Bragg Gaming Richard Carter

Bereits nach nur sechs Monaten im Amt muss CEO Richard Cater bereits einen Sessel als Geschäftsführer von Bragg Gaming wieder räumen. (Bildquelle: bragg-games)

Erst im Mai dieses Jahres verkündete Bragg Gaming einen Führungswechsel an der Spitze und setzte als neuen CEO Richard Carter ein, um mit ihm in die neuen lukrativen Jagdgründe in Nordamerika einzureiten. Nun, nach gerade einmal rund 6 Monaten, ist jedoch überraschend Schluss für den zuvor so gepriesenen Manager, denn der Verwaltungsrat hat ihn fristlos vor die Tür gesetzt. Der Schritt erfolgte im Zuge einer strategischen Überprüfung der Gesamtorganisation, hieß es vonseiten Bragg Gamings.

Stolperte CEO Richard Carter über die letzte Quartalsbilanz von Bragg Gaming?

Nach nur 6 Monaten wurde Richard Carter bei Bragg Gaming von seiner Rolle als CEO fristlos entbunden. Die Entscheidung fiel im Verwaltungsrat und ist Bestandteil einer anhaltenden strategischen Überprüfung der Gesamtorganisation. Eine nette Umschreibung dafür, dass die Besitzer und Investoren mit der bisherigen Geschäftsentwicklung nicht zufrieden sind und deshalb Veränderungen in der Führung vorgenommen werden. Wie die letzten Quartalszahlen aufzeigten, schwächte sich das Wachstum von Bragg Gaming unter CEO Richard Carter zuletzt im Kerngeschäft deutlich ab und stagnierte förmlich. Einzig aufgrund der in diesem Jahr getätigten Übernahmen zweier Spielautomatenhersteller in den USA konnte der kanadische Glücksspielkonzern fast 10 Prozent Umsatzwachstum vorweisen. Carter wurde im Mai dieses Jahres als neue Geschäftsführer präsentiert und sollte vor allem die Expansion in Nordamerika vorantreiben. Allerdings blieben große Erfolgsmeldungen über neue große Kunden in den USA für die eigene Online Casino Plattform oder die eigene Spielbibliothek bislang aus. Zu allem Ungemach verhagelte auch noch die Neuregulierung in Deutschland das bisherige solide Wachstum in Europa, was insgesamt wie bereits erwähnt zu einer Stagnation des Wachstums im Kerngeschäft führte.

Vor diesem Hintergrund dürfte der Rauswurf von CEO Richard Carter bei Bragg Gaming zu lesen sein und der Verwaltungsrat hofft, dass es mit einer neuen Rollenverteilung in Zukunft besser läuft. Bis ein neuer Geschäftsführer gefunden ist, übernimmt vorerst der Verwaltungsratsvorsitzende Paul Godfrey den Chefposten. Der ehemalige kanadische Politiker verfügt über jede Menge Erfahrung in der Geschäftsführung sowie im Verwaltungsrat. In der Vergangenheit leitete oder saß er großen Unternehmen wie dem Medienkonzern Toronto Media, dem Postmedia Network oder der Ontario Lottery and Gaming Corporation vor. Gerade bei letzterem Glücksspielunternehmen bewies er bereits großes Geschick bei Umstrukturierungen. Adam Arviv, der Gründer von Bragg Gaming, wird in Zukunft als Sonderberater der Geschäftsleitung wieder verstärkt Einfluss auf den Kurs seiner Firma nehmen. Erst im Mai dieses Jahres wollte er mit der Ernennung von Richard Carter als seinen Nachfolger auf dem Posten des CEO endlich etwas kürzer treten. In Sachen strategischer Überprüfung der Gesamtorganisation soll es noch eine dritte Veränderung geben, die jedoch noch nicht näher im Detail erläutert wurde. Es heißt nur, dass Matevž Mazij, Gründer und Managing Director der Tochter ORYX Gaming innerhalb von Bragg Gaming und stellvertretender Vorstandsvorsitzender, in Zukunft eine noch wichtigere Rolle im Konzern spielen soll.

Entgegen den sonst üblichen Gepflogenheiten gab es keine warmen Worte und Danksagungen zur Verabschiedung des ehemaligen CEO Richard Carter vonseiten Bragg Gamings. Dies deutet durchaus darauf hin, dass der Rauswurf alles andere als freundlich ablief. Dafür jedoch gab der neue Chef Paul Godfrey einen kurzen Einblick in die angestrebte Zukunft. Er erklärte: „Während die globale Online-Glücksspielbranche weiterhin exponentiell wächst, ist die nordamerikanische Chance ein entscheidender Faktor. Braggs Technologie und Inhalte sind gut positioniert, um das Potenzial dieses neuen Marktes zu nutzen. Obwohl Braggs Geschäftstätigkeit in den letzten Quartalen eine Outperformance erzielen konnte, hat sich die Kapitalmarktstrategie nicht in Shareholder”

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