Karamba Casino in Schweden

Wegen seinem Casino Bonus soll das Karamba Casino in Schweden angeklagt werden. Sein Besitzer, Aspire Global, will sich jedoch nicht zum Sündenbock stempeln lassen.

In Schweden braut sich gerade ein Konflikt an, dessen Ausgang darüber entscheiden könnte, wie in Zukunft Online Casinos überhaupt mit einem Casino Bonus werben dürfen. Die dortige Verbraucherschutzbehörde Konsumentombudsmannen will das Kramba Casino und ihren Besitzer, den White Lable Casino Hersteller Aspire Global, wegen angeblichen Verstößen bei der Glücksspielwerbung verklagen. Der Besitzer des Karamba Casinos wiederum vermutet, dass die KO hiermit einen Präzedenzfall auf Kosten des Betreibers schaffen möchte, da die Regularien in Schweden zum erlaubten Marketing als schwammig gelten. Deshalb stellt sich hier die Frage, ob das Karamba Casino von Aspire Global in Schweden nun zum Sündenbock für die gesamte Branche und der unklaren Gesetzeslage gemacht werden soll?

Der Casino Bonus von Karamba steht im Visier der Konsumentombudsmannen

Schweden hat bereits eine recht strikte Auslegung beim Marketing mit dem beliebten Casinos Bonus und die dortige Glücksspielaufsichtsbehörde Spelinspektionen ist bekannt für ihre lockere Hand bei der Erteilung von Geldstrafen. In Schweden ist es für ein Online Casino wie Karamba nur erlaubt einem Kunden genau einen Willkommensbonus anzubieten und alle weiteren Formen von Casinos Boni sind dann tabu. Wie sich nun jedoch zeigt, ist nun selbst dieses einmalige Werben um neue Kunden in der Schusslinie. Wie die Verbraucherschutzbehörde Konsumentombudsmannen mitteilte, wird eine Klage gegen Aspire Global sowie gegen dessen Karamba Casino vorbereitet. Grund hierfür ist der angebotene Casinos Bonus in Schweden, der den dortigen Kunden ein Bonusguthaben sowie 100 Freispiele offeriert. An diesem gängigen Modell, welches in fast jedem Online Casino dieser Welt zu finden ist, stößt sich die KO an gleich mehreren Punkten. Zum einen sind dies die Bonusbedingungen wie das insgesamt 35-malige Umsetzen des Bonusguthabens in 21 Tagen sowie die nur 24-stündige Geltungsdauer der Freespins. Laut der Beurteilung durch die Konsumentombudsmannen, würde dies den Kunden unter Druck setzen und zusätzlich müsste dieser enorme Gelder investieren, um schlussendlich theoretische Gewinne zur Auszahlung bringen zu können.

Ein weiterer Punkt betrifft zum anderen, dass die Bonusbedingungen zu klein geschrieben wären und wichtige Informationen erst durch eigenständige Suche des Kunden in den AGB’s des Karamba Casinos auffindbar wären. Zusätzlich bemängelt die KO die fehlenden Hinweise beim Marketing mit dem Casino Bonus, dass die Teilnahme für Personen unter 18 Jahren nicht erlaubt ist und Hinweise darüber wo Spielsüchtige Hilfsangebote finden könnten sollen ebenfalls fehlen. All diese Faktoren zusammen sollen laut der KO auf der einen Seite gegen das Glücksspielgesetz selbst sowie auf der anderen Seite auch gegen die Regularien beim Marketing verstoßen. Sollte es hier zu einer Anklage gegen Aspire Global und das Karamba Casino kommen und tatsächlich die Richter im Sinne von Konsumentombudsmannen urteilen, wäre dies wohl das endgültige Ende des Casino Bonus in Schweden. Zusätzlich könnte dies dazu führen, dass in Zukunft viele Anbieter dem nun regulierten Glücksspielmarkt in Schweden wieder den Rücken zukehren werden, da sich Kosten und Nutzen für sie in keinem gesunden Verhältnis mehr befinden würden. Schon jetzt hatten einige Online Casino Betreiber mit zum Teil herben Rückgängen im Umsatz seit Anfang dieses Jahres zu kämpfen. Ein dann wieder deutlich aufblühender Schwarzmarkt dürfte jedoch nicht wirklich im Interesse Schwedens sein.

