Mybet sagt trotz Insolvenz: Ihr Geld ist bei uns sicher!

MybetWie bereits angekündigt hat am vergangenen Freitag der Buchmacher und Online Casino Betreiber Mybet den Insolvenzantrag gestellt. Verfehlte Unternehmensstrategie, ein abgesprungener Investor und eine Steuernachzahlung in Höhe von rund 4 Millionen Euro schickten den ehemaligen deutschen Branchenprimus in die Zahlungsunfähigkeit. Durch die Insolvenz stellt sich natürlich nun für die Kunden die Frage, was mit den eingezahlten Moneten auf den Spielerkonten wird? Hierzu gibt es neue Informationen, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen. Mybet sagt hierzu im übertragenen Sinne: Ihr Geld ist bei uns sicher!

Die maltesische Online Casino Tochter von Mybet ist von der Insolvenz nicht betroffen

Zuallererst einmal die gute Nachricht für alle Kunden von Mybet, die hier noch Gelder im Online Casino oder bei den Sportwetten liegen haben. Wie das Glücksspielunternehmen mitteilte ist die maltesische Tochter, die den Geschäftszweig im Internet betreibt, nicht insolvent. Deshalb wird sie weiterhin ganz normal, zumindest vorerst, ihren Geschäftsbetrieb aufrechterhalten. Es können sowohl Gelder ein- wie auch ausgezahlt und das gesamten Angebot an Spielautomaten, Live Casino und Sportwetten in Anspruch genommen werden. Betroffen von der Insolvenz und damit zahlungsunfähig ist jedoch, neben den beiden weiteren Töchtern ANYBET GmbH und SWS Service GmbH, auch der Mutterkonzern, die Mybet Holding SE. Ob der Strudel in nächster Zeit allerdings auch die noch solvente Gesellschaft mit Sitz in Malta und damit das Online Casino Geschäft erfasst, wird sich zeigen müssen. Dies hängt auch von der Arbeit und der Einschätzung des Insolvenzverwalters ab. Kunden von Mybet können allerdings erst einmal ein wenig aufatmen und müssen nicht sofort um ihre Gelder oder einen kostspieligen Gang zum Rechtsanwalt fürchten.

Mybet gab ebenfalls mit der Presseerklärung bekannt, dass die Einsätze der Kunden der Sicherung nach der maltesischen Gaming Player Protection Regulation unterliegen. Diese sichert beispielsweise zu, dass die auf den Spielerkonten befindlichen Gelder Eigentum des Kunden darstellen und bei Bedarf ausgezahlt werden müssen. Ebenso ist hier geregelt, dass bei möglicher Insolvenz, der Insolvenzverwalter die bestehenden Vermögenswerte des Unternehmens sichert. Alle wichtigen Punkten der mga zu diesem Thema können hier und hier nachgelesen werden.

Insolvenzverwalter für Mybet ist bereits gefunden

Kurz nach dem Einreichen des Antrags auf Insolvenz durch Mybet wurde mit Rechtsanwalt Sascha Feies ein Insolvenzverwalter gefunden. Dieser arbeitet für die Kanzlei GÖRG, die laut Aussagen des Glücksspielunternehmens zu den Top10 in Deutschland in dieser schwierigen Branche zählt. Und tatsächlich konnte die Kanzlei GÖRG in der Vergangenheit bereits zahlreiche, zum Teil sehr renommierte Firmen vor dem totalen Untergang retten. Als Beispiele können hierfür die Quelle GmbH, die Arcandor AG, die Karstadt Warenhaus AG oder zuletzt der Leuchtenhersteller Hofmeister herhalten. Fast immer gelang dabei entweder eine Sanierung oder zumindest ein kompletter oder teilweiser Verkauf von Geschäftsbereichen, womit schlussendlich auch die meisten Arbeitsplätze erhalten werden konnten. Beim insolventen Buchmacher und Online Casino Betreiber Mybet sind dies immerhin rund 100 Beschäftigte, die nun wieder ein klein wenig Hoffnung auf eine positive Zukunft schöpfen können.

Bevor jedoch bestimmte Maßnahmen für eine Sanierung oder Verkäufe von Tochtergesellschaften getroffen werden können, muss sich jedoch Rechtsanwalt Sascha Feies erst einmal ein klares Bild der tatsächlichen Lage bei Mybet verschaffen. Hierfür wird er in den nächsten Wochen alle betriebswirtschaftlichen Unterlagen des Unternehmens sichten sowie diverse Gespräche mit den Verantwortlichen in der Führungsetage führen. Dadurch soll ausgelotet werden, welche Perspektiven für Mybet, den eigenen Wettshops, dem B2B Geschäft und dem digitalem Bereich aus Online Casino und Sportwetten bestehen. Dabei zeichnet sich schon jetzt ein möglicherweise gangbarer Weg ab, nämlich der zuvor bereits angestrebte, aber geplatzte Verkauf der gesamten Sparte im Internet. Diese ist noch relativ gesund, auch wenn sie durch massive eigene Fehler in der Vergangenheit schon kräftig Federn lassen musste. Hier könnte ein Investor diesen Bereich kaufen und Mybet und gleichem oder neuem Namen zurück zu alter Stärke führen. Allerdings wäre dies kein Selbstläufer, da die Plattform über die letzten Jahre gehörig an Reputation bei den Kunden eingebüßt hat und sich die Umsätze im freien Fall befinden. Wahrscheinlich wäre hier eine Änderung des Namens mit großangelegter Werbekampagne eine Möglichkeit Mybet neu zu positionieren oder als eine Art Zweitcasino zu führen. Immerhin ist die Anzahl der registrierten Kunden immer noch recht hoch und stellt somit einen kleinen Schatz dar auf dem aufgebaut werden kann. Allerdings müsste trotzdem noch in das Angebot an Spielautomaten sowie in das Live Casino deutlich investiert werden, um endlich konkurrenzfähig zu sein.

Wie es jedoch mit dem Geschäft der stationären Wettshops weitergehen könnte, steht in den Sternen, da hier ein noch deutlich größerer Konkurrenzdruck vorherrscht. Gegen Tipico oder XTiP von Gauselmann dürfte es extrem schwer werden Marktanteile zu gewinnen, da diese deutlich besser aufgestellt sind, höhere Präsenz zeigen und vor allem ein deutlich größeres Werbebudget zur Verfügung haben.

 

Mybet sagt trotz Insolvenz: Ihr Geld ist bei uns sicher!
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Von |2018-08-22T09:50:25+00:0022. August 2018|Kategorien: Casino Nachrichten, Nachrichten zu Casinos und Spielbanken|Tags: , |

Über den Autor:

Seit jeher haben mich Glücksspiele fasziniert und das Spielen in den Online Casinos gehört deshalb zu meinen größten Leidenschaften. Nebenbei interessiere ich mich für alles was in der Gambling-Industrie so abläuft und versuche immer den richtigen Riecher in der Gerüchteküche zu haben. Privat gehe ich gern aus und würde am liebsten eines Tages in den Tropen leben, denn ich hasse den Winter.