PokerstarsIm Pokerstars Casino scheint es richtig rund zu Laufen, sofern die neusten Bilanzahlen für das erste Quartal der TSG, The Pokerstars Group, dem Betrachter keinen Sand in die Augen streuen. Das Geschäft mit Spielautomaten und Live Casino Spielen wuchs im Umsatz rund 39 Prozent. Damit konnte gegenüber den 86,8 Millionen US-Dollar in den ersten drei Monaten vergangenen Jahres jetzt 134,5 Millionen US-Dollar erreicht werden.  Das Kerngeschäft, das Poker, welches zunehmend Konkurrenz durch das eigens betriebene Pokerstars Casino erhält, wuchs ebenfalls, allerdings etwas verhaltener. Hier ging es von vormals 218,7 Millionen US-Dollar auf nun 245,9 Millionen US-Dollar rauf. Somit bleibt das klassische Kartenspiel zwar weiterhin die wichtigste Säule beim Umsatz, doch legen die Casino Spiele deutlich stärker zu und liegen mittlerweile schon bei über 50 der Umsätze aus dem Poker. Bei weitem nicht so positiv fielen die Umsätze des dritten Geschäftsfelds mit den sonstigen Glücksspielen wie beispielsweise Bingo aus. Hier ging es von 11,9 Millionen US-Dollar nur auf circa 12,3 Millionen US-Dollar nach oben. Durch die sehr starke Performance des Pokerstars Casino und dem relativ soliden Wachstum beim Poker konnte insgesamt natürlich ebenso der Gesamtumsatz gesteigert werden. Gegenüber den  317,3 Millionen US-Dollar gab es in den ersten drei Monaten diesen Jahres für die TSG 392,9 Millionen US-Dollar. Diese hervorragende Entwicklung lies auch den Gewinn für das erste Quartal kräftig ansteigen. Hier ging es um 13 Prozent von 65,8 Millionen US-Dollar auf nun 74,4 Millionen US- Dollar kräftig rauf.

The Pokerstars Group setzt auch weiterhin beim Wachstum auf Zukäufe. So wurde erst vor wenigen Wochen William Hill Australien und CrownBet übernommen. Für sämtliche Anteile war die TSG bereit circa 315 Milionen US-Dollar auf den Tisch zu legen. Hiermit wird nicht nur ein Gigant im Bereich der Sportwetten in Down Under geschmiedet, sondern ebenso diversifiziert TSG weiterhin das eigene Portfolio an Glücksspielen. Außerdem wurde erst vor kurzem der Mega-Deal eingerührt, bei dem The Stars Group für 4,7 Milliarden Dollar Sky Betting & Gaming übernehmen wird.

Die TSG hat Ärger mit Pokerspieler Gordon Vayo

Wo Licht scheint, ist bekanntlich zumeist auch Schatten und so trübte eine fast zeitgleich erschiene Meldung über Pokerspieler Gordon Vayo ein wenig die Freude über die guten Bilanzzahlen. Denn The Pokerstars Group befindet sich ab sofort vor Gereicht wieder, bei dessen juristischer Auseinandersetzung es jede Menge Geld geht. Genauer gesagt geht es um einen Gewinn in Höhe von 700.000 US-Dollar, die der Pokerprofi Gordon Vayo gerne vom Unternehmen endlich überwiesen haben möchte. Der Amerikaner, der in seinem Leben schon rund 6 Millionen US-Dollar an Preisgeldern abkassiert hatte, gewann diese Summe Online beim SCOOP-Turnier 2017, nur weigert sich Pokerstars auszuzahlen. Das Unternehmen erklärte, das es nicht unmöglich wäre, dass Gorndon Vayo während des Wettbewerbs über VPN aus den USA daran teilgenommen hat. Von den USA aus wäre es ihm laut AGB’s zu einen nicht erlaubt und zum anderen sind VPN’s ebenfalls verboten. Der Pokerprofi jedoch, teilte gegenüber „Forbes“ mit, dass er während des gesamten Zeitraums in Kanada war und somit kein Grund für eine verweigerte Auszahlung vorlege. Weiterhin äußerte er sich: „Es ist Praxis, US-Bürger und Einwohner für das Spielen auf PokerStars zu genehmigen, sie zu ermuntern und zu ermutigen, auf der Seite zu spielen und sie sind glücklich deren Geld zu nehmen. Und dies in vielen Fällen für Jahre. Dann, nachdem ein US Bürger oder Einwohner bei PokerStars eine erhebliche Menge an Geld gewinnt, führt der Beklagte eine Scheinuntersuchung der Aktivitäten des Nutzers und des Ortes des Zugriffs des Nutzers auf die Website durch. All dies um rückwirkend nachzuweisen, dass es “unvorstellbar” ist, dass sein Spiel möglicherweise nicht aus den Vereinigten Staaten stammen könnte, um einen Vorwand zu bekommen, die Zahlung zu verweigern.” The Stars Group dürfte diese Klage, die Betrug und Täuschung, falsche Werbung und Vertragsbruch umfasst, vor dem US-Bezirksgericht für den Central District of California gar nicht schmecken. Denn momentan sollten eher positive Nachrichten die kommende Übernahme begleiten.

Für The Pokerstars Group ist es sicherlich nicht gerade erfreulich wieder einmal vor einem US-Gericht zu landen. Sollte sich das Unternehmen nicht außergerichtlich in einem Vergleich einigen, könnte das Gericht auch der Frage nachgehen, inwiefern die Aktivitäten des Unternehmens legal sind, wenn sie US-Bürger betreffen.