
Kommt jetzt die große Steuerveränderung? In mehreren Ländern droht die Steuererhöhung für Online Casinos. Brasilien gehört als neuer Markt mit dazu. (Bildquelle: Niek Doup auf Unsplash)
Steuererhöhungen beim Online Glücksspiel beschäftigen die Branche seit einigen Jahren. Bereits im Jahr 2025 kam es in mehreren Märkten zu ersten Anpassungen, die deutlich gemacht haben, dass Staaten den wachsenden Markt an Online Casinos stärker in die Pflicht nehmen wollen. Wer dachte, dass Welle an Steuererhöhungen für Online Casinos mit dem Jahreswechsel vorbei wäre, der muss nun besonders stark sein. Denn es geht weiter. Aktuellen Meldungen zufolge wird es Änderungen in Kolumbien und Brasilien geben.
Es geht im Jahr 2026 nicht nur um steigende Steuersätze, sondern auch die Art der Besteuerung wird sich verändern. Der ein oder andere wird sich nun fragen, ob jetzt wieder überall Steueranpassungen für Online Casinos drohen.
Steuererhöhungen für Online Casinos in Kolumbien und Brasilien?
Neues Jahr, neues Glück? Für brasilianische Online Casino Betreiber wie Bet365 Brasil vermutlich nicht. Denn die Regierung hat entschieden, eine gestaffelte Steuererhöhung für Online Casinos einzuführen. Dabei öffnete der Glücksspielmarkt erst 2025 seine Türen. Seitdem haben zahlreiche Anbieter und Studios sich entschlossen, den Markt zu betreten. Auch Bragg Gaming und Gamomat gehörten mit dazu.
Die Abgabe auf den Bruttospielertrag steigt von aktuell 12 Prozent auf 13 Prozent im Jahr 2026. Ab 2027 müssen Online Casinos erneut 1 Prozent mehr Steuern zahlen. Ab dem Jahr 2028 soll die Glücksspielsteuer dann auf 15 Prozent angehoben werden.
Zudem sieht das neue Gesetz in Brasilien, welches die Steuerlast regelt, eine gemeinsame Steuerhaftung vor, die sich gegen Kooperationen mit illegalen Glücksspielseiten richtet. Wie sieht es nun in Kolumbien aus? Müssen Online Casino Betreiber sich dort auch auf eine böse Überraschung gefasst machen?
In Kolumbien galt bis zu diesem Jahr (2026) eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf jede Einzahlung eines Online Casino Spielers. Dieses Modell stieß in der Branche auf starke Kritik, denn der Betreiber musste Steuern entrichten, ohne zu wissen, ob überhaupt ein Gewinn erfolgte. Im Vorjahr kam es zu einem Umdenken, was zu einer Neuausrichtung der Glücksspielsteuer führt. Zwar blieben die 19 Prozent bestehen, jedoch zahlen die Online Casino Betreiber diese nun auf den Bruttospielertrag.
Für Online Casino Anbieter wird es also keine Steuererhöhung geben, sondern lediglich eine Anpassung. Diese hat erstaunlicherweise mal keine negativen Auswirkungen auf die Branche, sondern stellt sogar eine Erleichterung dar, auch wenn der Steuersatz gleichbleibend ist.

Brasilien ist einer der neuen Glücksspielmärkte, der jedoch von zahlreichen Studios schon jetzt als wertvoll angesehen wird. Ende 2025 hat sich beispielsweise Greentube zu einer Partnerschaft mit dem Brazino777 Casino entschlossen. (Bildquelle: g felix rocha auf Unsplash)
Weitere Länder erhöhen den steuerlichen Druck
Die steuerlichen Entwicklungen in Kolumbien und Brasilien sind kein Einzelfall. In anderen Glücksspielmärkten wurden bereits Steuererhöhungen beschlossen oder stehen aktuell zur Diskussion. Im Vereinigten Königreich plant die Regierung eine deutliche Anhebung der Steuer auf Online-Casino-Umsätze. Diese neue Regelung soll bereits ab April 2026 gelten. Das sorgt in der Branche für Unsicherheit, denn es ist teilweise die Rede von Steuersätzen um die 40 Prozent.
Und auch in Mexiko wird über eine massive Erhöhung der Glücksspielsteuer beraten. Der Kongress hat einem Entwurf aus dem Haushaltsplan für 2026 zugestimmt, nach dem der Satz von 30 Prozent auf 50 Prozent des Bruttospielertrags steigen soll. Zu den weiteren Ländern, die eine Anpassung planen, gehört unter anderem Polen. Hier soll eine neue Steuer auf Glücksspielgewinne eingeführt werden.
Für Online Casino Anbieter wird das restliche Jahr also nicht so spannend werden. Denn höhere Steuern und zusätzliche Abgaben wirken sich direkt auf die Margen aus und können Budgets für Boni, Marketing oder neue Inhalte einschränken.






























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