Bericht iGaming Trend 2026

Neue Glücksspielmärkte öffnen ihre Tore für private Anbieter. Gleichzeitig steigen die Steuern und die Anforderungen. Das alles zeigt ein Bericht zum iGaming Trend 2026 von SOFTSWISS. (Bildquelle: SOFTSWISS)

Dass erste Halbjahr 2026 ist vorbei und die Branche interessiert ringend, welche iGaming Trends sich 2026 bisher durchgesetzt haben. Eines wird beim Betrachten des iGaming Trend 2026 schnell deutlich, es gibt enorme Widersprüche in der bisherigen Entwicklung.

Während sich neue Glücksspielmärkte für private Anbieter öffnen, steigen in anderen Ländern die Steuern und regulatorischen Anforderungen. Auch Zahlungsprozesse, Werbung und technische Systeme geraten stärker in den Blick der Behörden.

Bereits im Oktober 2025 veröffentlichte SOFTSWISS seinen iGaming-Trendbericht 2026. Nach dem ersten Halbjahr zieht das Unternehmen nun eine erste Bilanz. Besonders auffällig sind neue Lizenzsysteme, höhere Abgaben und Kontrollen, die inzwischen weit über die eigentlichen Glücksspielanbieter hinausgehen.

Für Betreiber reicht es deshalb nicht mehr aus, nur eine Lizenz für den jeweiligen Markt zu beantragen. Je nach Land müssen auch Casino Software, Zahlungsmethoden und technische Abläufe an die jeweiligen Vorgaben angepasst werden.

iGaming Trend 2026: Es öffnen sich immer mehr neue Glücksspielmärkte

In den ersten Monaten des Jahres gab es zahlreiche Meldungen von neuen Glücksspielmärkten. Auch Finnland gehört dazu und nimmt seit März 2026 Lizenzanträge von privaten Unternehmen entgegen. Online Casinospiele, Wetten und weitere digitale Angebote dürfen jedoch erst ab Juli 2027 bereitstellt werden. Bis dahin war der staatliche Anbieter Veikkaus in mehreren Bereichen allein zuständig.

Wie sieht es in Finnland mit den gesetzlichen Vorgaben aus? Vorgesehen sind unter anderem Identitätsprüfungen, tägliche und monatliche Überweisungslimits sowie ein zentrales Selbstausschluss-System. Hinzu kommt eine Steuer von 22 Prozent auf die Glücksspielmarge.

Auch Irland ist inzwischen von der Planung in die praktische Umsetzung übergegangen. Seit Februar 2026 können Anträge für Online- und Offline-Wetten eingereicht werden. Weitere Lizenzarten sollen folgen. Noch nicht vollständig umgesetzt sind dagegen die geplanten Werbebeschränkungen, die Sozialfonds und das nationale Ausschlussregister.

Alberta ist bereits einen Schritt weiter. Seit dem 13. Juli 2026 können registrierte private Betreiber eigene iGaming-Plattformen in der kanadischen Provinz starten. Den Start haben auch Slot-Entwickler wie Play’n GO für sich genutzt und bieten Ihre Spiele den dortigen Online Casinos an. Eine Registrierung bei Alberta Gaming, Liquor and Cannabis reicht für den Start jedoch nicht aus. Zusätzlich benötigen die Unternehmen eine Vereinbarung mit der Alberta iGaming Corporation.

Der iGaming Trend 2026 hat auch Neuseeland fest im Blick. Dort gibt es jedoch für Betreiber und Anbieter eine Einschränkung, denn es werden höchstens 15 markenbezogene Lizenzen vergeben. Gleichzeitig gelten Vorgaben zu Spielzeiten, Einzahlungen, Identitätsprüfungen und Selbstausschlüssen. Auch bestimmte Zahlungsmethoden, wie die Kreditkarte, Autoplay-Funktionen und progressive Jackpots werden eingeschränkt.

SOFTSWISS klärt über die iGaming Trends 2026 auf und zeigt ein deutliches Ungleichgewicht in der Entwicklung.

Der Bericht zum iGaming Trend 2026 zeigt deutlich wie angespannt die Lage aktuell ist. Die Steuern steigen zunehmend, während neue Märkte auch weitere Chancen bieten. Doch eine Lizenz reicht schon lange nicht mehr aus. Auch Zahlungsmethoden- und Prozesse, Schnittstellen und die Zusammenarbeit mit Banken oder Softwarepartnern können darüber entscheiden, ob ein Angebot starten darf. (Bildquelle: SOFTSWISS)

Steuern belasten Anbieter

Bei den Steuern zeigt sich beim iGaming Trend 2026 ein anderes Bild. Eines, welches die meisten Online Casino Betreiber und Spielhallenbesitzer mit einem kritischen Auge betrachten dürften. Im Vereinigten Königreich stieg die Fernspielsteuer im April 2026 von 21 auf 40 Prozent. In den Niederlanden liegt die Glücksspielsteuer seit Januar bei 37,8 Prozent.

Nachteilig ist zudem, dass sich der Markt in den Niederlanden nur sehr langsam weiterentwickelt. Nach den von SOFTSWISS aufgegriffenen Daten entfielen im zweiten Halbjahr 2025 nur rund 53 Prozent der Ausgaben für Online Glücksspiel auf legale Anbieter. Fast die Hälfte floss weiterhin in den nicht regulierten Markt. Die Steuererhöhungen könnten negative Folgen für den Markt haben. Denn Betreiber könnten sich dazu entscheiden, dass Angebot zu verkleinern oder den Markt ganz zu verlassen.

Die Niederlande und das Vereinigte Königreich sind nicht die einzigen Regionen, die zur Steuererhöhung ansetzten. Auch Mexiko erhöhte seine Glücksspielsteuer von 30 auf 50 Prozent. Besonders teuer kann die Reform für ausländische Anbieter werden, da sie unter bestimmten Voraussetzungen auf die gesamten Einzahlungen der Nutzer besteuert werden.

In Kolumbien gilt seit März zusätzlich eine Verbrauchssteuer von 16 Prozent auf Online Glücksspiel und Wetten. Was erwartet die Branche also im zweiten Halbjahr 2026, wenn man sich den SOFTSWISS Trendbericht genauer ansieht? Eine klare Prognose gibt das Unternehmen nicht, geht aber von weiteren Verschärfungen bei der Regulierung aus.