Pär Magnusson, der Prozessberater bei KO, äußerte sich ebenfalls zum angestrebten Verfahren gegen das Online Casino von Aspire Global. Er erklärte: „Wir glauben, dass das Unternehmen die Anforderungen des Spielerschutzes verletzt, sowohl in Bezug auf die Moderation als auch auf die Verwendung des Casino Bonus in der Werbung. Das Unternehmen verleitet die Verbraucher dazu, durch Ködern um größe Beträge zu spielen, als sie dies normalerweise ohne dieses Marketing tun würden. Dies könnte jeden betreffen, der Schwierigkeiten hat, sein Glücksspiel zu kontrollieren.“

Aspire Global will sein Karamba Casino in Schweden nicht zum Sündenbock stempel lassen

Kurz nachdem bekannt wurde, dass die KO das Karamba Casino wegen seinem Casino Bonus anklagen möchte, bezog Aspire Global zu dem Sachverhalt Stellung. Hierbei machte der Betreiber klar, dass dieser nicht gedenkt seine Hauptmarke in Schweden zum Sündenbock stempeln zu lassen. Zum einen würde der Casino Bonus sehr wohl den Regularien des Glücksspielgesetzes entsprechen und zum anderen würde ebenfalls der Spielerschutz gewährleistet werden. Zugleich wirft der Glücksspielkonzern der OK vor, das Karamba Casino für die Schaffung eines Präzedenzfalls benutzen zu wollen. Aufgrund der Auslegbarkeit des schwedischen Glücksspielgesetzes möchte die Konsumentombudsmannen hier über ein Urteil die Rechtsprechung präzedieren und Klarheit über die Regularien erreichen. Dieser Vorwurf ist nicht von der Hand zu weisen, schließlich werben fast alle anderen Online Casinos im Land in ähnlicher Form, aber Karamba ist als einziges nun Gegenstand einer möglichen Klage.

Warum jedoch die KO ausgerechnet das Karamba Casino für solch eine mögliche Schaffung eines Präzedenzfalls herangezogen hat, könnte mit der jüngeren Vergangenheit von Aspire Global in Schweden zusammenhängen. Denn erst im April musste der Betreiber eine empfindliche Geldbuße durch die Glücksspielaufsichtsbehörde Spelinspektionen hinnehmen. Aspire Global hatte es versäumt seine eigenen Online Casinos wie Karamba an das vorgeschriebene zentrale Sperrsystem Spelpaus anzuschließen, was jedoch zügig nachgeholt wurde. Später dann im Juni wiederum gab es eine weitere Strafe wegen einem beworbenen gestaffelten Casinos Bonus. Diesen beurteilte Spelinspektionen, obwohl es sich hierbei nur um ein Angebot handelte, als einen wiederkehrenden Anreiz, bei dem mehrfach Bonusguthaben an den Kunden weitergegeben werden hätte können. Aufgrund dieser zwei Verstöße scheint das Karamba Casino sowie Aspire Global in den Augen der Verbraucherschutzbehörde Konsumentombudsmannen wohl der perfekte Kandidat für die Schaffung eines Präzedenzfalls zu sein. Für den Betreiber wiederum selbst ist dies nicht nur ärgerlich, sondern könnte im schlimmsten Fall wegen dann drei Verfehlungen sogar mit einem Lizenzentzug enden, sofern das Gericht der Argumentation der KO folgen würde.

Tsachi Maimon, der CEO von Aspire Global, kündigte an, in jedem Fall gegen die geplante Klage gegen das Karamba Casino und die Auslegung des schwedischen Glücksspielgesetzes durch die KO kämpfen zu wollen. So erklärte er: „Wir bestreiten, dass die Bonusangebote den Anforderungen eines moderaten Marketings im Glücksspielgesetz zuwiderlaufen. Ebenfalls sehen wir es kritisch, dass wir von der KO ausgesucht wurden, um einen Präzedenzfall zu schaffen. Wenn das Gericht eine Klage erhebt, wird Aspire Global der Auslegung des Gesetzes durch KO widersprechen.“