888 Holdings PlcMit der 888 Holdings Plc hat nun ein weiterer große Online Casino Betreiber seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Anders als viele Konkurrenten konnte die schwierige Entwicklung in Großbritannien und Schweden dem Glücksspielkonzern wenig anhaben. Im Gegenteil konnte die 888 Holdings Plc vor allen dank des weiterhin stark laufenden 888casino hier sogar kräftig zulegen. Beim Gewinn hingegen musste der Online Casino Betreiber ein wenig Federn lassen, was jedoch vor allem zweier großer Zukäufe geschuldet war.

Umsatz bei der 888 Holdings Plc leicht verbessert

Auf den ersten Blick wirkten die nun vorgelegten Halbjahreszahlen der 888 Holdings Plc durchwachsen, was jedoch vor allem Investitionen in die eigene Zukunft geschuldet war. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2018 ohne Sondereffekte um insgesamt rund 2 Prozent gesteigert werden. Gelang es dem Glücksspielkonzern in den ersten 6 Monaten im vergangenen Jahr noch 273,2 Millionen US-Dollar umzusetzen, konnten nun das 888casino, 888sport sowie 888poker und 888bingo insgesamt 277,3 Millionen US-Dollar vermelden.

Wie das Unternehmen bekannt gab, war diese gute Entwicklung vor allem der starken Performance in Großbritannien und in Italien zu verdanken. Anders als viele Konkurrenten wuchs der Umsatz allein auf der Insel im Vereinigten Königreich um stolze 13 Prozent. Für das starke Wachstum machte die 888 Holdings Plc vor allem die neu eingeführte Casino-Software Orbit verantwortlich. Aufgesplittet in die beiden Hauptbereiche B2B und B2C zeigte sich in der Halbjahresbilanz ein deutlicher Unterschied. Während das B2C-Geschäft mit den Endkunden kräftig von vormals 246,7 Million US-Dollar um 6 Prozent auf nun 262,5 Millionen US-Dollar anzog, brach das Geschäft mit anderen Glücksspielfirmen ein. Hier ging es von ehemals 26,5 Millionen US-Dollar um -44 Prozent auf jetzt noch 14,8 Millionen US-Dollar nach unten.

Schuld an dem Einbruch beim B2B-Geschäft war kein schlechter laufendes Geschäft, sondern die Übernahme von einigen Bingo-Marken, die zuvor mit der eigenen Technologie beliefert wurde. Dadurch wurde diese vom B2B-Geschäft in den Bereich B2C verlagert. Die 888 Holdings PlC kaufte erst im Februar dieses Jahres mehrere Bingo-Plattformen der Jet Media Ltd und der Jet Management Ltd, die wiederum zu Jackpotjoy Group gehören.

888casino, 888sport und 888bingo entwickelten sich hervorragend

Bei den Umsätzen in den einzelnen Glücksspielgenre gab es in der Halbjahresbilanz der 888 Holdings Plc ebenfalls wenig auszusetzen. Mit der neuen Casino-Software Orbit ausgestattet, legte der Bereich Online Casino mit insgesamt 9 Prozent ordentlich zu. So konnten das 888casino sowie das 777casino zusammen den Umsatz von ehemals 161 Millionen US-Dollar auf jetzt 175,4 Millionen US-Dollar kräftig steigern. Noch deutlich besser lief es sogar für den Bereich Sportwetten mit 888sport, welches sich immer stärker zu einem weiteren wichtigen Standbein entwickelt. Hier ging es von vormals 37,5 Millionen US-D in den ersten 6 Monaten in 2018 auf nun 44,5 Millionen US-Dollar nach oben. Mit einer Steigerung von 19 Prozent zeigte 888sport nicht nur welches Potenzial in den Sportwetten für die 888 Holdings Plc noch schlummert, sondern zugleich setzte sich dieser Bereich beim Umsatz an die zweite Stelle.

Deutlich weniger gut, wenn nicht sogar richtig schlecht, lief das erste Halbjahr für 888poker. Hier brachen die Umsätze um gehörige -24 Prozent von ehemals 30,6 Millionen US-Dollar auf nun nur noch gerade einmal 23,1 Millionen US-Dollar ein. Hier jedoch erhofft sich der Online Casino Betreiber trotz der nachlassenden Nachfrage in Zukunft wieder Wachstum, spätestens dann, wenn die neue Software Poker8 in sämtlichen Märkten an den Start geht. Abschließend wäre noch das Glücksspielgenre Bingo zu nennen, welches sich dank der Zukäufe mehrerer Marken ebenfalls steigern konnte. Die neuen Plattformen zusammen mit 888bingo konnten den Umsatz in diesem Segment um 10 Prozent von vormals 17,6 Millionen US-Dollar auf jetzt 19,5 Millionen US-Dollar steigern.

Die Sportwetten dürften wohl das größte Potenzial abseits der Online Casinos für die Zukunft bei der 888 Holdings Plc besitzen. In den USA ist der Glücksspielkonzern bereits präsent und für die technologische Weiterentwicklung wurde erst im März BetBright übernommen.

Die beiden Zukäufe belasten kurzfristig den Gewinn der 888 Holdings Plc

Neben den ganzen Umsätzen vermeldete die 888 Holdings weitere Finanzkennzahlen in ihrer Halbjahresbilanz. Diese sahen jedoch aufgrund der zwei Zukäufe weniger rosig aus, da hiermit auch enorme Abschreibungen verbunden waren. Ebenso setzten höhere Steuern, operative Kosten sowie gesteigerte Investitionen in die technologische Entwicklung dem EBITDA und dem Gewinn zu. Ersteres sank deshalb gegenüber den ersten 6 Monaten in 2018 um rund 14 Prozent. Standen hier zuvor beim bereinigten EBITDA noch 52,4 Millionen US-Dollar in den Büchern, waren es jetzt nur noch insgesamt 44,9 Millionen US-Dollar.

Die bereits zuvor benannten Abschreibungen für die Zukäufe mehrerer Bingo-Marken und von BetBright sorgten beim Gewinn für einen noch stärkeren Einbruch. Hier ging es von vormals 42,5 Millionen US-Dollar um gehörige -36 Prozent auf nun nur noch 27,1 Millionen US-Dollar nach unten. Dies dürften jedoch langfristige Anleger durchaus verschmerzen können, immerhin hat sich die 888 Hodings Plc mit den Zukäufen hervorragend in zwei wichtigen Segmenten für die Zukunft aufgestellt. Für die Bingo-Marken blätterte der Online Casino Betreiber 18 Millionen Britische Pfund sowie für den Kauf von BetBright noch einmal 15 Millionen Britische Pfund hin. Allerdings dürfte die Sonderdividende in Höhe von 3Cent pro Aktie, die am 18. Oktober ausgezahlt wird, jedoch auch auf viel Gegenliebe stoßen.

Zu guter Letzt veröffentlichte die 888 Holdings noch ein paar interessante Zahlen zu den eigenen Kunden. Dank der neuen Casino-Software Orbit für das 888casino konnte der Glücksspielkonzern seine Zahl der Neukunden um gigantische 49 Prozent steigern. Zudem kletterte auch die Zahl der aktiven Spieler um 30 Prozent.

Bei der 888 Holdings Plc bestimmten zwei große Übernahmen das erste Halbjahr 2019. Dies drückte jedoch sowohl auf das EBITDA wie auch auf den Gewinn.