine Juwel unter den Nagel reißen wollte. Allerdings traf Entain mit seinem ersten Angebot von rund 275 Millionen Euro über die eigene Tochter Bwin unerwartet auf heftigen Widerstand bei Aktionären von Enlabs, weshalb die Übernahme nicht wie geplant abgeschlossen werden konnte. Viele hielten den Betrag für viel zu gering, was schließlich Entain dazu veranlasste, das Gebot für mehr als 90 Prozent der Wertpapiere Anfang März um fast 35 Prozent auf 370 Millionen Euro anzuheben.
Wie nun bekannt wurde, hat die deutliche Aufstockung des Angebots durch Entain und Bwin den Widerstand der Aktionäre von Enlabs gegen die Übernahme gebrochen und der Deal wurde endlich abgeschlossen. Insgesamt entschieden sich die Besitzer von rund 94,2 Prozent aller Aktien, ihre Wertpapiere zu veräußern. Dies sind weit über den geforderten 90 Prozent und so werden Optibet, Laimz, das Nina Casino sowie Bestpoker zukünftig zu Entain gehören. Des Weiteren hatte der Glücksspielkonzern und Besitzer vom SlotClub, dem PartyCasino sowie Ladbrokes den Mitarbeitern des Übernahmekandidaten für ihre gehaltenen Optionsscheine ein weiteres Angebot unterbreitet. Diese waren zumeist als Boni an die Angestellten in der Vergangenheit ausgehändigt worden. Hier konnte Entain über Bwin rund 1,35 Millionen der insgesamt 1,4 Millionen Scheine ebenfalls einsammeln und so auch diese Übernahme fast komplett abschließen. Die restlichen noch verbliebenen Aktien wird der Glücksspielkonzern noch über ein obligatorisches Erwerbsverfahren einziehen, bevor schlussendlich die Anteilsscheine komplett von der Börse genommen werden sollen. Verläuft alles nach Plan, kann dies bereits Anfang April soweit sein, wenn ebenfalls die Gelder für die Aktien für die erworbenen Aktien fließen.
Bislang war Entain mit Bwin, Ladbrokes sowie dem PartyCasino vor allem in West- und Zentraleuropa sowie in Amerika sehr stark aufgestellt. Mit der abgeschlossenen Übernahme von Enlabs durch die Tochter Bwin wird nun die Expansion nach Osteuropa massiv ausgeweitet. Nachdem bereits das Baltikum seinen Online-Glücksspielmarkt in den letzten Jahren reguliert hatte, werden nun die Ukraine und wahrscheinlich auch Weißrussland folgen. Vor allem die Hauptmarke Optibet von Enlabs hat hier sehr gute Karten wie zuvor im Baltikum schnell zu einem der Marktführer aufzusteigen.





























