
Kommt es zu einer Einschränkung der Glücksspielwerbung in Großbritannien? Die Bevölkerung verlangt strengere Maßnahmen und die Branche zittert. (Bildquelle: Giammarco Boscaro auf Unsplash)
Droht der Glücksspielwerbung in Großbritannien jetzt das Aus? Wenn man den neusten Diskussionen im Land folgt, dann könnte genau das passieren. Die Glücksspielwerbung in Großbritannien ist in vielen Medienformen präsent, weshalb sie bei etlichen Zuschauerinnen und Zuschauern im Alltag auftaucht. Bei Sportübertragungen beispielsweise sind die Werbungen von Anbietern wie bet365 mittlerweile ein fester Bestandteil, auch wenn diese nicht vor 21 Uhr laufen. Und obwohl es diese Einschränkung gibt, die viele Anbieter freiwillig einhalten, werden die Stimmen für ein Werbeverbot immer lauter. Rund 70 Prozent der befragten Bevölkerung sind für strengere Regeln in der Werbung. Etwa ein Viertel ist für ein komplettes Werbeverbot.
Genau hier liegt der Kern des Problems. Werbung wird innerhalb der Bevölkerung als zu präsent und zu aufdringlich wahrgenommen. Diese Stimmung verändert den Markt aktuell spürbar und hat einen spürbaren Einfluss auf Anbieter und die Regierung.
Glücksspielwerbung Großbritannien: Regierung bei neuen Maßnahmen vorsichtig?
Wie genau gedenkt die Regierung in Großbritannien auf die aktuelle Diskussion, um die Glücksspielwerbung zu reagieren? Immerhin ist der öffentliche Druck rund um das Thema gewachsen. In den öffentlichen Medien wird eingeräumt, dass viele Bürger sich für strengere Regeln aussprechen. Besonders die Werbung im Alltag und im digitalen Raum wird dabei kritisiert.
Bisher haben sich Regierungsvertreter bei einer klaren Aussage zurückgehalten. Man erkenne an, dass weitere Schritte nötig seien, damit Glücksspielwerbung in Großbritannien nicht zu einem schädlichen Spielverhalten beiträgt.
Trotz dieser Einschätzung vermeidet die Regierung eine klare Stellungnahme. Stattdessen setzt man auf einen vorsichtigen Kurs. Der Schwerpunkt liege auf dem Schutz der Kinder und anderer gefährdeter Gruppen. In den zahlreichen Diskussionen wird hervorgehoben, dass Glücksspielwerbung in Großbritannien diese Gruppen nicht erreichen darf.
Aktuell verweist man auf bestehende Maßnahmen, laufende Prüfungen und eine Zusammenarbeit mit der Branche. Außerdem wird von Regierungsvertretern darauf hingewiesen, dass es zahlreiche freiwillige Maßnahmen gibt. Man setzt also ganz klar auf die Selbstverpflichtung der Branche, die von zahlreichen Anbietern wie Flutter Entertainment mit seiner Marke SkyBet in Großbritannien bereits gelebt wird. Zu den freiwilligen Maßnahmen gehören auch der Werbeverzicht bei Live-Sport vor 21 Uhr oder die Hinweise auf verantwortungsvolles Spielen. Kritiker halten das jedoch für zu wenig Einsatz und Einschränkung.

Trotz der politischen und gesellschaftlichen Debatte über die Glücksspielwerbung konnte der Markt 2025 ein Wachstum verzeichnen. Laut der UK Gambling Commission erzielte der Glücksspielmarkt ein Plus von 7,3 % (Brutto-Glücksspielertrag) im Vergleich zum Vorjahr. (Bildquelle: Nik auf Unsplash)
Online Casinos in Großbritannien stehen vor unsicheren Zeiten
Besonders stark betroffen von der aktuellen Debatte sind die Online Casinos wie bet365. Im Gegensatz zu stationären oder klassischen Wettbüros sind Online Angebote rund um die Uhr verfügbar und eng mit der digitalen Werbung verknüpft. Ihre Präsenz ist vorwiegend auf mobilen Endgeräten, in Apps und im Online Umfeld sichtbar. Genau das verstärkt in der öffentlichen Wahrnehmung die Dauerpräsenz der Online Casino Anbieter.
Diese aktuelle Entwicklung verbreitet vor allem in der iGaming Branche Unsicherheit. Denn keiner weiß, wie es wirklich weitergeht. Denn die Diskussion hat auch klare wirtschaftliche Folgen für die Branche. Weniger Werbemöglichkeiten bedeuten für viele Anbieter automatisch geringere Neukunden.
Besonders kleinere oder neue Online Casinos geraten unter Druck, da sie auf verstärkte Werbemaßnahmen angewiesen sind. Aktuell besteht vor allem Unsicherheit, ob weitere gesetzliche Einschränkungen folgen, oder ob die Regierung den „sanfteren“ Kurs beibehält. Die UK Gambling Commission als Aufsichtsbehörde im Land hält sich aus der aktuellen Diskussion heraus, was die Lage nicht unbedingt entspannt.






























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