Spielhallen als OpferWenn es eine Woche gäbe, in der Spielhallen nicht Opfer von Raubüberfällen, Einbrüchen oder Diebstählen werden würden, dann würde man darüber wohl mehr als mit Freude berichten. Die vergangene Woche gehörte leider nicht zu einer solchen Woche. Ganz im Gegenteil, denn es gab wieder zahlreiche Spielhallen, in denen Kriminelle zugeschlagen haben.

Viele Räuber und Diebe waren deutschlandweit unterwegs

In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es in Dörpen zu einem Raub auf eine Spielhalle. Gegen 00.35 Uhr wollte die Spielhallenangestellte die Spielhalle verlassen. Drei unbekannte Täter kamen hinzu und drängten die 42-jährige Spielhallenangestellte sofort in die Spielhalle zurück und brachten sie zu Boden, unter anderem mit einem Kuhfuß. Der Angestellten wurden eine Taschenlampe und das Portemonnaie geraubt. Zudem versuchten die Täter noch, eine Geldwechselkassette aufzubrechen. Das gelang ihnen aber nicht, sodass die drei Täter nur die Taschenlampe und das Portemonnaie als Beute bekamen, bevor sie dann in unbekannte Richtung flüchteten. Die Spielhallenangestellte erlitt durch den Sturz zum Glück keine Verletzungen.

Ebenfalls in der Nacht von Montag auf Dienstag wurde auch in Hamburg-Horn eine Spielhalle überfallen. Um etwa 23.20 Uhr drang ein unbekannter und maskierter Täter in die Spielhalle ein. Der Täter war mit einem Messer bewaffnet, mit dem er die 70-jährige Spielhallenangestellte bedrohte. So konnte der Täter in die Kasse greifen und 130 Euro erbeuten. Damit flüchtete er anschließend. Die Angestellte wurde glücklicherweise nicht verletzt, erlitt aber einen Schock.

In Hilden kam es am Donnerstagabend gegen 22.15 Uhr in einer Spielhalle zu einem Zwischenfall, bei dem eine Geldkassette aus einem Spielautomaten entwendet wurde. Zwei unbekannte Täter begaben sich in die Spielhalle und direkt in die hinteren Räumlichkeiten dort. Als ein Alarm eines Automaten losging, begab sich die Angestellte dorthin und erwischte einen der Täter auf frische Tat, wie er gerade dabei war, das Geldfach eines Spielautomaten auszubauen. Als die Spielhallenangestellte den Täter am Arm packte, riss dieser sich los und flüchtete zusammen mit dem anderen Täter aus der Spielhalle. Die Frau wurde nicht verletzt. Wie hoch die Beute der beiden Täter ist, wurde nicht bekannt gegeben.

Ebenfalls am Donnerstag gab es auch im Märkischen Kreis Probleme in einer Spielhalle. Dabei wurden aber Kunden Opfer eines Diebes. Dreimal begab sich ein unbekannter Täter zwischen 13.00 und 19.00 Uhr in eine Spielhalle und stahl dort Spielern, die gerade eine Pause machten, Geld aus den Spielautomaten. Dafür drückte er bei den entsprechenden Spielautomaten auf den Auszahlungsknopf, nahm dann das Geld und ging wieder. Als ihn eine Zeugin dabei beobachtete und sie ihm hinterherlief, flüchtete der Täter. Auffallend war wohl, dass der Mann nicht nur eine Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen hatte, sondern auch noch einen sehr extremen Körpergeruch hatte. Wie viel Geld er stehlen konnte, ist nicht bekannt.

Gegen 19.15 Uhr am Donnerstag konnten in Korbach zwei Männer festgenommen werden, die mutmaßlich Spielautomaten in einer Spielhalle manipuliert haben sollen, um sich zu bereichern. Schon Tage zuvor hatten die beiden Männer in einer Spielhalle immer wieder auffallend große Gewinne gemacht, was sie sehr verdächtig gemacht hatte. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an, haben sich aber erhärtet, als die Polizei Materialien fand, die für eine Manipulation von Spielautomaten sprachen. Auch Bargeld in vierstelliger Höhe konnte die Polizei sicherstellen.

