
Die Banijay Group hat die Tipico Group Übernahme endgültig abgeschlossen. Damit übernimmt der Unterhaltungsanbieter eine Schlüsselrolle auf dem europäischen Glücksspielmarkt. (Bildquelle: Banijay Group)
Die Tipico Group Übernahme ist abgeschlossen und damit entsteht ein neuer Glücksspielgigant auf dem europäischen Markt. Die Banijay Group, die vor allem in der Unterhaltungsbranche einen bekannten Namen trägt, hat die Übernahme der Tipico Group erfolgreich beendet. Für die Banijay Group ist das ein wichtiger Meilenstein, denn mit diesem Zusammenschluss wird das eigene Glücksspielgeschäft deutlich erweitert.
Durch die Übernahme kommen gleich mehrere bekannte Marken zusammen. Betclic, Tipico und Admiral werden nun unter Banijay Gaming zusammengeführt. Damit entsteht ein Anbieter, der in mehreren regulierten Märkten eine starke Position besitzt. Besonders Deutschland, Frankreich, Portugal, Österreich, Polen und die Elfenbeinküste stehen dabei im Mittelpunkt. In diesen sechs Märkten kann Banijay Gaming nun seine Präsenz weiter ausbauen.
Die Tipico Group durch Banijay Group zu übernehmen, ist also nicht nur eine einfache Erweiterung. Sondern die Banijay Group möchte sich mit diesem Schritt als neuer Marktführer im Bereich Online Casino und Sportwetten in Europa etablieren. Nach Angaben des Unternehmens ist Banijay Gaming nun der Marktführer für Sportwetten in Kontinentaleuropa.
Tipico Group Übernahme stärkt Banijay Gaming
Die Tipico Group Übernahme bringt für Banijay Gaming zahlreiche Vorteile mit. Durch den Zusammenschluss vereint die Gruppe verschiedene Stärken, die sich gut ergänzen. Betclic bringt seine digitale Plattform, seine CRM-Erfahrung und das eigene Pokerangebot mit ein. Tipico wiederum ist vor allem für den automatisierten Handel und die starke Omnichannel-Ausführung bekannt. Admiral ergänzt das Angebot zusätzlich.
Damit kann Banijay Gaming sein Produktangebot deutlich erweitern. Besonders im Bereich Sportwetten ist das ein wichtiger Punkt. Spieler erwarten heute nicht nur ein großes Wettangebot, sondern auch einfache Abläufe und ein stabiles Nutzererlebnis. Genau hier möchte die neue Gruppe ansetzen.
Der Zusammenschluss soll außerdem dabei helfen, die Produktinnovation zu beschleunigen. Gleichzeitig möchte Banijay Gaming sein Omnichannel-Angebot verbessern. Das bedeutet, dass die Verbindung zwischen digitalen Angeboten und stationären Strukturen weiter gestärkt werden soll.

Im Januar diesen Jahres entschloss sich die Banijay Gaming die Mehrheitsanteile an bet-at-home zu verkaufen und auf Tipico zu setzen. Die Übernahme ist nun vollständig abgeschlossen. (Bildquelle: Banijay Group)
Neue Führungsstruktur nach der Übernahme
Mit der Übernahme der Tipico Group durch Banijay Group verändert sich auch die Führungsstruktur. Nicolas Béraud, früherer CEO von Betclic, soll laut Angaben der Vorsitzende des Verwaltungsrats von Banijay Gaming werden. Joachim Bacic, der ehemalige CEO von Tipico, übernimmt die Position des stellvertretenden Vorsitzenden.
Auch bei den Marken selbst gibt es Veränderungen. Julien Brun, zuvor COO, wird CEO von Betclic. Mate Bacic übernimmt die Leitung von Tipico. Zuvor war er bereits CEO von Tipico Austria und Admiral Austria. Damit bleiben viele erfahrene Führungskräfte aus den bestehenden Unternehmen an Bord.
Das ist besonders wichtig, denn die Integration von so großen Marken ist keine kleine Aufgabe. Banijay Gaming muss nun verschiedene Plattformen, Märkte und Unternehmensstrukturen zusammenführen. Ob das in allen Bereichen reibungslos gelingt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.
Banijay Group erwartet starke finanzielle Entwicklung
Auch finanziell soll die Tipico Group Übernahme eine große Rolle spielen. Banijay Gaming erwartet durch den Zusammenschluss eine Verdopplung des Umsatzes, des bereinigten EBITDA und des bereinigten freien Cashflows. Pro forma hätte Banijay Gaming im Jahr 2025 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro erzielt. Das bereinigte EBITDA hätte bei 0,9 Milliarden Euro gelegen.
Für die gesamte Banijay Group fallen die Zahlen noch umfangreicher aus. Einschließlich des Zusammenschlusses mit All3Media hätte die Gruppe pro forma im Jahr 2025 einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro erreicht. Das bereinigte EBITDA hätte bei 1,6 Milliarden Euro gelegen. Der bereinigte freie Cashflow hätte 1,2 Milliarden Euro betragen.
Zusätzlich rechnet Banijay mit Synergien von rund 100 Millionen Euro. Diese sollen mittelfristig nach der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 entstehen. Rund 70 Millionen Euro sollen durch operative Einsparungen erreicht werden. Weitere 30 Millionen Euro sollen durch geringere Investitionsausgaben entstehen.
Zum Abschluss der Transaktion besitzt die Banijay Group rund 65 Prozent an Banijay Gaming. In den kommenden Jahren möchte die Gruppe diesen Anteil auf mindestens 72 Prozent erhöhen. Damit zeigt sich deutlich, wie wichtig das Glücksspielgeschäft für Banijay geworden ist.





























