
GGL warnt davor, dass Jugendliche schneller in die Spielsucht rutschen. Illegales Online-Glücksspiel zieht immer mehr junge Menschen an. (Bildquelle: Niek Doup auf Unsplash)
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) spricht eine eindringliche Warnung aus. Anlässlich des bundesweiten Aktionstags, der am 24. September 2025 stattfand, hat sich die GGL nochmals zum Thema Glücksspielsucht geäußert. Illegales Online Glücksspiel in Deutschland gefährdet vor allem Jugendliche. Diese Altersgruppe sei besonders von den Risiken der Glücksspielsucht betroffen.
Der stattgefundene stand in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Unter dem Motto „Glücksspielschäden – erkennen, benennen, vermeiden“ trafen sich verschiedene Experten, um über die Risiken der Glücksspielsucht zu sprechen.
Illegales Online Glücksspiel in Deutschland: Anbieter locken ohne Schutzmaßnahmen
In Deutschland wurde das Glücksspiel mit dem Glücksspielstaatsvertrag im Jahr 2021 legalisiert. Natürlich nur unter strengen Auflagen. Online Casinos oder auch Spielbanken müssen nicht nur Einsatzlimits einhalten, sondern werden streng von der GGL überwacht. Alterskontrollen, Einsatz- und Einzahlungslimits oder Sperrsysteme gehören zu den etlichen Maßnahmen, um Spieler zu schützen. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder überwacht die Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Bei einer Nichteinhaltung droht den Betreibern von Online Casinos oder Spielhallen der Lizenzentzug.
Diese Richtlinien schränken jedoch Betreiber und auch Spieler ein, weshalb illegale Anbieter immer leichteres Spiel haben. Diese locken oftmals mit schnellen und hohen Gewinnen. Dadurch lassen sich vor allem jugendliche Spieler anlocken.
Ronald Benter, Vorstand der GGL warnt: „Illegale Plattformen bieten keine wirksamen Spielerschutzmechanismen. Wer dort spielt, geht ein erhebliches Risiko ein, eine Glücksspielsucht zu entwickeln“.

Sollten Sie das Gefühl haben an Spielsucht erkrankt zu sein, finden Sie unter anderem auch beim bundesweiten Netzwerk www.buwei.de entsprechende Hilfe. (Bildquelle: OpenClipart-Vectors auf Pixabay)
Warum gelten Jugendliche als besonders gefährdet?
Laut den Erfahrungen der meisten Experten zeigen Jugendliche ein riskanteres Spielmuster als Erwachsene. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben bereits rund 5 % der 16- bis 17-Jährigen in Deutschland Erfahrungen mit Online-Glücksspiel gemacht.
Doch warum sind Jugendliche stärker gefährdet als Erwachsene? Viele illegale Plattformen binden in ihren Spielen Elemente ein, die Jugendliche schon aus Videospielen kennen. Dazu gehören Levelsysteme, Belohnungen und blinkende Animationen. Dadurch, das Spieler diese Funktionen schon kennen, fühlt sich das Glücksspiel weniger riskant an. Zeitgleich nutzen viele illegale Anbieter von Online-Glücksspiel soziale Medien, wie Instagram oder TikTok, um die Angebote zu veröffentlichen. Die Angebote wirken wie normale Unterhaltung. So verschwimmen schnell die Grenzen zwischen Gaming, Entertainment und Glücksspiel.
Warnsignale sollten ernster genommen werden
Die GGL versucht immer wieder, über die Themen Spielsucht und illegales Glücksspiel aufzuklären. Und auch beim diesjährigen Aktionstag waren das die zentralen Punkte. Spielsucht entwickelt sich oftmals schleichend. Und oftmals sind die Warnsignale nicht bekannt.
Einsätze steigen innerhalb kürzester Zeit, es kommt zum sozialen Rückzug und oftmals greift das Glücksspiel in den Alltag ein, da sich die Spielzeiten häufen. Wer bei einem legalen Anbieter spielt, der auf der Whitelist der GGL steht, kann in diesen Momenten den „Panik“-Knopf drücken. Dadurch wird der Spieler vom Glücksspiel ausgeschlossen. Beobachtet das Umfeld eine Veränderung bei einem Spieler, können sie diesen durch eine Fremdsperre ebenfalls vom Online Glücksspiel ausschließen.
Bei einem illegalen Anbieter ist das jedoch nicht möglich. Hier gelangen die Spieler oftmals schneller in die Suchtspirale. Wer sein Spielverhalten beobachten möchte, kann unter anderem auf dieser Informationsplattform check-dein-spiel.de Hilfe finden.






























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