Am Donnerstagabend wurde gegen 23.00 Uhr in Heilbronn eine Spielhalle überfallen. Ein mit einer Sturmhabe maskierter und mit einem Messer bewaffneter Täter kam in die Spielhalle und forderte sofort die Herausgabe des Bargeldes. Die bekam der Täter auch und flüchtete danach sofort. Wie hoch die Beute war, die der Täter machen konnte, ist nicht bekannt.

Auch am Wochenende gab es Überfälle auf Spielhallen

Am Freitagmorgen gegen 7.50 Uhr kam es zu einem Spielhallenüberfall in Lamspringe. Ein unbekannter Täter machte zunächst einen auf „freundlichen Gast“ und schlug dann zu. Mit einem Messer und Pfefferspray bedrohte er die 63-jährige Spielhallenangestellte und forderte von ihr das Bargeld. Die 63-jährige Frau übergab dem Mann auch das Geld ohne irgendwelche Anstalten. Dennoch sprühte der Täter der Frau Pfefferspray ins Gesicht und verletzte sie damit so schwer, dass sie Hautreizungen und Atemnot erlitt. Anschließend flüchtete er und wurde bisher auch noch nicht gefasst. (http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/57621/3679098)

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gab es einen Spielhallenüberfall im Kreis Heinsberg. Gegen 1.05 Uhr kamen zwei unbekannte Täter in die Spielhalle und bedrohten dort auch gleich die Spielhallenangestellte mit einer Schusswaffe. Sie forderten das Bargeld von ihr, was diese den beiden Männern auch übergab. Direkt im Anschluss dran flüchteten die beiden Täter und wurden bisher auch noch nicht ausfindig gemacht. (Focus.de)

In Sonderhausen gab es einen Spielhallenüberfall am Sonntagabend gegen 23.30 Uhr. Dort betrat ein Mann die Spielhalle und schlug plötzlich auf den Spielhallenmitarbeiter ein, der gerade damit beschäftigt war, aufzuräumen. Der Täter zerrte dann den Spielhallenangestellten hinter den Tresen und forderte ihn auf, ihm das Geld zu geben. Der Angestellte öffnete den Tresor hinterm Tresen und gab dem Täter das Geld, woraufhin der Täter sofort flüchtete. Zum Glück erlitt der Spielhallenangestellte nur leichte Verletzungen, die aber dennoch ärztlich versorgt werden mussten. Bislang fehlt noch jede Spur von dem brutalen Räuber.

In Hamburg-Horn gab es am Sonntagabend einen versuchten Überfall auf eine Spielhalle. Ein mit einem Messer bewaffneter und maskierter Mann betrat die Spielhalle und bedrohte dort auch gleich die 74-jährige Spielhallenangestellte. Ein Sicherheitsmitarbeiter der Spielhalle kam der Frau aber gleich zur Hilfe, sodass der Täter sofort flüchtete. Der Mann war, offenbar zum Auskundschaften der Räumlichkeiten, schon kurz zuvor in der Spielhalle gewesen. Dabei hatte er aber wohl übersehen, dass es einen Sicherheitsdienst in dieser Spielhalle gab. Bisher konnte der Täter noch nicht gefasst werden. Die 74-jährige Frau blieb dank des Sicherheitsmitarbeiters unverletzt. (Mopo.de)

Es gab auch wieder viele Einbrüche in Spielhallen

Nicht nur Spielhallenüberfälle, sondern auch zahlreiche Einbrüche in Spielhallen gab es in der vergangenen Woche. In Bremen kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag zu einem Einbruch in eine Spielhalle. Dafür gingen die Einbrecher einen ganz besonderen Weg. Zunächst brachen sie im Parkhaus zwei Stahltüren auf, um so in die Katakomben des Gebäudes zu gelangen. Danach brachen sie noch Türen einer Diskothek auf, um dann schließlich zur Spielhalle zu gelangen. Auch dort mussten sie natürlich Türen aufbrechen, damit sie in die Spielhalle gelangen konnten. Dort angekommen bauten sie einen Tresor aus und brachen auch noch einen Geldwechselautomaten auf, um das Geld daraus zu stehlen. Den Tresor schleppten die Täter bis zum Parkhaus und legten ihn, wahrscheinlich um ihn leichter transportieren zu können, in einen Schubkarre. Allerdings flüchteten sie ohne den Tresor, als der Alarm der Spielhalle losging. Die Höhe der Beute sowie des Gesamtschadens ist derzeit nicht bekannt. Auch von den Tätern fehlt immer noch jede Spur, wie die Polizei mitteilte.

