Fabio Abate Schweizer Glücksspiel

Mit Fabio Abate bekommt die Schweizer Aufsichtsbehörde fürs Glücksspiel ESBK zum Jahresbeginn einen neuen Präsidenten an der Spitze. (Bildquelle: pixabay by klausdie)

An der Spitze der Eidgenössischen Spielbankenkommission in der Schweiz zeichnet zum kommenden Jahr ein Wechsel ab. Wie die Aufsichtsbehörde des Landes nun mitteilte, wird ab dem 1. Januar 2021 Fabio Abate zum neuen Präsidenten ernannt und wird somit der neue Herr über das Schweizer Glücksspiel werden. Damit löst Abate Hermann Bürgi ab, der über viele Jahre der Eidgenössischen Spielbankenkommission vorsaß und nun zeitgleich seinen Rücktritt vom Chefposten bekannt gab.

Fabio Abate wird das Schweizer Glücksspiel durch die Moderne führen

Neben der Volksabstimmung vom 7. März 1993, welche das mehr als 100 Jahren geltende Verbot von Spielbanken in der Schweiz beendete, ist das neue Geldspielgesetz von 2019 das zweitwichtigste Regelwerk in Sachen Glücksspiel im Land. Immerhin wurde damit der Weg für die Online Casinos in die Legalität geebnet, auch wenn dies mit viel Bauchschmerzen durch die Schaffung eines Oligopols verbunden war. Schließlich dürfen seit diesen Tagen in der Schweiz nur die Spielbanken Live Casino Spiele sowie Spielautomaten mit Echtgeld den Bürgern auch online anbieten. Seit Beginn an ist für die Überwachung der Casinos sowie neue auch der Internet Spielbanken die Eidgenössische Spielbankenkommission zuständig, die ebenso die Konzessionen vergibt und die einzelnen Glücksspiele zertifiziert. Mit Fabio Abate wird die Aufsichtsbehörde zu Beginn des neuen Jahres einen neuen Chef erhalten, der als Herr über das Schweizer Glücksspiel den langjährigen Präsidenten Hermann Bürgi in seiner Position beerben wird.

Fabio Abate, ein selbstständiger Anwalt aus Locarno, wurde erst zu Beginn dieses Jahres zum Mitglied der Eidgenössischen Spielbankenkommission berufen und wurde sogleich deren Vizepräsident. Neben seinem Engagement bei der ESBK für das Schweizer Glücksspiel war Fabio Abate zudem von 2000 bis 2011 Nationalrat für Tessin sowie darauffolgend bis 2019 im Ständerat für das Kanton tätig. Nach seinem Rücktritt aus der Politik im vergangenen Jahr und dem Eintritt in die Eidgenössische Spielbankenkommission kann er sich nun voll und ganz ab nächstem Jahr seiner neuen Aufgabe als Präsident widmen. So dürfte unter der Führung von Fabio Abate wohl das Schweizer Glücksspiel im Bereich der Online Casinos weiter ausgebaut werden, während gleichzeitig die ausländischen Betreiber noch stärker durch Netzsperren vom Markt ferngehalten werden. Allein in der Amtszeit des noch amtierenden Präsidenten der ESBK stieg die Zahl der gesperrten Seiten auf mittlerweile 283 Online Casinos an.

Hermann Bürgi leitete die Eidgenössische Spielbankenkommission als deren Präsident seit Februar 2013 und gab nun seinen Rücktritt zum 31. Dezember 2020 bekannt. Neben seiner Tätigkeit bei der ESBK, in der er bereits im April 2012 Mitglied wurde, war dieser ebenfalls wie Fabio Abate in der Politik tätig. Hier bekleidete er von 1986 bis 1996 das Amt des Regierungsrats von Thurgau und war von 1999 bis 2011 zudem für sein Kanton im Ständerat präsent.