@skeptiker44 deshalb hab ich ein separates Konto für Freizeitkram. Nicht nur Casino, auch Games, Streaming und so. Da kommt monatlich ein fester Betrag drauf und fertig. Was ich nicht mehr nehme, sind Zahlungen direkt vom Hauptkonto. Nicht aus Angst vor dem Anbieter, sondern weil zwischen Miete, Einkauf und Versicherungen alles total unübersichtlich wird.
Google Pay ist für mich raus, obwohl technisch nie etwas schiefging. Es war mir einfach zu unsichtbar. Finger drauf, fertig. Kein Kartentippen, keine TAN, kein Moment zum Nachdenken. Ich brauch bei Einzahlungen absichtlich ein bisschen Reibung. Klingt bescheuert, funktioniert bei mir aber besser.
@kontokater. überhaupt nicht bescheuert. Genau im Online Glücksspiel nutze ich keine gespeicherten Zahlungsdaten. Wenn ich die Nummer jedes Mal holen müsste, lasse ich manche spontane Einzahlung einfach bleiben. Bequem ist nicht automatisch gut.
Mein persönlicher Endgegner war eine virtuelle Einwegkarte. Einzahlung problemlos. Beim ersten größeren Gewinn wollte das Casino dann ein Foto von Vorder- und Rückseite der verwendeten Karte. Joa. Die Karte existierte zu dem Zeitpunkt schon gar nicht mehr. Nach sechs Mails, Screenshot aus der App und Bestätigung der Bank ging es durch. Seitdem keine Einwegkarten mehr bei Seiten, wo später eine Rückzahlung oder Verifizierung kommen könnte.
@therapeut das klingt genau nach dieser Sorte Problem, an die vorher kein normaler Mensch denkt. Man will besonders sicher zahlen und baut sich damit aus Versehen einen Escape Room für die Auszahlung.
Ich würde keine Methode mehr nutzen, bei der Auszahlungen erst ab 50 oder 100 Euro möglich sind. Hatte irgendwo noch 34 Euro liegen und sollte entweder weiterspielen oder erneut einzahlen, um auf den Mindestbetrag zu kommen. Hab den Support so lange genervt, bis sie es manuell ausgezahlt haben. Seitdem lese ich tatsächlich vorher die Zahlungslimits. Ja, ich bin alt geworden.
@abgezockt Mindestbetrag bei Auszahlung ist für mich auch ein Warnsignal, besonders wenn Einzahlungen schon ab 10 Euro gehen. Rein geht jeder Betrag, raus darf er plötzlich nur in Begleitung seiner Eltern. Ich bleib bei normaler Bankkarte oder Banktransfer, aber nur wenn Auszahlungen damit ebenfalls möglich sind.
Für mich ist weniger die Payment-Methode das Ding, sondern eher dieser „pending / ausstehend“-Status. Wenn ein Anbieter meine Auszahlung 1–2 Tage lang noch wie so’n „du kannst’s dir jederzeit wieder zurückholen“-Button behandelt, bin ich direkt raus. Fühlt sich an wie: du hast schon auf „Exit Game“ gedrückt, aber das Spiel lässt dich noch im Menü hängen und flüstert „komm, eine Runde geht noch“. Ich will einfach nur das es heißt Auszahlung beantragt = Geld ist aus dem Spiel raus, fertig, locked. Alles andere ist für mich nur unnötiger Mindgame-Trigger, der dich wieder in die Lobby zieht.
Ich werfe mal Debitkarte rein. Nicht weil die Karte schlecht ist, sondern weil meine Bank danach komplett komisch wurde. Hatte an einem Wochenende 3 Einzahlungen gemacht, nichts Wildes, insgesamt 90 Euro. Montag kam Push: „Bitte bestätigen Sie ungewöhnliche Aktivität“. Danach war die Karte für Online-Zahlungen erstmal dicht. Support meinte nur, Glücksspieltransaktionen werden öfter geflaggt. Seitdem nehme ich mein Hauptkonto dafür nicht mehr. War mir einfach zu unangenehm, wegen Slots im Bankchat zu hängen.
@helvetia77 exakt darum Hauptkonto raus. Nicht weil man was Verbotenes macht, sondern weil Banken bei Glücksspiel scheinbar schneller nervös werden. Besonders wenn mal Auszahlung rein und Einzahlung raus kurz hintereinander passiert. Sieht für deren System wahrscheinlich aus wie „Geldwäsche-Bingo“. Für mich war es einfach: 50 rein, 80 raus, fertig. Für die Bank war es anscheinend ein Tatort.
Guter Punkt hier von mehreren: Bitte unterscheiden zwischen Zahlungsmethode technisch schlecht und Bank/Zahlungsdienstleister reagiert empfindlich. Gerade Glücksspielzahlungen können durch Gebühren, Limits, Geldwäscheprüfung oder Merchant-Codes anders behandelt werden als normale Einkäufe. Also gern weiter mit echten Beispielen, aber bitte keine Anbieter beschuldigen ohne Belege.
Klarna oder alles mit „später zahlen“ würde ich NIE wieder nehmen, wenn es irgendwo überhaupt angeboten wird. Hatte bei einer ausländischen Seite so einen Zahlungsweg gesehen und dachte: bequem. Problem war danach: Der Händlername sah nicht nach Casino aus, sondern nach irgendeinem komischen Shop. Als ich die Zahlung reklamieren wollte, wollte Klarna Unterlagen wie Bestellbestätigung, Storno, Händlerkontakt. Bruder, ich hatte keine Sneaker bestellt, ich hatte dumm an Automaten gedreht. Seitdem: Wenn der Zahlungsweg nicht glasklar ist, Finger weg.
@mechoulamsleftfoot diese Fake-Händlernamen sind für mich sofort rote Flag. Wenn im Banking nicht klar steht, wohin das Geld geht, bin ich raus. Hatte mal eine Buchung, da stand irgendwas mit Digital Services aus Litauen. Da wusste ich nach zwei Wochen selber nicht mehr, ob das Casino, VPN oder irgendein Abo war. Buchhaltung wie bei einem Waschsalon für Geister.
Bei mir ist N26 für Glücksspielzahlungen durch. 3 Prozent Gebühr klingt erstmal wenig, aber bei mehreren Einzahlungen merkst du das sofort. Schlimmer fand ich, dass es sich psychologisch wie ein schlechter Bonus anfühlt: Du zahlst 100 ein, aber im Kopf sind es eigentlich 103 weg. Gewinnst du nichts, ärgerst du dich doppelt. Gewinnst du was, kann bei manchen Vorgängen wieder irgendeine Gebühr oder Sonderbehandlung auftauchen. Ich will keine Mathe-Hausaufgaben beim Einzahlen.
@nguyen_highroller ja, Gebühren killen jede kleine Spaßrunde. 20 Euro Einzahlung plus Gebühr ist nicht mehr 20 Euro Spaßgeld. Das ist dann 20 Euro Einsatz plus Strafzettel. Ich schaue inzwischen vor jeder neuen Methode Gebühren, Auszahlung möglich, Mindestbetrag, gleicher Name nötig und wie lange pending? Klingt trocken, spart aber Nerven.