Mr. Green wird in den Niederlanden zur Kasse gebeten

Mr. GreenBei den Nachbarn in den Niederlanden scheint sich der Konflikt um das nationale Glücksspielgesetz weiter zuzuspitzen. Denn nachdem bereits einige größere Online Casinos wegen ihrem Angebot an Spielautomaten im Internet an Bürger des Landes mit Geldbußen abgestraft wurden, kommt nun mit dem Mr. Green Online Casinos ein weiterer, großer Fisch hinzu. Dem Betreiber wird dabei, genau wie bereits bei den anderen zuvor erlassenen Geldstrafen an andere Firmen, vorgeworfen, ohne gültige Online Casino Lizenz in den Niederlanden zu operieren.

Das Mr. Green Casino ist bereits der dritte große Anbieter in kurzer Zeit

Gerade erst wurde bekannt, dass der schwedische Konzern Betsson AB wegen zweier im eigenen Besitz befindlichen Online Casinos, Oranje und Kroon, zu einer Geldstrafe in Höhe von 300.000 Euro in den Niederlanden verdonnert wurde. Nun folgt mit dem extrem bekannten Mr. Green Casino bereits der nächste dicke Fisch, der von der Glücksspielaufsichtsbehörde, der Kanspelautoriteit, eines auf den Deckel bekommt. Insgesamt 312.500 Euro soll der Betreiber wegen Verstößen gegen das nationale Glücksspielrecht berappen. Dabei wird ihm das Gleiche vorgeworfen wie den beiden Betsson Casinos, nämlich Spielautomaten und Live Casino Spiele an Niederländer offeriert zu haben. Da es nach dem nationalen Glücksspielgesetz keine Konzessionen für den Geschäftsbereich im Internet gibt, hält die Kanspelautoriteit alle Betreiber, die im Land operieren, quasi für illegal. Und genau wie bereits zuvor bei der verhängten Buße gegen Betsson AB und ihrer Tochter Corona Limited, sind der niederländischen Glücksspielaufsicht bestimmte Punkte auch im Mr. Green Casino ein Dorn im Auge gewesen. Dieses hatte nämlich auch die eigne Landessprache im Angebot, dazu Zahlungsdienste, die beim Weltmeister des gepflegten Camping beliebt sind und dazu sogar noch allumfassendes Geoblocking vorgenommen.

Bereits im Juli traf es ebenfalls den Anbieter des deutschen Online Casinos bet-at-home, der insgesamt 410.000 Euro Strafe bezahlen musste. Die härtere Gangart gegen alle Betreiber, die über keine Online Casinos Lizenz aus den Niederlanden verfügen, die es ja nicht einmal gibt, kündigte die Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes bereits im letzten Sommer an.

Mr. Green wird sich ebenfalls gegen die Geldstrafe zur Wehr setzen

Gegen Teile der Anschuldigungen setzt sich die Mr. Green Group, wie das Unternehmen hinter dem gleichnamigen Online Casinos heißt, nun zu Wehr. Zum einen wurde die niederländische Sprache angeboten, um Auswanderern genau wie Bürgern anderer Länder, in denen Niederländisch Amts- oder Verkehrssprache ist, ein vernünftiges Angebot zu unterbreiten. Zum anderen hätte das Unternehmen sehr wohl Geoblocking verwendet, nur schließt dies im Zweifelsfall eben nicht komplett aus, dass pfiffige Menschen aus dem Land doch Zugang in das Online Casinos finden. Als schärfsten Kritikpunkt hält jedoch die Mr. Green Group, genau wie bereits zuvor Betsson AB, der verhängten Geldstrafe durch die Kanspelautoriteit entgegen, dass das Glücksspielgesetz der Niederlanden ihrer Meinung nach gegen geltendes EU-Recht verstoßen würde. Aus dieser Beurteilung der Lage heraus legte der Betreiber genau wie zuvor die andere schwedische Glücksspielfirma nun Berufung ein. Ebenfalls ist davon auszugehen, sollte die niederländische Glücksspielaufsichtsbehörde nicht nachgeben, dass die Mr. Green Group ebenso schlussendlich bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen wird. Dadurch steigt mit den beiden Ankündigungen, in Berufung gehen zu wollen, der Druck auf die Kanspelautoriteit und die niederländische Politik weiter an, endlich das seit Jahren festgefahrene, neue Glücksspielgesetz zu verabschieden. Spannend dürfte zudem noch sein, ob sich der dritte bisher bekannte Anbieter von Online Casinos, der mit einer Geldstrafe belegt wurde, nämlich bet-at-home, nun ebenfalls aus der Deckung trauen wird. Vom deutschen Buchmacher war nämlich bislang nicht wirklich so etwas wie Gegenwind gegen die Entscheidungen der Kanspelautoriteit zu verspühren und dies obwohl bet-at-home mit 410.000 Euro bisher die höchste Strafen aufgebrummt bekam.

Wie jetzt bekannt wurde, erging die Geldstrafe gegen das Mr. Green Casino bereits im Juli diesen Jahres, allerdings wurde erst jetzt der Vorfall sowohl durch den Betreiber wie auch die niederländische Glücksspielaufsicht öffentlich bekannt.

 

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Über den Autor:

Seit jeher haben mich Glücksspiele fasziniert und das Spielen in den Online Casinos gehört deshalb zu meinen größten Leidenschaften. Nebenbei interessiere ich mich für alles was in der Gambling-Industrie so abläuft und versuche immer den richtigen Riecher in der Gerüchteküche zu haben. Privat gehe ich gern aus und würde am liebsten eines Tages in den Tropen leben, denn ich hasse den Winter.