
In Großbritannien geht die Gambling Commission hart gegen Glücksspielanbieter vor, die gegen die Regeln verstoßen. Nun traf es auch zwei Wettanbieter, denen die Lizenzen entzogen wurden. (Bild von clarencealford auf pixabay.com)
Glücksspielanbieter haben es in Großbritannien nicht leicht. Und nein, das ist keine Meldung die einmal mehr die Coronakrise beinhaltet. Die britische Gambling Commission (UKGC) entzog jüngst die Lizenzen von zwei Wettanbietern und implementierte Überwachungsmaßnahmen um sicherzustellen, dass die Anbieter in der Zukunft die strengen Auflagen der Kommission einhalten. Die beiden Anbieter Dynamic (bekannt unter dem Namen Prophet) und Sportito verstießen gegen die Integration einer Möglichkeit zur eigeninitiativen Sperre an der Teilnahme von Glücksspiel. Diese obligatorische Möglichkeit für Spieler, sich selbst zu sperren, wird in Großbritannien GAMSTOP genannt. Dass diese Option zur Verfügung stehen muss und dass die UKGC keine Ausnahmen macht, wurde nun jüngst verdeutlicht.
GAMSTOP in Großbritannien ein Muss
Laut UKGC wurden alle Glücksspielanbieter mit legalen Operationen in Großbritannien bereits im Januar 2020 informiert über die Richtlinien zur Selbstsperre von Glücksspielaktivitäten namens GAMSTOP. Diese Richtlinien waren fällig zum 31. März 2020 und die UKGC ging nun gegen zwei Glücksspielanbieter mit Operationen in Großbritannien vor, welche diese Richtlinien nicht implementiert hatten. Einerseits betrifft das Dynamics, welche unter dem Namen Prophet operieren. Andererseits Sportito. Der Generaldirektor der britischen Gambling Commission, Neil McArthur, sagte hierzu:
„Die Möglichkeit zur eigeninitiativen Sperre ist ein wichtiges Instrument, um Spieler vor Spielsucht zu bewahren. GAMSTOP ist daher obligatorisch für alle Glücksspielanbieter. Wir reagierten mit entsprechenden Maßnahmen gegen alle Anbieter, die versäumten GAMSTOP zu implementieren und damit ihre eigenen Kunden in Gefahr bringen. Ein Lizenzentzug wurde bereits widerrufen, da der entsprechende Anbieter nun die Richtlinien befolgt. Unsere Überwachungen beider Anbieter bleiben davon unberührt.“
Der Lizenzentzug von Sportito wurde tatsächlich widerrufen durch die UKGC, da der Anbieter nun die Richtlinien befolge. Die britische Gambling Commission geht seit 2018 verstärkt gegen Glücksspielanbieter vor, die gegen die Richtlinien verstoßen. Dies kann verschiedenste Bereiche umfassen, darunter auch Richtlinien zur Verhinderung von Geldwäscherei, Richtlinien zur sozialen Verantwortung (z.B. Kampf gegen Spielsucht) und Verhinderung zur Finanzierung von Terror.
Rekordstrafen in Großbritannien für Glücksspielanbieter
Nur einen Tag vor der Bekanntgabe über den Lizenzentzug von Dynamic und Sportito, gab die UKGC bekannt, dass das amerikanische Glücksspielunternehmen Caesars Entertainment Corp. (World Series of Poker, Bally’s Las Vegas, Caesars Palace, Caesars Windsor, Flamingo Las Vegas, Harrah’s Las Vegas, Paris Las Vegas, Planet Hollywood Resort & Casino, Rio All-Suite Hotel & Casino, The LINQ Resort & Casino) zu einer Geldstrafe von 13 Millionen Pfund (ca. 14,7 Millionen Euro) wegen Verstößen gegen die Richtlinien zur Verhinderung von Geldwäscherei und dem Verstoß gegen soziale Verantwortungen. Wie wir schon früher berichteten, wurde unter anderem auch William Hills Marke „Mr Green“ zu einer Strafe in Millionenhöhe wegen ähnlicher Verstöße zur Kasse gebeten. Seit 2018 wurden somit Strafen in Höhe von ca. 33 Millionen Pfund (also rund 37,4 Millionen Euro) verhängt. Betroffen von den Geldstrafen waren seit 2018 zehn Glücksspielanbieter.





























