
Kreditkarten in Online Casinos in Großbritannien sollen anscheinend durch die UKGC verboten werden. Auch eWallets wie PayPal könnten betroffen sein. (Bildquelle: Pixabay by stevepb)
Trotz immer neuer Zahlungsoptionen, die im Internet auf den Markt drängen und für den Kunden alles schneller und komfortabler machen sollen, gehören Kreditkarten immer noch zu den wichtigsten Transfermethoden in den Online Casinos. Egal ob Visa oder Mastercard, Kunden schätzen hier vor allem die seit Jahren gewohnte einfache Verwendung und die sofortige Bereitstellung des Geldes. Nun allerdings könnte diese so häufig benutzte Zahlungsoption in allen Online Casinos mit einer Lizenz aus Großbritannien wegfallen, zu denen auch einige der besten virtuellen Spielhallen im Allgemeinen gehören. Wie der „Guardian“ jetzt berichtete, soll eine seriöse Quelle aus dem Umfeld der britischen Glücksspielaufsichtsbehörde, der UKGC, das kommende Aus für Kreditkarten in Online Casinos bestätigt haben. Des Weiteren soll bereits für den kommenden Dienstag die offizielle Verkündung für das Verbot geplant sein.
Seit geraumer Zeit wird die Verwendung von Kreditkarten in Online Casinos von verschiedenen Organisationen aus dem Bereich Spielerschutz heftig kritisiert. Durch das einfache Aufnehmen von Krediten über diese Karten stürzen immer wieder Kunden von Online Casinos in finanzielle Probleme. Für die Befürworter eines Verbots von Kreditkarten als Zahlungsoption sollen Verbraucher nur mit dem Geld spielen können, welches sie auch tatsächlich besitzen.
Der wichtige Unterschied zwischen Kredit- und Debitkarten
Wie die britische Zeitung berichtet, soll die UKGC unmittelbar das Aus für Kreditkarten in Online Casinos in Großbritannien vorbereiten. Sollte sich dies bewahrheiten, hätte dies massive Veränderungen für die Kunden auf der Insel und womöglich ebenso für die Verbraucher im Rest von Europa. Die wohl beliebteste und wichtigste Zahlungsoption würde nach einer bestimmten Übergangszeit wegfallen und Kunden müssten sich dann eine andere Variante aussuchen, die wohl weniger komfortabel und einfach ist. Als Alternative, wem eWallets und andere moderne Zahlungsoptionen nicht zusagen, bliebe dann noch die Debitkarte, die einfache Karte der Hausbank. Anders als bei der Kreditkarte, bei der tatsächlich ein Kredit gewährt wird, der Ende des Monats dem Konto angelastet wird, wird der Betrag bei der Debitkarte sofort vom Bankaccount abgezogen. Allerdings ist hiermit die Zahlung deutlich langsamer. Diese zweite Kartenart wird auch nach dem Aus der Kreditkarten in Online Casinos weiterhin angeboten werden.
Ob von einem Kreditkartenverbot für britische Online Casinos auch die Kunden im Rest von Europa betroffen sind, wird wohl erst die genau Formulierung der Regularien aufzeigen. Entweder wird das Verbot dieser Zahlungsoption nur in Verbindung mit britischen Kunden verhängt oder für das Online Casino mit Lizenz der UKGC als Ganzes. In letzterem Fall dürfte die Zahlungsoption Kreditkarte im Online Casino oder bei den Sportwetten überhaupt nicht mehr angeboten werden.
Neben dem Aus von Kreditkarten in Online Casinos stehen die eWallets wie PayPal ebenfalls auf dem Prüfstand
Während das Aus für die Kreditkarten in Online Casinos als ziemlich sicher gilt, spekuliert der „Guardian“ noch über weitere Verbote von bestimmten Zahlungsmethoden. Hervorgehoben wurden hierbei vom Nachrichtenmagazin besonders die eWallets wie PayPal, Neteller oder Skrill. Angeblich könnte im Zuge des Verbots der Kreditkarten in Online Casinos ebenso eine Untersagung auf Verwendung dieser Kategorie an Zahlungsdienstleistungen erlassen werden. Laut dem „Guardian“ deutet daraufhin, dass es bei der damaligen Konsultation, die zu der Untersuchungskommission in der UKGC über Kreditkarten geführt hatte, eben auch um eWallets ging. Da hier zudem auch eine gewissen Form der kurzfristigen Kreditvergabe gegeben ist, ist es gut möglich, dass es nicht nur die Kreditkarten erwischen wird.
Als letzter Punkt der ganzen Neuerungen soll noch die Verwendung der Sperrsoftware GameStop zur Pflicht für alle Online Casino in Großbritannien werden. Diese zentrale Datenbank würde dann Spielsüchtigen deutlich den Zugang erschweren.
Ohne Kreditkarten und eWallets wird sich das Online Casino Sterben in Großbritannien beschleunigen
Schon vor einigen Monaten sahen wir bereits in naher Zukunft ein Online Casino Sterben in Großbritannien vorher. Der zunehmend stärker werdende Drang in Politik und Gesellschaft, dem Glücksspiel nach liberaler Phase wieder die Handschellen anzulegen, wird den gesamten Glücksspielmarkt heftig treffen. Das geplante Verbot von Kreditkarten in Online Casinos ist nur ein Bruchteil der heftigen Veränderungen. Über die Senkung des maximalen Einsatzes pro Spin auf nur noch 2 Pfund wie im terrestrischen Sektor wird offen diskutiert. Zusätzlich sind plötzlich die beliebten VIP- und Treueprogramme des Teufels und die Werbemöglichkeiten werden zunehmend unter moralischen Gesichtspunkten eingeengt. All dies vor dem Hintergrunde eines kommenden Brexit lassen nichts Gutes für die Branche in den nächsten Jahren auf der Insel hoffen.
Erst vor wenigen Tagen gab mit dem Royal Panda Casino ein weiteres renommiertes Online Casino seinen Rückzug aus Großbritannien bekannt. Zuvor hatten sich ebenso das Slotty Vegas Casino sowie das Vera&John Casino von der Insel zurückgezogen.





























