
Bwin und der DFB haben sich trotz einiger Kritik auf einer Verlängerung ihrer langjährigen Partnerschaft bis mindestens Ende 2026 geeinigt. (Bildquelle: dfb.de)
Die seit 2017 laufende Partnerschaft zwischen dem DFB und dem Anbieter von Sportwetten und Spielautomaten bwin ist ein eindrucksvolles Beispiel, dass Aussagen der Bildzeitung oftmals mit äußerster Vorsicht zu genießen sind. Noch vor zwei Wochen verkündete das Skandalblatt das Ende der Zusammenarbeit und behauptete, dass Mitte des Jahres der Konkurrent Interwetten beim Deutschen Fußball-Bund einsteigen würde. Wie nun jedoch von offizieller Seite des DFB vermeldet wird, handelte es sich hierbei um eine klassische „Ente“ und so geht die Partnerschaft mit bwin in Wirklichkeit in die nächste Runde.
Bwin und DFB setzen auf die bewährte Zusammenarbeit
Auch in den nächsten Jahren wird das Logo von bwin weiterhin im deutschen Profifußball zu sehen sein, dies gab nun der DFB auf seiner Internetseite bekannt. Die seit 2017 bestehende Partnerschaft wurde bis zum Ende des Jahres 2026 verlängert und umfasst weiterhin zahlreiche Werbemöglichkeiten für die Marke des Glücksspielkonzerns Entain. Darunter gehören der Zuschauermagnet DFB-Pokal der Männer sowie das Finale der Frauen. Weiterhin sind im Gesamtpaket enthalten die Frauen-Fußball-Bundesliga sowie die 3. Bundesliga der Männer. Bwin erhält das Recht sowohl in den Stadien wie auch auf den Social-Media-Kanälen mit dem eigenen Schriftzug auf Kundenfang gehen zu dürfen. Ob es tatsächlich vor der Entscheidung des DFB erneut für bwin tatsächlich ein Angebot vonseiten Interwettens gegeben hat, weiß wohl nur die Bildzeitung selbst. Sollte jedoch an der Geschichte etwas dran sein, dann könnte der Deutsche Fußballbund die Einnahmen pro Jahr deutlich gesteigert haben. In der Vergangenheit lag der Betrag, den bwin an den DFB zahlte, bei rund 12 bis 13 Millionen Euro für jede Saison. Ob es jedoch einen Zuschlag gibt und wie hoch dieser ausfällt, darüber hüllte sich der Verband bislang in Schweigen. Mit der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung bis 2026 zeigte sich der DFB zugleich unbeeindruckt von der Kritik in den letzten Monaten. Zuletzt forderte das Fanbündnis „Unsere Kurve“ einen Verzicht auf das Sponsoring durch Wettanbieter oder Online Casino Betreiber bei Vereinen sowie bei Verbänden. Ebenso führt seit einiger Zeit der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer einen Kreuzzug gegen die Glücksspielkonzerne und forderte ein Verbot der Werbung. Bei der letzten Innenministerkonferenz der Bundesländer konnte er sich allerdings mit seinem Standpunkt nicht durchsetzen, schließlich erlaubt der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag explizit das Marketing. Ohne solche Glücksspielwerbung würde den legalen Anbietern mit einer deutschen Lizenz wohl der letzte Vorteil genommen werden, was am Ende nur dem Schwarzmarkt zugutekommen würde.
Die reibungslose Partnerschaft mit bwin seit 2017 dürfte wohl einer der wichtigsten Gründe des DFB für die nun verkündete Verlängerung bis 2026 sein. Hierzu erklärte Holger Blask, der Sprecher der Geschäftsführung der DFB GmbH und Co. KG: „Die Fortführung der Partnerschaft ist ein Zeugnis des bestehenden vertrauensvollen und erfolgreichen Miteinanders. Wir freuen uns, bwin als Partner an unserer Seite zu haben. Gemeinsam mit bwin wird der DFB auch seine umfangreichen Bemühungen zum verantwortungsbewussten Umgang mit Sportwetten fortführen. Hierzu gehören insbesondere die DFB-Integritätsschulungen im Lizenzbereich und die Sensibilisierung gegenüber Suchtgefahren bei den Vereinen an der Basis des Fußballs. Bwin mit dem Unternehmensziel, der verantwortungsvollste Wettpartner zu sein, ist gerade auch aufgrund dieser Ausrichtung der ideale Partner.“





