In Uehlfeld gab es in den frühen Stunden des Montagmorgens gegen 4.00 Uhr einen Einbruch in eine Spielhalle. Dort brachen die unbekannten Täter die Türe zu den Räumlichkeiten der Spielhalle auf und lösten genau damit auch den Alarm aus. Davon wohl abgeschreckt flüchteten die Täter ohne Beute gemacht zu haben. Trotzdem richteten sie einen Gesamtschaden von rund 12.000 Euro an.

In Großsachsenheim kam es ebenfalls in der Nacht von Sonntag auf Montag zu einem Einbruch in eine Spielhalle. Unbekannte Täter hebelten dafür die Eingangstür zur Spielhalle auf. Dabei lösten sie allerdings auch den Alarm aus, der die Täter so abschreckte, dass sie flüchteten. Ein Sachschaden von 2.000 Euro entstand dennoch. (http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110974/3676275)

In Ellhofen kam es in der Nacht zu Freitag zu einem versuchten Einbruch in ein Spielcasino. Um kurz vor 2.00 Uhr wurde de Polizei von einem Zeugen alarmiert, der Einbruchgeräusche an dem Spielcasino wahrgenommen hatte. Als die Polizei dabei war das Gebäude zu umstellen, konnten zwei unbekannte Täter wegrennen. Die beiden mutmaßlichen Einbrecher konnten aber noch von der Polizei gestellt werden. Bei den Tätern soll es sich um einen 29-Jährigen und einen 38-Jährigen handeln. Die beiden Männer wurden sofort festgenommen, wobei sich einer der Täter wehrte und dann von einem Polizeihund gebissen wurde.

In Monsheim brachen unbekannte Täter in der Nacht von Freitag auf Samstag in eine Spielhalle ein. Gegen 2.30 Uhr schlugen die Täter dafür die Glasfüllung der Hintertür ein, um sich Zutritt zu den Räumlichkeiten zu verschaffen. Ein Geldwechselautomat wurde dabei von den Einbrechern gestohlen. Gegen 3.15 Uhr wurde dann noch in Worms in eine Spielhalle eingebrochen. Unbekannte Täter hebelten dort ein Fenster auf und gelangten so in die Räumlichkeiten der Spielhalle. Auch dort wurde ein Geldwechselautomat gestohlen und zudem auch noch ein Spielautomat. Wie hoch der Gesamtschaden in beiden Fällen ist, wurde nicht bekannt gegeben. Sehr wahrscheinlich waren in beiden Fällen aber die gleichen Täter am Werk.(http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117702/3680684)

In Gronau brachen unbekannte Täter in der Nacht von Samstag auf Sonntag in eine Spielhalle ein. Dort brachen sie dann zwei Spielautomaten auf und stahlen das darin befindliche Münzgeld. Anschließend flüchteten die Täter. Die Höhe des Gesamtschadens ist derzeit nicht bekannt.

Ebenfalls in der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es auch in Schliengen zu einem Spielhalleneinbruch. Dafür mussten die Täter sich zunächst über das Areal der ZG Raiffeisen begeben, um zur Spielhalle zu gelangen. Dort brachen sie mit roher Gewalt die Vergitterung an einem Fenster aus dem Mauerwerk. Dabei wurde auch die Alarmanlage zerstört. Durch das Fenster gelangten die Täter dann in die Spielhalle und brachen dort viele Spielautomaten auf. Auch ein Geldwechselautomat und ein Zigarettenautomat wurden aufgebrochen. Mehr als 10.000 Euro sollen die Täter dabei an Gesamtschaden angerichtet haben. Von den Tätern fehlt bislang noch jede Spur.