Da hat Tipico wohl einmal mehr gelernt: Nur weil der Spieler verliert, heißt das noch lange nicht, dass der Anbieter am Ende wirklich gewonnen hat.
Ein Gericht hat entschieden, dass ein Spieler rund 22.000 Euro zurückbekommen soll. Dabei ging es nicht nur um alte Zeiten ohne passende Erlaubnis, sondern auch um spätere Einzahlungen über dem monatlichen Limit. Also genau die Punkte, bei denen Anbieter sonst gerne sehr genau in ihre AGB schauen – nur diesmal offenbar eher mit Lesebrille im Nebel.
Mich würde interessieren, wie ihr das seht:
Ist das eine faire Korrektur, wenn Anbieter Regeln nicht einhalten? Oder findet ihr, wer jahrelang spielt und verliert, sollte später nicht alles zurückfordern können?
Und ganz ehrlich: Würdet ihr selbst Verluste zurückholen, wenn ihr wüsstet, dass der Anbieter damals nicht sauber gearbeitet hat?
Schlechte Verlierer. Das ist doch totaler Blödsinn. DFB macht Werbung und das schon lange und deutsche Vereine und dann sollen die Verlierer Geld zurückerhalten. Bei den Systemen zur Sicherheit ist das ok. Aber die müssen dann auch funktionieren und wir wissen ja wie das so im Land der untergehenden Sonne ist, es funktioniert meist nur in der Theorie.
Ganz ehrlich, wenn ein Anbieter Regeln nicht einhält, dann muss er auch mit den Folgen leben. Beim Spieler wird ja auch nicht gesagt: Ach komm, war nur ein Versehen, Einsatz bekommst du zurück. Da gelten Limits, Lizenzen und Vorschriften nicht aus Spaß. Wenn über Jahre Geld angenommen wurde, obwohl es so nicht sauber lief, finde ich eine Rückzahlung völlig nachvollziehbar. Klar hat der Spieler freiwillig gezockt, aber der Anbieter verdient damit Geld und sollte seine Hausaufgaben machen. Wenn ich als kleiner Kunde jeden Haken in den AGB beachten soll, darf man von so einem Unternehmen wohl erwarten, dass es die eigenen gesetzlichen Grenzen kennt.
Ganz ehrlich, wenn ein Anbieter Regeln nicht einhält, dann muss er auch mit den Folgen leben. Beim Spieler wird ja auch nicht gesagt: Ach komm, war nur ein Versehen, Einsatz bekommst du zurück. Da gelten Limits, Lizenzen und Vorschriften nicht aus Spaß. Wenn über Jahre Geld angenommen wurde, obwohl es so nicht sauber lief, finde ich eine Rückzahlung völlig nachvollziehbar. Klar hat der Spieler freiwillig gezockt, aber der Anbieter verdient damit Geld und sollte seine Hausaufgaben machen. Wenn ich als kleiner Kunde jeden Haken in den AGB beachten soll, darf man von so einem Unternehmen wohl erwarten, dass es die eigenen gesetzlichen Grenzen kennt.
Ich sehe das etwas anders. Wenn jemand über Jahre spielt, einzahlt, verliert und erst danach sagt war alles ungültig, hat das für mich auch einen komischen Beigeschmack. Hätte er 22000 Euro gewonnen, hätte er das Geld vermutlich nicht freiwillig zurückgeschickt mit dem Hinweis, dass damals vielleicht nicht alles korrekt war. Natürlich müssen Anbieter sich an Regeln halten, keine Frage. Aber dieses nachträgliche Verluste zurückholen ist eckelhaft. Schwieriges Thema. Am Ende profitieren wahrscheinlich wieder hauptsächlich Anwälte davon.
Ich bin da ehrlich gesagt hin- und hergerissen. Einerseits stimmt es schon: Wer spielt, weiß eigentlich, dass man auch verlieren kann. Nach Jahren alles zurückzufordern wirkt erstmal komisch. Andererseits verdienen die Anbieter nicht mit Kaffeekasse, sondern mit einem hochregulierten Geschäft. Wenn die Regeln nicht eingehalten wurden, kann man nicht beim Spieler Moral verlangen und beim Anbieter sagen ach passiert halt. Genau dafür gibt es doch Limits und Lizenzen. Für mich wäre spannend: Geht es wirklich um Spielerschutz oder eher darum, nachträglich Verluste zu retten? Wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
Meinen Gewinn muss ich aber nicht abgegeben, wenn ich meine verlustreichen Phasen in Rechnung stelle?!?!
Mit solchen Fällen tue ich mich immer etwas schwer. Klar, Casinos müssen sich an die Regeln halten. Aber es wirkt schon komisch, wenn jemand jahrelang spielt und erst nach den Verlusten vor Gericht zieht. Ich frage mich dabei immer: Würde man das auch machen, wenn man viel gewonnen hätte? Deshalb finde ich das Thema nicht so eindeutig. Rechtlich mag das alles möglich sein, aber für mich bleibt da ein gewisser Graubereich.
Das nehmen die aus der Portokasse. Wird ohnehin bad aufhören, wenn die Lizenzen überall greifen, dann geht es nur noch um kleinere Vergehen, wo halt mal die Software nicht funktioniert hat. Und wer VPN nutzt, um Schranken zu umgehen, der sollte nicht bekommen.
Mit der mutmaßlich neuen Rechtslage in Österreich könnten noch mehr Forderungen auf Tipico zu rollen.