Tilman Becker Ruhestand

Nach 17 Jahren als Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim geht Prof. Dr. Tilman Becker nun in den Ruhestand. (Bildquelle: gluecksspiel.uni-hohenheim.de)

Wenn es um die Themen Glücksspiel und Glücksspielsucht in Deutschland geht, führte über viele Jahre kein Weg an Prof. Dr. Tilman Becker vorbei, dem Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim. In seiner Funktion als Leiter und Geschäftsführer der Forschungsstelle Glücksspiel wurden zahlreiche Forschungsprojekte abgeschlossen, die zu wichtigen Erkenntnissen gerade in Bezug auf das Spielverhalten führten. Eigentlich sollte Prof. Dr. Tilman Becker bereits seit gut zwei Jahren seinen Ruhestand genießen, doch wurde erst jetzt mit Dr. Steffen Ottenbach ein Nachfolger präsentiert.

Nach 17 Jahren geht Prof. Dr. Tilman Becker in den verdienten Ruhestand

Die Geschichte der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim ist untrennbar mit ihrem Leiter verbunden. Schließlich führte Prof. Dr. Tilman Becker seit der Gründung der Abteilung im Jahr 2004 bis zu seinem jetzigen Eintritt in den wohl verdienten Ruhestand diesen so interessanten Forschungsbereich. Über die Jahre wurden neue Erkenntnisse auf zahlreichen Gebieten des Glücksspiels gewonnen und unzählige Studien publiziert. Heute arbeiten allein 26 Wissenschaftler in drei großen Feldern für die Forschungsstelle Glücksspiel, die sich aus Ökonomie, Recht und dem Fachgebiet Problematisches Spielen und Spielerschutz zusammensetzen. In letzterem Bereich ist beispielsweise auch Dr. Michael Auer zu finden, dessen auf Künstlicher Intelligenz basierende Spielerschutzsoftware Mentor momentan in vielen Online Casinos in Deutschland und Europa zum Einsatz kommt. Dr. Steffen Ottenbach, der ab sofort die Leitung der Forschungsstelle Glücksspiel übernehmen wird, nachdem Prof. Dr. Tilman Becker seinen endgültigen Ruhestand verkündet hat, war bislang im Fachgebiet Ökonomie zu finden. Hierbei zählten zu seinen Forschungsschwerpunkten Machine Learning und Big Data sowie die Ökonomie des Risikoverhaltens. Ottenbach ist mit einigen Unterbrechungen bereits seit 2006 an der Universität Hohenheim aktiv. Damals jedoch noch als Student für Wirtschaftswissenschaften eingeschrieben. Die letzten 15 Jahre führten ihn als Gastwissenschaftler und wegen der Forschung in zahlreiche Länder wie Südafrika, die USA, Frankreich oder Australien und Kenia. Hauptschwerpunkte waren lange Zeit die Haushalts- und Konsumökonomik, in der er beispielsweise zu den Auswirkungen von Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden forschte. Ernährungssicherheit und Ernährungsaspekte in Entwicklungsländern sowie die Glücksforschung im Allgemeinen zählten ebenfalls zu seinen Interessen. Als Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel wird er sich nun allerdings ein wenig umorientieren müssen und ein neues Kapitel aufschlagen. Nachdem Prof. Dr. Tilman Becker in den Ruhestand geht, sind schließlich große Fußstapfen an der Universität Hohenheim zu füllen.

Neben einem neuen Leiter gibt es bei der Forschungsstelle Glücksspiel noch eine weitere Personalie. So stößt noch Dr. Vadim Kufenko dem wissenschaftlichen Team hinzu. Kufenko ist auf Datenanalyse und empirische Methoden spezialisiert. Hierbei bilden Querschnitts-, Zeitreihen- und Panelanalysen sowie maschinelles Lernen und modellbasierte Monte Carlo-Simulationen seine wichtigsten Schwerpunkte.

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