Bundesverband Automatenunternehmer Doppelspitze

Erstmals in der langen Geschichte der deutschen Dachorganisation gibt sich der Bundesverband Automatenunternehmer eine Doppelspitze. (Bildquelle: baberlin.de)

Der Dachverband der Spielautomatenhersteller in Deutschland hat auf seiner letzten Hauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Erstmals wird dabei eine Doppelspitze den Bundesverband der Automatenunternehmer anführen. Auf den langjährigen Präsidenten Thomas Breitkopf sowie Andy Meindl, seinem neuen Partner an der Spitze, warten in den nächsten Monaten viele Probleme, die gelöst werden wollen. Noch immer sind die neuen Gesetze in einigen Bundesländern über die Abstandsregeln von Spielhallen Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen.

Erstmals Doppelspitze beim Bundesverband Automatenunternehmer

Aller zwei Jahre wird beim Bundesverband Automatenunternehmer ein neuer Vorstand gewählt und bislang gab es noch nie in der langen Geschichte der Interessenvertretung eine Doppelspitze. Nun im September 2021 ist jedoch soweit und mit Thomas Breitkopf und Andy Meindl werden in den nächsten 24 Monaten gleich zwei verdiente Herren den Dachverband der Spielautomatenhersteller und Aufsteller leiten. Für Thomas Breitkopf, der auch Vorsitzender des Verbands der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland ist, wird es bereits die vierte Amtszeit als Präsident des BA werden. Für Meindl hingegen, dem Vorsitzenden des Bayerischen Automaten-Verbands, ist die Berufung zum Präsidenten eine Premiere. Die Entscheidung für eine Doppelspitze beim Bundesverband Automatenunternehmer könnte durchaus als längerfristig geplante Ablösung von Breitkopf interpretiert werden. Immerhin würde hierüber die Möglichkeit eines geschmeidigen Wechsels geschaffen. Ebenfalls ist jedoch nicht auszuschließen, dass noch ein anderer Fakt der ungewöhnlichen Entscheidung zugrunde liegt. Momentan sieht sich die gesamte deutschen Automatenbranche einem schwierigen Kampf gegen die von der Politik verordnete Ausdünnung der Spielhallen im Land gegenüber, während Online Casinos in Deutschland legalisiert wurden. Die Organisation von Demonstrationen, die Einreichung von Petitionen sowie gerichtliche Auseinandersetzungen in vielen Bundesländern über die Kriterien der Abstandsregeln verschlingen viel Zeit und Kraft. Gut möglich, dass es deshalb ratsam ist, in den nächsten zwei Jahren beim Bundesverband Automatenunternehmer die Verantwortung in einer Doppelspitze aufzuteilen. Neben der neuen Personalie mit gleich zwei Präsidenten auf oberster Ebene wurde ebenfalls die Anzahl Vizepräsidenten auf insgesamt vier erhöht. Diese Positionen bekleiden in Zukunft Dirk Fischer vom Automaten-Verband Baden-Württemberg, Freddy Fischer vom Deutschen Automaten-Verband sowie Michael Stang vom Hessischen Münzautomaten-Verband. Gundolf Aubke, der Vorsitzende des Hamburger Automaten-Verbands, übernimmt als Letzter im Bunde dabei zusätzlich noch die Funktion des Schatzmeisters im Dachverband.

Thomas Breitkopf, langjähriger Präsident des Bundesverbands Automatenunternehmer, wird auch in seiner vierten Amtszeit seine ganze Kraft zum Wohle der Spielautomatenhersteller und Aufsteller einsetzen. Hierzu erklärte er: „Der BA ist die gebündelte Kraft der organisierten Aufstellunternehmerinnen und Aufstellunternehmer in Deutschland und wird weiterhin mit starker Stimme die Interessen der Mitglieder gegenüber der Politik und innerhalb der Branche vertreten.“

Auch Andy Meindl als neuer Präsident in der Doppelspitze des Bundesverbands Automatenunternehmer äußerte sich voller Tatendrang nach seiner erfolgreichen Wahl. Er sagte: „Wir sind die Anbieter des legalen Spiels mit einem hohen Schutzniveau. Diese Position gilt es zu behaupten, um effektiven Spielerschutz auf dem Glücksspielmarkt zu gewährleisten, gleichzeitig aber auch den Unternehmerinnen und Unternehmern, damit ihren Familien und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine existenzsichernde Perspektive zu bieten.“