Spielerhilfe Verein

Amatic Entertainment im Fadenkreuz des Spielerhilfe Verein. Erneut werden Vorwürfe laut. (Bildquelle: spielerhilfe.at)

Der Krieg zwischen dem Spielerhilfe Verein und Amatic gehen weiter. Erneut tauchten auf der Webseite des Vereins ein Artikel auf, der Amatic in ein negatives Licht rückt. Demnach soll das Unternehmen fragwürdige Bonitätsprüfungen durchgeführt haben. Der Spielerhilfe Verein hatte bereits Anfang des Jahres damit begonnen den Glücksspielanbieter unter die Lupe zu nehmen und deckte nach eigenen Angaben mehrere Verstöße gegen den Jugend- und Spielerschutz auf. Das gelang dem Verein jedoch nur aufgrund von Mystery Shopping-Kontrollbesuche, die nun wieder zum Thema werden. Jedoch nicht, weil Amatic angeblich den Spielerschutz missachtet, sondern weil der Verein deutlich macht, dass das Unternehmen aus Österreich fragwürdige Bonitätsprüfungen nach dem Besuch der Kontrolleure durchführte. Was wirklich an diesen Aussagen der Realität entspricht, kann nicht erahnt werden.

Amatic sperrt Kontrolleure des Vereins?

Der Spielerhilfe Verein setzt Anfang des Jahres Mystery Shopping-Kontrollbesuche beim Glücksspielunternehmen Amatic ein, um herauszufinden, ob das Unternehmen wirklich gegen den Jugend- und Spielerschutz verstieß. Dazu nutzen die Kontrolleure 60 Besuche, die das österreichische Unternehmen natürlich in Alarmbereitschaft versetze, nach dem die Kontrollbesuche bekannt wurden. Daraufhin habe Amatic die Vorgänge der Spielerhilfe erschwert, wie in der Pressemitteilung bekannt wurde. Laut Aussagen des Vereins wurden die Kontrolleure anhand von Mustern ausfindig gemacht und die Spielerkarten deaktiviert. Außerdem habe Amatic die Personen sperren lassen. Damit erhoffte sich das Unternehmen vermutlich weiteren Mystery Shopping-Kontrollbesuchen aus dem Weg zu gehen. Fraglich ist nur, wie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Kontrolleure erkannt haben sollen, wenn diese doch „anonym“ seien.

Doch das ist nicht das eigentliche Thema, welches der Spielerhilfe Verein mit den Amatic Casinos hat. Sondern es kam nach den Besuchen der Kontrolleure zu eigenartigen Bonitätsabfragen. Das behauptet zumindest der Verein in seiner Meldung.

Führt das Unternehmen merkwürdige Bonitätsabfragen durch?

Angeblich habe Amatic nach dem Besuch der Kontrolleure des Vereins nicht nur eine Sperrung der Personen durchführen lassen, sondern auch merkwürdige Bonitätsabfragen durchgeführt, die alle beim Scoring-Unternehmen CRIF erfolgten.

Der stellvertretende Obmann der Spielerhilfe, Christoph Holubar, stellt in diesem Zusammenhang seine Erfahrungen zur Verfügung. Er soll nach seinen Angaben eine Filiale der Amatic in Amstetten besucht haben. Betreten konnte der den Laden nicht, da eine aufrechte Spielersperre vorlag. Mittels anderer Ausweisdokumente konnte sich Holubar jedoch erneut anmelden und umging damit die Spielersperre. Das Glücksspielunternehmen wehrt sich gegen diese Aussagen und behauptet, dass es nur mit Falschangaben möglich sein, die Sperre zu umgehen.

Durch eine Datenabfrage beim Scoring-Unternehmen CRIF wurde dann offensichtlich, dass Amatic wohl mehrere gesperrte Spieler abfragte und deren Bonität prüfte. Angeblich soll diese Abfrage innerhalb von einem Monat dreimal erfolgt sein.

Zusätzlich ist dem Verein ein weiterer Name aufgefallen, der nun mit dem Glücksspielunternehmen in Verbindung gebracht wird. Hierbei geht es um die Fair Games GmbH, die wohl in ihren Spielhallen ebenfalls Amatic Spielautomaten aufstellen. Besagten Unternehmen wird nun ebenfalls vorgeworfen verschiedene Bonitätsabfragen durchgeführt zu haben. Vornehmlich von Personen, die das erste Mal in dem Unternehmen spielten. Wie die Spielerhilfe bekannt gibt, sind wohl weiterer Kontrollen und Recherchen erforderlich, um das Thema Bonitätsabfragen abzuschließen.

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