Merkur Gauselmann 3. Generationen

Diplom Volkswirtin Janika Gauselmann – Neues Mitglied im Aufsichtsrat der Gauselmann AG. (Foto: Gauselmann.de)

Sie sind eine der wichtigsten Säulen der deutschen Wirtschaft, die familiengeführten Unternehmen und Konzerne. Merkur Gauselmann ist eine dieser Firmen, die in den letzten Jahrzehnten fest in der Hand einer einzigen Familie sich von einer ganz normalen Firma zu einem global agierenden Konzern entwickelt hat. Nun, mit der Berufung von Janika Gauselmann in den Aufsichtsrat der Gauselmann AG, wird bereits die 3. Generation in Zukunft Verantwortung übernehmen. Zusammen mit der 2. Generation sind damit bereits jetzt die Weichen nach der Zeit von Gründer Paul Gauselmann gelegt.

Janika Gauselmann ersetzt den verstorbenen Max Walberer im Aufsichtsrat der Gauselmann AG

Während große an der Börse gelistete Konzerne immer wieder wegen ihrem Profitstreben oftmals in der Kritik stehen, stehen die großen Familienunternehmen in Deutschland etwas seltener unter Beschuss. Denn Konzerne wie Merkur Gauselmann sind immer darauf bedacht, die eigene Firma möglichst zukunftssicher aufzustellen, um der nächsten Generation innerhalb der Familie eines Tages ein fruchtbares Feld zu hinterlassen. Gerade diese auf Langfristigkeit ausgelegte Wirtschaftsstrategie, die beispielsweise auch bei Familienunternehmen wie Deichmann oder Rossmann anzutreffen ist, hat oftmals Krisen deutlich besser überstanden, als börsennotierte Konzerne. Damit jedoch auch nach dem unausweichlichen Ableben der ersten Gründergeneration das eigene Unternehmen fest in der eigenen Familie bleibt, müssen natürlich nach und nach auch die Kinder und Enkel immer mehr Verantwortung übernehmen. Bei Merkur Gauselmann scheint hier bereits das Feld für die Zukunft gut bestellt zu sein, denn mit Janika Gauselmann tritt nun bereits die 3. Generation in die Führungsebene des Spielautomatenherstellers ein.

Wie der Glücksspielkonzern nun mitteilte, hatte Janika Gauselmann bereits am 1. Juli ihre neue Position im Aufsichtsrat der Gauselmann AG übernommen. Sie löste damit Max Walberer ab, der nach 28 Jahren in diesem Gremium Anfang des Jahres verstorben war. Sie wird nun in Zukunft mit Karsten Gauselmann, dem Sohn des Gründers Paul Gauselmann und Manfred Grünewald das neue Triumvirat bilden. Wie in vielen Familienunternehmen üblich, bereitete sich auch Janika Gauselmann lange auf ihre Zukunft im eigenen Konzern vor. So studierte sie erfolgreich Volkswirtschaft und konnte dieses mit einem Diplom abschließen, zudem betätigte sie sich erfolgreich als Finanzanalystin. Den eigenen Konzern, die Gauselmann-Gruppe, kennt sie ebenfalls bestens, denn zuvor war sie bereits Mitglied in der Gauselmann Familienstiftung, die als alleiniger Anteilseigner über den Konzern wacht. Mit dem Eintritt von Janika Gauselmann übernimmt somit nun die 3. Generation innerhalb des Spielautomatenherstellers Verantwortung und zugleich werden die Weichen für das Fortschreiben der Erfolgsgeschichte gestellt. Paul Gauselmann, der in wenigen Tagen seinen 85. Geburtstag feiern wird, zeigte sichtlich, wie stolz er auf den Eintritt des Enkels in das Unternehmen ist. So kommentierte er: „Ich bin stolz, dass meine Enkeltochter Janika unseren Aufsichtsrat verstärkt. Nach meinen Söhnen Armin und Karsten repräsentiert sie die dritte Generation in unserem Familienunternehmen. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Unternehmensgruppe dürfte es eine besondere Freude sein, dass mit Janika in der dritten Generation eine Frau eine so wichtige Position im Unternehmen übernimmt.“

Mit bald 85 Jahren, die der Gründer des Merkur Spielautomatenherstellers auf dem Buckel hat, wird die Frage nach der Zukunft des Unternehmens natürlich immer wichtiger. Bereits 2016 wurde mit der Gründung der Familienstiftung, die als Alleingesellschafter agiert, wichtige Schritte zur Übergabe an die nächsten Generationen gestellt. Zugleich wurde damit sichergestellt, dass Merkur Gauselmann auch nach dem Tod von Familienmitgliedern problemlos weitergeführt werden. Paul Gauselmann hatte sich bereits vor Kurzem überraschend vom Posten des Präsidenten des VDAI zurückgezogen, nachdem er über Jahrzehnte an dessen Spitze stand. Möglicherweise wird er, mit nun bald 85 Jahren, schon demnächst den Staffelstab als Chef an seinen Sohn Armin Gauselmann weiterreichen.