Klima- und Umweltschutz bei Gauselmann

Klima- und Umweltschutz bei der Produktion der Merkur Spielautomaten waren die großen Themen bei Gauselmann auf Schloss Benkhausen mit einer Delegation der IHK. (Bild von ejaugsburg auf Pixabay)

Seit vielen Monaten sind in Deutschland Klima- und Umweltschutz große Themen, die sowohl die Politik wie auch die Öffentlichkeit beschäftigen. Die wöchentlich stattfindenden Schulstreiks sowie die immer wieder zum Teil heftig geführten Diskussionen zeugen hiervon. Doch in welcher Form kann eigentlich ein Unternehmen wie Gauselmann, welches die bekannten, mit viel Technik vollgestopften Merkur Spielautomaten produziert, bei diesen Themen ebenfalls einen Beitrag leisten? Genau dieser Frage ging nun eine Delegation der IHK nach und besuchte den Spielautomatenhersteller auf dem Schulungsgelände auf Schloss Benkhausen. Hierbei gab Gründer Paul Gauselmann einige Einblicke in die Maßnahmen, die der Glücksspielkonzern bislang in Sachen Umweltschutz in den letzten Jahren getroffen hat.

Klima- und Umweltschutz bei Gauselmann: Von Bäumen, Sonne, Wind und Recycling

Momentan sind Klima- und Umweltschutz die bestimmenden Themen in Deutschland und haben selbst die Diskussionen um die Flüchtlingskrise und ihre Bewältigung an den Rand gedrängt. Während die eine Seite schon die kommende Apokalypse in den nächsten Jahren nahen sieht, fürchtet die andere wiederum durch zu strenge Auflagen und Abgaben den wirtschaftlichen Kern des Landes in Gefahr. Egal zu welcher Seite ein jeder tendiert, Fakt ist, dass es sich kaum noch ein Konzern leisten kann nichts für den Klima- und Umweltschutz zu tun, sofern dieser um sein eigenes Image bedacht ist. Wie gerade die energieintensive Industrie mit diesem Thema umgeht, wollte nun eine Delegation der IHK sowie die beiden Bürgermeister von Lübbecke und Espelkamp herausfinden. Ihr erste Station führte sie auf Schloss Benkhausen, in dem Paul Gauselmann, der Gründer des Merkur Spielautomatenherstellers, ihnen darlegte, was sein eigener Konzern in diesem Bereich über die letzten Jahre vorangebracht hat. Vieles dreht sich dabei um Bäume, Sonne, Wind und Recycling, die großen Schlagwörter der Nachhaltigkeit.

Paul Gauselmann sorgte zu seinem 85. Geburtstag für bundesweite Schlagzeilen, als er bekannt machte, für jedes seiner Lebensjahre 1.000 Bäume spenden zu wollen. So kamen schließlich insgesamt 85.000 neue biologische CO2-Filter zusammen. Vor diesem Hintergrund erzählte Paul Gauselmann der Delegation jedoch noch von deutlich größeren Anstrengungen, die der Glücksspielkonzern in den letzten Jahren beim Klima- und Umweltschutz unternommen hat. So konnte beispielsweise mit der Einführung der LED’s bei den eigenen Merkur Spielautomaten der Energieverbrauch der Geldspielgeräte in den kleinen Casinos erheblich gesenkt werden. Ebenfalls setzt der Glücksspielkonzern seit vielen Jahren auf ein hohes Maß an Wiederverwertung von Ressourcen. Mittlerweile liegt die Rate beim Recycling der alten Merkur Spielautomaten bei rund 50 Prozent, was nicht nur Kosten einspart, sondern ebenso weniger belastenden Müll produziert.

Neben der recht hohen Recyclingquote von 50 Prozent achtet Gauselmann seit Jahren immer stärker bei der Produktion der eigenen Merkur Spielautomaten auf die Verwendung von umweltschonenden Materialien. Ebenfalls verwies der Glücksspielkonzern bei der Energieeffizienz darauf, dass Gauselmann bereits seit Beginn an die in Europa geforderte Auflagen zur Energieeinsparung immer eingehalten hat.

Gauselmann produziert mittlerweile einen Großteil seines Stroms selbst

Neben den Bäumen und der Schonung von Ressourcen, sprach Paul Gauselmann vor der Delegation ebenfalls über das Problem mit dem Energiehunger, der gerade das produzierende Gewerbe betrifft. Schon vor vielen Jahren hat sich der Glücksspielkonzern dazu entschlossen, einen Großteil des eigenen Bedarfs möglichst selbst zu produzieren und hierbei Klima- und Umweltschutz im Blick zu haben. Das beste Beispiel hatten die Besucher auf Schloss Benkhausen gleich direkt vor Ort, denn seit der großen Renovierung in 2010 sorgt hier ein eigenes Blockheizkraftwerk für den Strom- und Wärmebedarf. Immerhin müssen hier auf dem Gelände ein Schulungszentrum, ein Hotel sowie zahlreiche weitere Gebäude wie ein Restaurant mit jeder Menge Wärme für Heizung und Wasser versorgt werden. Der überschüssige Strom wiederum wird in das Netz eingespeist.

Abseits dessen sprach Paul Gauselmann ebenso über die Produktion der Merkur Spielautomaten im großen adp-Werk. Hier kommen nicht nur seit Jahren immer mehr umweltschonende Materialien und Komponenten mit geringerem Energieverbrauch zum Einsatz, sondern ebenso der benötigte Strom zur Produktion soll möglichst grün sein. Hauptbestandteil ist die gigantische Fotovoltaikanlage, die nach eigenen Angaben eine Leistung besitzt, mit der rund 60 Einfamilienhäuser versorgt werden könnten. Ebenso sorgt ein Windkraftwerk bei passendem Wetter ebenfalls für weiteren Strom. Beim Thema Mobilität in Sachen Klima- und Umweltschutz hat sich Gauselmann wiederum auf dem Werksgelände mit Elektroautos angepasst, die zwischen den einzelnen Gebäuden die Mitarbeiter schnell hin und her befördern können. Eigene Stromerzeugung sowie eigene Ladestationen machen dies möglich.

Neben den Gedanken zu Klima- und Umweltschutz haben große Konzerne natürlich ebenso die Kosten bei ihren Investitionen im Blick. Bei stetig steigenden Strompreisen wird für viele Unternehmen wie Gauselmann die eigene Produktion von Strom und Wärme für die Herstellung auch finanziell immer sinnvoller. Zusätzlich ist ein grünes Image im momentanen Zeitgeist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.